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Biberach - Anlässlich des russischen Angriffes auf die Ukraine bietet die Hochschule Biberach (HBC) eine Ringvorlesung an, in der sie den Konflikt aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und reflektiert. Für die Reihe „Die Ukraine, Russland und der Westen – Auswirkungen des Krieges auf (Energie-)märkte, internationales Recht und Kulturen“ treten ProfessorInnen der HBC sowie externe ReferentInnen auf und stellen unterschiedliche Aspekte des Konfliktes dar.

 Der nächste Vortrag findet am Dienstag, 3. Mai, ab 19 Uhr im Audimax der Hochschule statt (Gebäude B). Dann referiert Prof. Dr.-Ing. Markus J. Löffler vom Westfälischen Energieinstitut, Gelsenkirchen zum Thema „Energiewende – Was tun, was nun?“. Der Vortrag stellt die Pläne der Bundesregierung für die Energiewende bis 2030 vor, die Wirtschaftsminister Habeck selbst als „gigantisch“ bezeichnet und hinterfragt die damit verbundenen Zielsetzungen: Welche Herausforderungen sind zu meistern? Inwieweit kann sich Deutschland selbst mit erneuerbaren Energien versorgen? Löffler wird auf Basis einer aktuellen und fundierten Datenlage den bestmöglichen Ausbaupfad für erneuerbare Energien skizzieren.
Am Donnerstag, 5. Mai, folgt ein Vortrag des Konfliktforschers Prof. Dr. Friedrich Glasl aus Salzburg. Er wird sich in seinem Vortrag dem internationalen Recht und der europäischen Sicherheitsarchitektur widmen und herausarbeiten, welche Dynamiken sich in der kriegerischen Auseinandersetzung entwickelt haben – und welche Lösungen er sieht: „Eskalationsdynamik des Ukrainekriegs und Möglichkeiten der De-Eskalation“.
Am Donnerstag, 12. Mai, schließlich kommt die Slavistin Dr. Angelika Schmitt von der Universität Trier an die Hochschule Biberach. Ihr Vortrag „Ein Krieg mitten in Europa. Zu den historischen und kulturellen Hintergründen des Ukraine-Kriegs“ gibt einen Überblick über die 1000-jährige Geschichte der Ukraine, die kulturellen Verflechtungen mit Russland und die historischen Hintergründe des aktuellen Kriegs. Denn durch die Ukraine – der Name bedeutet Grenzland – verläuft die historische Grenzlinie zwischen der westlich-römischen und der östlich-orthodoxen Welt. Heute ist es der Ort, an dem der Kampf zwischen demokratisch-freiheitlichen Werten und einem traditionalistisch-autokratischen Verständnis von Macht und Gesellschaft, zwischen einem in die Zukunft gerichteten Impuls der Toleranz und einem Festhalten an überkommenen Wertvorstellungen aus der Vergangenheit ausgefochten wird.
Die Ringvorlesung ist öffentlich bei freiem Eintritt. Spenden sind willkommen und werden an die lokalen Ukraine-Hilfen weitergegeben. Alle Vorträge beginnen um 19 Uhr im Audimax der Hochschule und werden online übertragen. Die jeweiligen Links sind rechtzeitig auf der Homepage zu finden:
www.hochschule-biberach.de/ringvorlesung_sose22

 

Quelle: Hochschule Biberach

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