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Aktuell

Memmingen - Am Samstag, den 21. Mai, herrschte in der einst freien oberschwäbischen Reichsstadt ein außerordentlicher Festtag. Ab 11 Uhr wurde in der vollbesetzten Stadtpfarrkirche St. Martin in einem Festakt zum 5. Mal der mit 15.000 Euro dotierte „Memminger Freiheitspreis 1525“ verliehen. Er ging an den renommierten Journalisten und Autor Heribert Prantl (68), der lange Jahre das Gesicht der Süddeutschen Zeitung prägte, für dessen Verdienste um die Pressefreiheit. Die Laudatio auf den Preisträger hielt Ex-Bundestagspräsident Norbert Lammert.

Laupheim - Die Große Kreisstadt nördlich von Biberach greift nach den Sternen: in einem Planetarium von überregionaler Bedeutung, mit einem Produzentenpreis, der mitunter Stars aus dem von einem Laupheimer(!) gegründeten Hollywood auf den roten Teppich lockt und einem Kinder- und Heimatfest, das für manche Sternstunde sorgt.

BLIX April 2022 zum Artikel „Das Verschwinden“, S. 56

Sehr geehrter Herr Dr. Reck, fast täglich lese ich es in diversen Zeitungen, auch in Ihrem von mir sehr geschätzten BLIX, und ich höre es von den Partnern: den ‚Flächenfraß‘. Klar markige Worte liest man, verdecken vielleicht aber die Realität.

Bad Waldsee - In den Kreisen Biberach und Sigmaringen sind die Würfel bereits gefallen. Die dortigen privaten Krankenhausbetreiber, Sana in Biberach und SRH in Sigmaringen, konzentrieren sich mit dem Segen der dortigen Kreistage auf die zentralen Häuser in den Kreisstädten. Für Riedlingen, Laupheim, Bad Saulgau und Pfullendorf bedeutete dies der Verlust ihrer Krankenhäuser, begleitet von heftigem, aber vergeblichen Protest vor Ort. In Bad Waldsee hat man trotz allem die Hoffnung auf Erhalt des Krankenhauses noch nicht aufgegeben. Über tausend Menschen, meist fortgeschrittenen Alters, beteiligten sich am 13. April an einer Demo, zu der die Stadtverwaltung sowie die örtliche Bürgerinitiative aufgerufen hatte, vor dem Krankenhaus für dessen Erhalt.

Leutkirch - Es ist die Geschichte einer Wiedergeburt, wenngleich mit Einschränkungen. Beim Talk im Leutkircher Bocksaal, den erstmals die Journalistin und Autorin Nina Poelchau moderierte, war der in Aulendorf geborene und aufgewachsene, jetzt in Waldburg lebende Sonderschulpädagoge, Bergsteiger und Höhenforscher Thomas Lämmle (56) zu Gast. Er kam an Krücken gehend, aber es grenzt an ein Wunder, dass er überhaupt noch am Leben ist.

Memmingen - Am 21. Mai ist es so weit: um 11 Uhr wird in der Stadtpfarrkirche St. Martin der Memminger Freiheitspreis 1525 verliehen. Er geht an den 1953 in Nittenau geborenen Autor, Journalist und Jurist Heribert Prantl, der 25 Jahre das Ressort Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung geleitet hat und sich immer noch als Autor zum Zeitgeschehen äußert.

Weingarten - Der neue Oberbürgermeister heißt Clemens Moll. Die Entscheidung ist bereits im ersten Wahlgang am 3. April gefallen: Mit 62,49 Prozent der Stimmen hat Clemens Moll, bisheriger Bürgermeister in Amtzell, die Oberbürgermeisterwahl gewonnen. Wann er sein Amt in Weingarten antreten wird, steht noch nicht fest.

Bad Schussenried - Dieter Ege ist nicht nur Oberschwabe, er ist Oberschwabenversteher, wenngleich seine Mutter als Flüchtlingskind nach Schussenried kam. Vielleicht liefert gerade dieser persönliche Hintergrund die besonderen Sensoren zur genauen Beobachtung der Menschen und seiner Umgebung. Neugierde und Verstehenwollen gehören auf jeden Fall dazu. BLIX wollte von dem Fotografen wissen, was ihn motivierte zehn Jahre lang den Bluttritt und seine Teilnehmer zu dokumentieren und was er am „Blutfreitag“ entdeckt hat.

Diepoldshofen/Weingarten - Für Bernd Rösch ist das Heilig-Blut-Fest in Weingarten ein spirituelles Erlebnis. Dort war er Soldat, Ausbildung zum Fallschirmjäger und Fernspäher, im letzten Lehrgang vor der Aufgabe des Standorts. „Wenn ich die Kriegsbilder aus der Ukraine sehe, schätze ich den Frieden.“ Schon aus Dankbarkeit dafür ist er Blutreiter. Und „Weingarten bedeutet mir viel“, freut sich der 50-Jährige auf den Blutritt.

Ummendorf/Steinhausen - Was tun, wenn das Berufsleben zu Ende geht? Diese Frage stellt sich nicht nur BürgermeisterInnen, aber denen in besonderem Maße. Denn der Job als Gemeindehäuptling fordert an sieben Tagen in der Woche und lässt wenig Zeit für Privates, Freizeit und Hobbys. Es ist ein Rund-um-die-Uhr-Job und danach kommt die große Lücke oder gar das Loch. Was also tun, wenn der Terminkalender plötzlich leer ist? Für Klaus Reichert stellt sich diese Frage nicht.

Nur 27 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges, der die Welt in großen Teilen zertrümmert und über 50 Millionen Menschen das Leben gekostet hatte, erschien der „Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit“ mit dem Titel „Die Grenzen des Wachstums“ und der Forderung, den natürlichen Grenzen unseres Planeten zu entsprechen und statt des wachstumsgetriebenen Ressourcenverbrauchs zu einer nachhaltigen Wirtschaft, zu einem „ökologischen und wirtschaftlichen Gleichgewichtszustand“ zu gelangen – und das schnell! Das war 1972, vor 50 Jahren.

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