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Ochsenhausen - Es ist eine Premiere, die den jährlichen Veranstaltungsreigen in Ochsenhausen zukünftig bereichern soll. Initiator und Veranstalter Rainer Schick erklärt, wie die Idee, einen Bio-Markt zu organisieren, entstand und was die BesucherInnen erwartet.

Herr Schick, Corona vereitelt Vieles, Sie planen mit dem Bio-Markt aber eine Premiere. Wie kam es dazu?

Weil das Kräuterfest Ochsenhausen auch in diesem Jahr nicht stattfinden konnte, überlegte ich mir eine Alternative im Herbst und hoffte, dass bis dahin der Corona-Spuk vorbei sein könnte.

 

Weshalb liegen Ihnen Bio-Lebensmittel und -Produkte so sehr am Herzen?

Ich bin seit nahezu 40 Jahren Mitglied des Bund für Umwelt und Naturschutz und war und bin bis heute sehr aktiv in meinem Engagement für die Umwelt. Darüber hinaus engagiere ich mich als Vorsitzender des Kneipp Verein Ochsenhausen e.V. sehr aktiv in meinen Projekten für die Rückgewinnung der Artenvielfalt als auch in Projekten gegen die Klimaerwärmung, zum Beispiel für energieeffizientes und CO2-neutrales Bauen. Wir feiern übrigens dieses Jahr am 5. Oktober unser zehnjähriges Vereinsjubiläum.

 

Mit dem Kräutermarkt im Frühjahr gibt es bereits ein sehr attraktives Marktangebot in Ochsenhausen. Worin unterscheiden sich die beiden Veranstaltungen?

Kneipp hat bekanntermaßen fünf Säulen. Mit dem Kräuterfest wird die Säule Kräuter abgedeckt. Mit dem ‚oberschwäbischen Biomarkt‘ wird die Säule Ernährung abgedeckt.

 

Herbes Market be

Das Kloster als Kulisse schafft Atmosphäre. Hier im Klosterkonvent fand der Kräutermarkt statt und inspirierte die Macher, den Bio-Markt ebenfalls im Klosterareal zu organisieren.

 

Mit wie vielen Ausstellern und welchen Angeboten ist beim Bio-Markt zu rechnen und welches Rahmenprogramm erwartet die BesucherInnen?

Aktuell haben wir Anmeldungen von über 40 Ständen, darunter 22 Bio-Landwirte und Erzeuger und 20 weitere Stände mit Informationen von Organisationen bzw. Vereinen aus dem Umweltbereich. Das Rahmenprogramm umfasst sowohl Führungen und Vorträge als auch Alphorn-Vorführungen. Auf unserer Homepage finden Sie das komplette Programm.

 

Wächst mit dem Bio-Markt als Initialzündung auch die Wahrscheinlichkeit, dass es in Ochsenhausen wieder einen stationären Biomarkt gibt?

Auch solche Überlegungen sind vorhanden. Auf diesem Markt und auch im Nachgang gibt es sicher viele Gelegenheiten, sich darüber auszutauschen.

 

Neben dem Kneipp-Verein, dessen Vorsitzender Sie sind, ist die Bio-Musterregion Mitveranstalterin. Welche Vorteile bietet diese Kooperation? Gibt es weitere Partner?

Mit der Bio-Musterregion haben wir insbesondere im Hinblick auf die Akquise der Bio-Landwirte eine sehr gute Kooperationspartnerschaft gefunden. Dass damit automatisch auch das Land Baden-Württemberg Mitveranstalter ist, war ein weiterer Pluspunkt. Unser Dank geht daher an dieser Stelle auch an die Verantwortlichen der Bio-Musterregion.

 

Ist die Premiere ein Versuchsballon oder bereits der Beginn einer Tradition?

Das Kräuterfest wurde bereits das zehnte Mal und im Jahre 2019 erstmals im Konventgarten des Klosters durchgeführt. An diese Tradition werden wir auch mit dem Biomarkt anknüpfen und damit eine weitere ‚Institution‘ schaffen. Letztlich sehen wir das als optimale Ergänzung zu den bestehenden größeren Events, wie dem Weihnachtsmarkt, dem Öchslefest sowie dem Faschingstreiben in Ochsenhausen.

 

Welche Vorteile bietet der Veranstaltungsort beim Kloster?

Im Klostergarten neben dem Fruchtkasten ist unseres Erachtens alles hervorragend. Die Parkplatzsituation ist optimal und auch die Örtlichkeit eignet sich angesichts des klösterlichen Ambientes hervorragend . Wir danken daher auch Herrn Joachim Moll von den Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg für die gute Zusammenarbeit.

 

Autor: Roland Reck

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