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Aktuell

Kreis Biberach - Jana ist eine schöne und glückliche Kuh, findet Martina Grau. Aber sie ist auch eine schlechte Kuh, sagt Norbert Huchler, denn die Original Allgäuer Braunviehkuh gibt zu wenig Milch. Das ist eigentlich ein Todesurteil. Denn eine Milchkuh muss ordentlich Milch geben, das ist auch bei einem Biobauer so. Und Norbert Huchler ist Biobauer und Besitzer von Jana, die eigentlich zum Metzger gehört. Eigentlich, aber nun hat die vierjährige Kuh das ewige Leben, eben so lange bis sie stirbt oder ihre Patin Martina Grau findet, dass Jana im Alter zu sehr leidet, dann wird auch sie durch Menschenhand sterben, aber behütet bis zuletzt. Jana, die Kuh, Frau Grau, die Patin, und Bauer Huchler sind eine kleine Schicksalsgemeinschaft, die zusammengefunden hat, weil Ende letzten Jahres in Biberach der Schlachthof geschlossen wurde. Eine Geschichte über Verlust und Gewinn.

Ummendorf - Das Kreisimpfzentrum des Landkreises Biberach in Ummendorf nahm Anfang Januar seinen Betrieb auf. Für Tausende Impfberechtigte ein Ort der Hoffnung, sich vor dem tückischen Virus schützen und ein wenig Normalität zurückerobern zu können. Und wie erleben die Mitarbeitenden den Alltag im Ausnahmezustand?

Dietmanns - Den „Adler“ in Dietmanns bei Bad Wurzach gibt es seit 1650. Die Wirte Iris und Dieter Hierlemann sind nicht nur Mitglied der Aktion „LandZunge“, die regionale und ökologisch angebaute Produkte bevorzugt, sie bieten ihren Gästen auch seit vielen Jahren Kleinkunst. Ihnen liegt an Wirtshauskultur im besten Sinne: mit gutem Essen, Stammtisch, Biergarten, Platz für Kinder und einer Kleinkunstbühne. Wie kamen sie durch die Pandemie?

Oberankenreute - Der Plan war, weiter Druck aufzubauen. Das Mittel der Wahl war ein Baumhaus. Beides funktionierte nur kurzzeitig. Dann schritt das Ordnungsamt und die Polizei ein und beendeten die Demonstration im Altdorfer Wald. So heimlich die Protestierenden gegen den Kiesabbau gekommen waren, so friedlich zogen sie wieder von dannen. Bis auf Weiteres!

Ravensburg - Der Artikel an meinen „lieben Vorstand“ ist geschrieben, dann taucht kurz vor Redaktionsschluss die Nachricht auf: Helga Reichert wird vom 21. bis 24. Oktober die „Filmtage Oberschwaben“ durchführen – in Ravensburg! Helga Reichert bestätigt die Nachricht.

Steinhausen/Rottum - Es kann nicht verwundern, dass Rebecca Weißbrodt eine weitere Koalition der CDU mit den Grünen kritisch sieht: Das gehe auf Kosten des konservativen Kerns der CDU. Die 36-Jährige ist Vorsitzende der AfD im Kreis Biberach und wohnt in meinem Heimatdorf Steinhausen an der Rottum, wo die Rechtsaußenpartei bei der Landtagswahl mit 15 Prozent der Stimmen überdurchschnittlich gepunktet hat. Das schmerzt Hans-Peter Reck (nicht verwandt mit dem Autor), den Bürgermeister der rund 2000-Einwohner-Gemeinde mit den Teilorten Bellamont (700 Einwohner) und Rottum (300) zwar auch, aber viel mehr noch leidet er am Wahlergebnis seiner eigenen Partei, der CDU. Eine Wahlnachlese im Wohlstandsgebiet.

… das geht gar nicht! Um die Verhältnisse klar zu stellen: BLIX ist seit langem Mitglied und Förderer des Vereins der Biberacher Filmfestspiele und berichtet noch länger über dieses Biberacher Kulturhighlight, umfänglich und fundiert. Das war und ist unser Anspruch. Deshalb können wir das Geschehen rund um das Ende der Zusammenarbeit mit der bisherigen Intendantin Helga Reichert und der Inthronisation ihrer Nachfolgerin Nathalie Arnegger nicht ignorieren. Denn eines ist offensichtlich: Weder der Vorstand noch die neue Intendantin spielen mit offenen Karten! Das ist umso ärgerlicher, da der Verein knapp 70.000 Euro aus der Stadtkasse einstreicht und somit in der Pflicht steht, sein Tun vorbehaltlos zu erklären. Was er nicht tut!

Altdorfer Wald - Nun ist es passiert, was Bernhard Dingler befürchtet hat. Sein Wald heißt nun „Alti“. Davor hat es den Leiter des Forstbetriebs Altdorfer Wald gegraust. Nun muss er nicht nur hinnehmen, dass jugendliche Aktivisten ein Stück Forst in der Nähe von Wolfegg besetzt haben, indem sie dort ein Baumhaus nach dem anderen zwischen Fichten und auf Douglasien und Buchen bauen, sondern dass die selbst ernannten Waldschützer Oberschwabens größtes Waldgebiet auch noch sprachlich vereinnahmen.

Ulm - Es ist die Generation, die den Überlebenden des 1. Weltkrieges folgte, deren Kindheit von der Not und Wirrnis der Weimarer Republik bestimmt war und deren Jugend vom Nationalsozialismus missbraucht wurde. Es sind „Hitlers Kinder“, die fanatisiert auf den Schlachtfeldern des 2. Weltkrieges verbluteten. Es ist die Generation von Hans und Sophie Scholl, den Geschwistern aus Ulm, die angeklagt wegen Hochverrats und Wehrkraftzersetzung am 22. Februar 1943 in München enthauptet wurden. Sophie Scholls 100. Geburtstag am 9. Mai ist Anlass zum Gedenken.

Wolfegg - Es ist Mitte März noch ungemütlich kalt in dem alten „Fischerhaus“, das im Bauernhausmuseum Wolfegg die neue Dauerausstellung „Kommen, schaffen, bleiben“ beherbergt und das nicht zufällig. Denn was heute der Historie dient, war in den 70er Jahren Unterkunft für „Gastarbeiter“, die im ländlichen Oberschwaben Arbeit fanden. Nach mehreren Jahren der Recherche und Vorarbeit findet sich in der „Keimzelle“ des Freilichtmuseums nun eine spannende Zeitreise, die mit vielen O-Tönen dokumentiert, wie die Fremden aus Südeuropa als Arbeitskräfte kamen und als Menschen die hiesige Welt, die Provinz war, veränderten und sich dabei selbst veränderten, indem sie blieben.

Biberach - Nathalie Arnegger ist die Neue. Die 49-jährige Oberschwäbin, geboren in Biberach, aufgewachsen in Ravensburg, wohnhaft in Friedrichshafen beerbt Helga Reichert als Intendantin der Biberacher Filmfestspiele. Das verkündete der Vorstand des Vereins im Beisein von Oberbürgermeister Norbert Zeidler, der qua Amt zweiter Vorsitzender ist und angesichts der zahlreichen MedienvertreterInnen in der Stadthalle meinte: „So viele Journalisten kommen in Biberach nur, wenn der OB zurücktritt oder die Filmfestspiele eine neue Intendanz bekommen.“ Letzteres ist der Fall.

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