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BIBERACH - Er „tauge nicht als Vorbild“, lässt Ralph Heidenreich wissen. Das ist auch nicht nötig als „Fotograf des Monats“, zu dem wir den 63-Jährigen auserkoren haben. Aber „besonders“ ist der Biberacher Lebenskünstler auf jeden Fall, und das ist er auch als Fotograf. Denn schon Jahre lang dokumentiert er blühendes Gewächs, meist kleine Pflänzchen, die von gehetzten Zeitgenossen erst gar nicht wahrgenommen werden und erst recht nicht beachtet würden, selbst wenn sie sie sehen würden. 

Ralph HeidenreichFür den linken Stadtrat sind die Blüten Muse und Studienobjekte zugleich. Denn „in den Wintern der 1990er sind mir einzelne blühende Pflanzen aufgefallen und ich habe das direkt für eine große Sache gehalten: der Planet reagiert auf den Menschen, habe ich gedacht. Ich fing dann an, diese Beobachtungen zu dokumentieren und die Pflanzen zu bestimmen.“ Der Mann hat Expertise. Und auch wenn er behauptet, „ich bin weder strebsam noch fleißig, sondern seit meiner Jugend der Meinung, dass es genug Krempel gibt und keinerlei Anlass, sich am rasenden Stillstand der Leistungsgesellschaft zu beteiligen“, sind seine Beobachtungen großartig, aber auch besorgniserregend. „Zunächst habe ich den Eindruck, dass durch die mildere Witterung viele Pflanzenarten im Herbst ein zweites Mal blühen, beispielsweise Löwenzahn, Wiesenkerbel, Taubnesseln und auch Veilchen. Letztes Jahr kamen darüber hinaus typische Frühlingsblüher schon im Dezember vor, nämlich die Hasel und - sehr überraschend - das Milzkraut. Auch der blühende Seidelbast Anfang Januar war außergewöhnlich.“  www.ralph-heidenreich.de

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