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Jahrzehnte lang war ich als Spieler, Torwarttrainer und Vereinsmensch ausschließlich dem Fußball verbunden, ehe mich der 30. Geburtstag eines Freundes auf den Plan rief. Als in der Runde gefragt wurde, was wir dem Geburtstagskind wohl schenken könnten, kam uns die Idee eines Golf-Schnupperkurses, an dem wir, seine Kumpels, doch ebenfalls teilnehmen könnten, um so dem Jubilar in gewohnter Runde einen schönen, unterhaltsamen Tag zu widmen.

 

Gesagt, getan und gebucht. So ging es an einem schönen Samstagvormittag ins Golfresort nach Bad Waldsee, wo die Clique sich um den Golflehrer versammelte und eine erste Einweisung bekam. Wenig später durften wir bereits mit dem Chippen und Patten beginnen, ehe es auf die Driving Range zum Abschlagen ging. Natürlich klappte bei weitem nicht alles und man bemerkte schnell, dass es gar nicht so einfach ist, doch stand der Spaß ganz klar im Vordergrund. Und nach einem gelungenen Schlag war bei uns allen die Freude groß.
Nach gut zwei Stunden meinte der Lehrer, dass wir nun so weit seien und auf den Kurzplatz (9 Loch) gehen könnten, wo man den Rest des Tages sich nach Herzenslust austoben konnte. Natürlich machte es mit dem Ziel (Loch) vor Augen noch deutlich mehr Spaß, den Ball mit möglichst wenigen Schlägen im selbigen zu versenken. Auch die anderen hatten sichtlich ihren Spaß und jeder Fehlschlag wurde mit herzhaftem Spott bedacht. So verging der Tag wie im Flug und mir ging das Golfen nicht mehr aus dem Kopf.

 

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Natur und Kultur in harmonischer Verbindung. Auf der attraktiven Seerunde des New Course Bad Waldsee befindet sich das beeindruckende Inselgrün mit erhobenen Abschlag.

 

Nach etwas Überlegung sagten zwei aus unserer Clique, dass sie sich ebenfalls vorstellen könnten, weiter zu spielen. Also buchten wir uns Saisonkarten für den Kurzplatz, denn dieser darf ohne Platzreife bespielt werden. Im darauf folgenden Jahr wollten wir drei mehr und meldeten uns für den Platzreife-Kurs an. Regelkunde, Platzetikette und natürlich auch ein Vorspielen gehörten zur Prüfung, und schon wenige Wochen später waren wir Mitglied im Fürstlichen Golfclub Oberschwaben in Bad Waldsee.
Nun durften wir auch die beiden 18 Loch Plätze bespielen, was natürlich aufgrund der Distanzen (bis zu 520m) einen ganz besonderen Reiz darstellt. Selbstverständlich ist das Spiel sehr anspruchsvoll und kann manchmal auch ein ganz fieser Sport sein, aber eines bleibt es immer - eine ganz besondere Herausforderung mitten in schönster Natur. Wer den Ball mal aus 200 Metern ziemlich genau dort hinlegt, wo er hingehört, der kennt dieses Gefühl und möchte es auch so schnell nicht mehr missen. Man bewegt sich und das Wichtigste dabei ist für mich, dass ich nicht sinnlos laufe, sondern meinem geliebten Golfball hinterher. Immer mit dem Ziel, besser, exakter und konstanter zu werden, denn das ist die größte Schwierigkeit beim Golf. Und so kann ich jedem, der etwas sportlich und gerne in der Natur ist, nur empfehlen, es mal zu versuchen.
Vielleicht steckt in Ihnen ja ein ungeahntes Talent und Sie werden genauso vom Golfvirus infiziert, wie ich es 2017 wurde. Nicht umsonst spielen auch zahlreiche Fußballprofis, Ex-Profis, Funktionäre und andere Sportler Golf, denn er gehört einfach zu den schönsten Nebensachen der Welt. So wie es für mich in jüngeren Jahren der Fußball war, ist es heute eben Golf. Ein schönes Spiel wünscht Ihnen Tobias Köhler, (der seit einigen Jahren im Schwabenalter ist und also weiß, was gut ist).

 

Autor: Tobias Köhler

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