BLIX Banner1

Bergatreute - Gerade einmal 13 Jahre alt und auf dem Weg ein Großer zu werden – Hannes Wäscher überzeugte den Deutschen Verband der Fotografie (DVF) mit seiner Aufnahme einer nachgebauten Stadt. Der zu diesem Zeitpunkt 12-jährige Nachwuchsfotograf sicherte sich im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs den Titel „Deutscher Fotomeister“ in der Altersklasse von Null bis 12 Jahren. Dabei liegt das Talent in der Familie, denn auch sein Vater Klaus Wäscher ist Hobbyfotograf und bekannt für seine Bilder aus dem Altdorfer Wald.

PortraitOhne Corona hätte es das Foto des talentierten Jungfotografen aus Bergatreute vermutlich nie gegeben. Wie viele andere war auch Hannes, der das Gymnasium Bad Waldsee besucht, in den letzten Monaten von Homeschooling betroffen. Sein Kunstlehrer stellte ihm und seinen Mitschülern die Aufgabe, mit Materialen, die sie bei sich zu Hause finden, eine Stadt zu bauen und ein Beweisfoto davon zu schicken. Doch der Bau der Stadt genügte Hannes nicht, er entwickelte auch den Ehrgeiz sein Werk ansprechend in Szene zu setzen. Aus Vasen, einem kleinen Tischkicker, Windlichtern, Feuerzeugen und zwei Spielzeugautos arrangierte der Schüler die Skyline einer Metropole. Besonders wichtig war ihm dabei, mit der Kamera die Spiegelung auf dem dunkel glänzenden Holztisch einzufangen. Der Aufwand hat sich gelohnt und überzeugte schließlich auch die Jury des DVF. Für Hannes Motivation genug, zukünftig an weiteren Wettbewerben teilzunehmen, wo auch Preisgelder winken, denn der Schüler finanziert sein Hobby selbst. Die 100 Euro, die er für den „Deutschen Fotomeister“ bekommen hat, investierte er umgehend in eine neue Kamera. Derzeit benutzt er eine gebrauchte Lumix G6. Was die Wahl seiner Motive betrifft ist Hannes flexibel, Landschaften und Tiere stehen aber weit oben auf seiner Liste. „Ich gehe gerne in die Natur, höre Musik oder Podcasts und suche Motive“, erzählt der junge Fotograf. Am liebsten experimentiert er mit Langzeitbelichtungen, verschiedenen Lichtsituationen und besonderen Perspektiven. „Für mich muss bei einem gutem Bild das Licht stimmen oder besonders sein. Zum Beispiel bei dem Bild der Skyline gefallen mir die ganzen verschiedenen Farben und die blaue Spiegelung, die an Wasser erinnert“, erklärt Hannes.
Bei komplexeren Dingen an der Kamera erhält der 13-jährige Unterstützung von seinem Vater, der seinen Sprössling schon in frühen Jahren durch die Kamera schauen ließ. Dennoch bekräftigt Hannes, aus eigener Motivation heraus seinem Hobby nachzugehen. Auch eine spätere Karriere als Fotograf kann sich der 13-Jährige gut vorstellen, entweder das oder „etwas mit Werbung“. Als „Deutscher Fotomeister“ ist er auf jeden Fall gut unterwegs.

 

Autor: Alexander Koschny

 

Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben!

­