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Aktuell

Biberach - Helga Reichert, seit zwei Jahren neue Intendantin der Biberacher Filmfestspiele, lehnte jüngst eine Vertragsverlängerung ab. Diese Nachricht schlug hohe Wellen in der gesamten Filmbranche. Ingesamt 108 Filmschaffende meldeten sich in einem offenen Brief zu Wort, darunter gewichtige Namen wie Werner Herzog oder Tom Tykwer. Prompt folgt darauf nun eine offizielle Stellungnahme des Vorstands des Vereins Biberacher Filmfestspiele e.V., indem mitunter von "gewissen Irritationen" die Rede ist.

Biberach - Es kam einem Paukenschlag gleich. Nach erfolgreicher Premiere im Jahr 2019 sowie gelungener Fortführung im Corona-Krisenjahr 2020 war anzunehmen, dass Helga Reichert, die neue Intendantin der Biberacher Filmfestspiele, nun fest im Sattel sitzt und somit auch das Lebenswerk ihres Ehemanns Adrian Kutter in eine weiterhin erfolgreiche Zukunft führen würde – doch weit gefehlt. Nun melden sich 108 Filmschaffende in einem offenen Brief „mit großer Sorge“ zu Wort.

Biberach - Die guten Nachrichten waren rar im letzten Jahr. Dass die Biberacher Filmfestspiele trotz aller Corona-Einschränkungen im Herbst letzten Jahres erfolgreich stattfanden, war eine solche. Die Intendantin Helga Reichert wollte dieses kulturelle Lebenszeichen unbedingt – für den Film und sein Publikum. Es war das zweite Jahr, dass die 47-Jährige das Biberacher Kulturhighlight, das von ihrem Mann Adrian Kutter vor 42 Jahren gegründet wurde und wofür er ebenfalls im Herbst letzten Jahres die Ehrenbürgerschaft verliehen bekam, als Intendantin verantwortete. Die Nachfolge schien geglückt. Weit gefehlt!

Ravensburg - Am 12. Dezember hatte eine Gruppe junger Klimaaktivisten im Grüngürtel um die Altstadt einen Baum besetzt, an der viel befahrenen Schussenstraße. Auf Transparenten mahnten sie die weltweite Reduktion des Klimas um 1,5 Grad an, global die Abkehr vom herrschenden Wirtschaftssystem, „change the system not the climate“, und lokal endlich handeln statt reden.

Ravensburg - Der in Ravensburg lebende Journalist Wolfram Frommlet hielt vom 1. bis 5. Dezember täglich eine Mahnwache auf dem Marienplatz in Ravensburg ab, um auf das Schicksal des in London inhaftierten Journalisten und Whistleblowers Julian Assange aufmerksam zu machen und fordert dessen sofortige Freilassung. BLIX veröffentlicht Frommlets Rede, die er anlässlich der Mahnwache hielt.

Die Nachricht von Gertrud Kording ist kurz und knapp: „Wir sind enttäuscht und haben uns wohl zu viel von einer grünen Partei erhofft.“ Lässt sich anhand dieser Enttäuschung einer Seniorin erklären, warum den Grünen von ökologischer Seite mit der „Klimaliste“ bei der Landtags- und der Bundestagswahl politische Konkurrenz erwächst? Ereilt die Grünen mit der Klimaliste das gleiche Schicksal, das sie einst der SPD zugefügt haben, als die Grünen sich vor 40 Jahren als Partei auf den Weg gemacht haben, diese Republik zu verändern? Eine böse Frage, die begründet werden muss.

Bad Waldsee - „Bad Waldsee tut gut“, so lautet der Slogan der idyllisch gelegenen Kurstadt, die mit ihren über 20.000 Einwohnern Große Kreisstadt werden will. Die mittelalterliche, 700 Jahre alte Stadt im Landkreis Ravensburg zwischen Stadtsee und Schlosssee punktet im Zentrum mit sehenswerten gotischen und barocken Gebäuden, einer Uferpromenade und dem dort gelegenen modernen Kommunikationszentrum „Haus am Stadtsee“. Seit 2014 ist Bad Waldsee offizielle Fairtrade-Stadt. „Barrierefrei und voller Leben“ – so lautet der Leitsatz für die Entwicklung und Umsetzung des aktuellen Projekts „Altstadt für Alle“. BLIX sprach mit Bürgermeister Matthias Henne über seinen Amtsantritt mitten in der Corona-Pandemie am 6. April und wie es weitergeht mit den Plänen zur „Großen Kreisstadt“.

BAD WALDSEE. Die Stadt Bad Waldsee war schon immer ein Ort von besonderer Gastlichkeit. Die verkehrsgünstige Lage an alten Handelsstraßen, der Kornhandel und in neuerer Zeit das Kurwesen haben seit jeher die Menschen in die Stadt gelockt. Da überrascht es kaum, dass der Bedarf an Bier, Brauereien und Gaststätten groß war. Paul Sägmüller nimmt sich dem Thema an. Bei seiner Recherche stößt der Autor auf zahlreiche Postkarten und Zeitungsanzeigen, die er in seinem Buch „Waldseer Bier-, Brauerei und Wirtschafts-Kunde“ in einen historischen Kontext stellt.

Biberach - Wussten Sie, dass der Kiebitz ein „schillernder Vogel“ ist, „der so schön singt“ und überdies „neugierig“ ist? Nein? Macht nichts und vergessen Sie’s. Denn es ist nicht mehr als schlechte Werbung. Zu finden als Selbstauskunft im „kibizz“, dem „Veranstaltungsmagazin für den Landkreis Biberach“ im Dezember. In der „Erfolgsgeschichte“ schmückt sich das Blatt zur Erklärung seines Namens ganz offensichtlich mit fremden Federn, aber nicht mit denen vom Kiebitz.

Biberach - Jetzt hat es uns erwischt – vor der eigenen Haustür. Nicht irgendwo, nein, im Biberacher Schlachthaus haben Tierschützer üble Tierquälereien dokumentiert. Das Verfahren läuft. Also besser abwarten, Maul halten und hoffen, dass sich alles irgendwie wieder einrenkt. Bloß nicht nachdenken, was hat das mit mir zu tun. Es könnte mir ja den Appetit auf das nächste saftige Steak oder Mutters Schweinebraten verderben.

Dieses Jahr kann nicht unkommentiert bleiben. Dazu ist es zu außergewöhnlich. 2020, diese besondere Jahreszahl, hat zu Beginn noch nicht erkennen lassen, womit wir überrascht wurden. Corona, eine Pandemie, die sich entsprechend der globalen Reise- und Handelsströme rasend schnell über den Globus ausbreitete, hält die Welt im Würgegriff. Einem nahezu weltweiten Shutdown in der ersten Hälfte des Jahres folgte nun die erneute Einschränkung des öffentlichen und privaten Lebens. Das Virus gefährdet Leben, und der staatliche Kampf dagegen schafft inzwischen zivilen Unmut und Protest.

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