BLIX Banner1

Konstanz/Biberach/Schemmerhofen - Am 18. Oktober öffneten die Wahllokale wieder ihre Türen. In Konstanz, Biberach und Schemmerhofen konnten die Bürger ihre Kreuze setzen und ihren Bürgermeister wählen. Aufgrund von Corona setzten viele dabei auf die Briefwahl. Überraschungen gab nur wenige: Alle drei bisherigen Amtsinhaber wurden in ihrem Amt bestätigt. Eng wurde es nur für den Konstanzer Oberbürgermeister Uli Buchardt (CDU), der sich nur knapp gegen seinen Kontrahenten Luigi Pantisano durchsetzen konnte.

Konstanz
Mit 61,4 Prozent war die Wahlbeteiligung am 18. Oktober in Konstanz so hoch wie seit 1980 nicht mehr. Das zeigt, dass den Bürgern das Thema unter den Nägeln brannte. Noch nach dem ersten Wahlgang, am 27. September, konnte keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit für sich verbuchen. Mit 38,3 Prozent hatte der in Stuttgart lebende Architekt und Stadtplaner Luigi Pantisano hier noch die Nase vorn. Sowohl Andreas Hennemann als auch Jury Martin zogen nach dem ersten Wahlgang ihre Kandidatur zurück. Weiter im Rennen um das Bürgermeisteramt blieben somit Andreas Matt und Pantisano, der schon von 2008 bis 2012 als Quartiersmanager im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ in Konstanz tätig war. Der 41-jährige lieferte sich dann auch ein Kopf an Kopf Rennen mit Amtsinhaber Uli Buchardt. Buchardt konnte sich am Ende mit 49,5 Prozent durchsetzen und verwies seinen Konkurrenten mit 45,1 Prozent knapp auf die Plätze. Der parteilose Andreas Matt konnte somit nur 5,1 Prozent der abgegebenen Stimmen für sich verbuchen. Damit bleibt der 49-jährige Uli Buchardt für weitere acht Jahre Oberbürgermeister von Konstanz. „Das ist ein schönes und zufriedenstellendes Ergebnis“, kommentierte der wiedergewählte OB am Wahlabend im Bodenseeforum seinen Wahlsieg. Zugleich bedankte er sich bei seinen Gegenkandidaten für einen fairen Wahlkampf und fügt hinzu: „Die inhaltliche Auseinandersetzung wurde hart in der Sache, aber mit Achtung gegenüber der Person geführt.“ Buchardts Konkurrent Luigi Pantisano wäre das erste Mitglied der Linken auf einem westdeutschen OB-Sessel gewesen. Der Famiienvater italienischer Abstammung war in Konstanz vor allem von den Grünen unterstützt worden.

Biberach
Weitaus weniger eng verlief die Wahl in Biberach an der Riß. Der 1967 in Ellwangen geborene Norbert Zeidler, der seit 2013 das Amt des Oberbürgermeisters der Kreisstadt bekleidet, wurde mit klarer Mehrheit wiedergewählt. Mit eindeutigen 92,8 Prozent der Wählerstimmen wurde der Diplom-Verwaltungswirt und Familienvater im Amt bestätigt. Sein Mitbewerber Martin Kuhnke konnte nur sechs Prozent der Wählerstimmen für sich gewinnen. Die Wahlbeteiligung in Biberach lag bei 44,7 Prozent. Zeidler bezeichnete die Beteiligung als „gigantisch“ und „maßstabsgebend“ und gratulierte auch seinem Konkurrenten: „In dieser Wahlbeteiligung steckt auch relativ viel Martin Kuhnke. Sie haben auch Ihren Beitrag geleistet und die Menschen inspiriert, zur Wahl zu gehen“. Kuhnke selbst zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem Ergebnis. Norbert Zeidler sieht den Wahlausgang nicht nur als persönlichen Erfolg, sondern auch als Erfolg all derjenigen, die sich in der Stadt Biberach engagieren. Zeidler möchte: „Weiterhin versuchen, dieser Stadt zu dienen und den Menschen nah zu sein.“

 

OB Zeidler mit Frau nach Wahlergbenis

Mit großer Mehrheit schenkten die Biberacher Norbert Zeidler erneut ihr Vertrauen.

 

Schemmerhofen
Keine Konkurrenz fürchten musste Mario Glaser. Der 42-jährige Jurist und Vater von vier Kindern trat ohne Gegenkandidaten zur Wahl des Bürgermeisters von Schemmerhofen im Landkreis Biberach an. Insgesamt gaben 2.582 von 6.751 Wahlberichtigten ihre Stimmen ab, das entspricht einer Wahlbeteiligung von rund 38 Prozent. Glaser wurde vor acht Jahren zum ersten Mal ins Schemmerhofer Rathaus gewählt, seit seinem Amtsantritt hat der junge Bürgermeister viel geleistet und zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht. Daraus erwuchs die Sorge, dass Glaser sein Engagement in der beschaulichen Gemeinde nur als Sprungbrett für größere Aufgaben nutzen würde, doch er hielt sein Versprechen, das er nach seinem Wahlerfolg vor acht Jahren gab und kandidierte nun ein weiteres Mal.

 

CK20 fam glaser 053

Mit seiner Wiederwahl legte Mario Glaser einen wichtigen Grundstein für die weitere Entwicklung Schemmerhofens

 

Autor: Alexander Koschny

Pin It
­