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Aktuell

Es ist ein Jahr her, dass BLIX mit seinem Märzheft noch gedruckt erschien. Dann folgten zwei Monate Pause. Das Virus zwang uns dazu. Wir nutzten die Zwangspause, um uns online neu aufzustellen. Wir finden, das ist uns gelungen. Nun sind wir ein Jahr älter und BLIX erscheint als Doppelausgabe März/April. Auch das ist dem Virus geschuldet. So wird BLIX auch in der Pandemie 18 Jahre alt, was wir in normalen Zeiten sicher groß gefeiert hätten.

Biberach - Es geht um Kultur und deren Zukunft. Da gehört Streit dazu, insbesondere in Zeiten der Pandemie. Dabei geht es nach einem Jahr Leblosigkeit auch um das Überleben der Innenstädte, um das Zentrum, wo sich Kultur in ihrer Vielfalt präsentiert. Und wenn man in Biberach darüber sinniert, dann nimmt man gerne Zuflucht zum größten Sohn der Stadt: Christoph Martin Wieland (1733-1813), Dichter und Denker der Aufklärung. Dessen Esel aus der Erzählung „Die Abderiten“ schmückt als frivole Lenk-Skulptur den Biberacher Marktplatz.

Wahlkreis Biberach - Zum guten Schluss steht die grün-gelbe Koalition zwischen Robert Wiest und Florian Hirt. Beide kannten sich vorher nicht, aber die gemeinsame Profession führte sie zusammen. Beide studieren Forstwirtschaft und beide haben politische Ambitionen. Ein Gespräch im Wald mit Blick auf die Politik und den Weg dorthin.

Hohenheim - Komplizierte Fremdwörter, „Denglish“ und Monster-Sätze: Vor den Landtagswahlen 2021 in Baden-Württemberg haben Kommunikations-wissenschaftler der Universität Hohenheim in Stuttgart die Wahlprogramme der Parteien auf ihre formale Verständlichkeit hin untersucht. Ihr Ergebnis: Einige Programme sind sprachlich nur schwer verständlich.

Sigmaringen - In Sigmaringen lässt eine Investorengruppe um den „Fürst von Hohenzollern“ alte Weiden an der Donau fällen, eine davon auf städtischem Grund. Aber warum? Für die Naturschützer ist klar, dass es um den Schlossblick ging, den die Weiden versperrten. Der Hotelbetreiber beteuert, dass er aus Sicherheitsgründen so gehandelt hat. Die Recherchen ergeben, dass die Verwaltung betreffend der Bäume die Forderungen der Naturschutzbehörde zwar gesehen, aber nicht thematisiert hat. Und manch Gemeinderat haben die Kröte geschluckt.

Biberach - Helga Reichert, seit zwei Jahren neue Intendantin der Biberacher Filmfestspiele, lehnte jüngst eine Vertragsverlängerung ab. Diese Nachricht schlug hohe Wellen in der gesamten Filmbranche. Ingesamt 108 Filmschaffende meldeten sich in einem offenen Brief zu Wort, darunter gewichtige Namen wie Werner Herzog oder Tom Tykwer. Prompt folgt darauf nun eine offizielle Stellungnahme des Vorstands des Vereins Biberacher Filmfestspiele e.V., indem mitunter von "gewissen Irritationen" die Rede ist.

Biberach - Es kam einem Paukenschlag gleich. Nach erfolgreicher Premiere im Jahr 2019 sowie gelungener Fortführung im Corona-Krisenjahr 2020 war anzunehmen, dass Helga Reichert, die neue Intendantin der Biberacher Filmfestspiele, nun fest im Sattel sitzt und somit auch das Lebenswerk ihres Ehemanns Adrian Kutter in eine weiterhin erfolgreiche Zukunft führen würde – doch weit gefehlt. Nun melden sich 108 Filmschaffende in einem offenen Brief „mit großer Sorge“ zu Wort.

Biberach - Die guten Nachrichten waren rar im letzten Jahr. Dass die Biberacher Filmfestspiele trotz aller Corona-Einschränkungen im Herbst letzten Jahres erfolgreich stattfanden, war eine solche. Die Intendantin Helga Reichert wollte dieses kulturelle Lebenszeichen unbedingt – für den Film und sein Publikum. Es war das zweite Jahr, dass die 47-Jährige das Biberacher Kulturhighlight, das von ihrem Mann Adrian Kutter vor 42 Jahren gegründet wurde und wofür er ebenfalls im Herbst letzten Jahres die Ehrenbürgerschaft verliehen bekam, als Intendantin verantwortete. Die Nachfolge schien geglückt. Weit gefehlt!

Ravensburg - Am 12. Dezember hatte eine Gruppe junger Klimaaktivisten im Grüngürtel um die Altstadt einen Baum besetzt, an der viel befahrenen Schussenstraße. Auf Transparenten mahnten sie die weltweite Reduktion des Klimas um 1,5 Grad an, global die Abkehr vom herrschenden Wirtschaftssystem, „change the system not the climate“, und lokal endlich handeln statt reden.

Ravensburg - Der in Ravensburg lebende Journalist Wolfram Frommlet hielt vom 1. bis 5. Dezember täglich eine Mahnwache auf dem Marienplatz in Ravensburg ab, um auf das Schicksal des in London inhaftierten Journalisten und Whistleblowers Julian Assange aufmerksam zu machen und fordert dessen sofortige Freilassung. BLIX veröffentlicht Frommlets Rede, die er anlässlich der Mahnwache hielt.

Die Nachricht von Gertrud Kording ist kurz und knapp: „Wir sind enttäuscht und haben uns wohl zu viel von einer grünen Partei erhofft.“ Lässt sich anhand dieser Enttäuschung einer Seniorin erklären, warum den Grünen von ökologischer Seite mit der „Klimaliste“ bei der Landtags- und der Bundestagswahl politische Konkurrenz erwächst? Ereilt die Grünen mit der Klimaliste das gleiche Schicksal, das sie einst der SPD zugefügt haben, als die Grünen sich vor 40 Jahren als Partei auf den Weg gemacht haben, diese Republik zu verändern? Eine böse Frage, die begründet werden muss.

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