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Die Fördermittel für einen Heizungstausch sind aktuell noch sehr attraktiv. Bis zu 50 Prozent der anfallenden Kosten werden im besten Fall vom Staat übernommen. Dabei gelten auch in diesem Jahr noch die Voraussetzungen, die 2021 im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) festgelegt wurden. Gute Nachrichten in Zeiten zunehmend leerer werdender Geldbeutel. Die Frage ist jedoch wie lange das noch so bleibt. Grund genug, trotz Hitze an’s Heizen zu denken und dabei einen kühlen Kopf zu bewahren.

Zum ersten Januar 2020 gab es gravierende Änderungen bei der Förderung für Heizungen. Statt 15 Prozent für neue Gas- und Ölheizungen, werden seither im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Zuschüsse zwischen 20 und 45 Prozent für einen Heizungswechsel gezahlt. Der Fokus liegt dabei auf erneuerbaren Energien, entweder als alleinige Wärmequelle oder in Kombination mit einer Gasheizung. Für den Austausch einer Ölheizung wird eine Austauschprämie von zusätzlichen zehn Prozent gezahlt.
Zum ersten Januar 2021 wurde die Heizungsförderung in das Gesetz Bundesförderung für effiziente Gebäüde (BEG)überführt. Das führte zu einer langfristigen Sicherung der Förderungsprogramme. Die bisherigen Fördersätze bleiben vorerst bestehen.
Zusätzlich zum bereits gewährten Zuschuss wird im Rahmen des BEG seit dem ersten Januar 2021 ein Bonus von fünf Prozent gezahlt, Voraussetzung ist,dass der Heizungstausch im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans erfolgt. Damit sind aktuell nach wie vor bis zu 50 Prozent Förderung für eine neue Heizung möglich. In 2022 gab es keine Änderungen an diesem Gesetz, die Fördersätze gelten weiterhin in dieser Höhe.

Die geföderten Heizungsarten im Überblick
Gasbrennwertheizungen nutzen auch die Energie im Wasserdampf. Sie kühlt das bei der Verbrennung entstehende Abgas mithilfe des Wassers aus dem Heizungsrücklauf. Dabei kondensiert der im Rauchgas enthaltene Wasserdampf und setzt Wärme frei. Das Heizungswasser nimmt die thermische Energie auf und erwärmt sich dabei. Infolgedessen muss der Brenner weniger leisten, es wird Gas eingespart.
Eine Gas-Hybrid-Heizung ist eine sogenannte „2-in-1-Lösung“: Sie erzeugt Wärme zum einen, indem sie konventionelles Heizgas verbrennt. Zum anderen wird die fossile Gasverbrennung mit einer weiteren, oft erneuerbaren Energiequelle kombiniert. Somit wird die Klimabilanz der Heizung verbessert.
Die sogenannte „EE-Hybridheizung“ ist ein Heizsystem, welches zwei oder mehrere Heizungen, die Wärme mit erneuerbaren Energien gewinnen, miteinander verbindet. Das Kürzel „EE“ steht für „Erneuerbare Energien“.
Wärmepumpen sind effiziente Anlagen zur Gewinnung von Heizwärme. Anders als andere Heizungsanlagen verbrennen sie keine fossilen Energieträger, sondern gewinnen die benötigte Wärme direkt aus der Umwelt, je nach Typ aus dem Erdboden, dem Grundwasser oder der Umgebungsluft.

Nach der Bewilligung bleiben noch zwölf Monate Zeit
Sowohl bei der Antragstellung als auch der Durchführung muss Einiges beachten werden. Die Heizungsmodernisierung darf erst nach der Einreichung des Förderantrages beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erfolgen. Zur Antragsstellung kann auf Wunsch auch der Heizungsinstallateur vom Auftraggeber beauftragt und bevollmächtigt werden. Bei der Kreditvariante über die KfW-Bank muss der Förderantrag vor der Auftragserteilung an den Handwerker bewilligt sein. Die Mittelvergabe erfolgt in diesem Fall über die Hausbank.
In beiden Fällen muss vorab der ausführende Heizungsbaubetrieb kontaktiert werden. Dessen Angebot wird bei beiden Varianten für den Förderantrag benötigt. Es stellt die Basis für die Förderentscheidung und die spätere Fördersumme und somit auch für den Kreditrahmen dar. Sobald der Bewilligungsbescheid vorliegt sind noch zwölf Monate Zeit, die Heizungsanlage einzubauen und in Betrieb zu nehmen. Erst im Anschluss daran kann der Verwendungsnachweis beim BAFA oder bei der KfW eingereicht werden. Anschließend wird die Fördersumme ausbezahlt.

 

Autor: Franz Thoma

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