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Biberach - Wussten Sie, dass der Kiebitz ein „schillernder Vogel“ ist, „der so schön singt“ und überdies „neugierig“ ist? Nein? Macht nichts und vergessen Sie’s. Denn es ist nicht mehr als schlechte Werbung. Zu finden als Selbstauskunft im „kibizz“, dem „Veranstaltungsmagazin für den Landkreis Biberach“ im Dezember. In der „Erfolgsgeschichte“ schmückt sich das Blatt zur Erklärung seines Namens ganz offensichtlich mit fremden Federn, aber nicht mit denen vom Kiebitz.

Denn der Vogel ist mit seinem kecken Kopfgefieder zwar ein putziger Kerl, aber als Bodenbrüter eher unscheinbar, und er ist mit Verlaub auch kein begnadeter Sänger und erst recht ist der scheue Vogel nicht neugierig. Also, was soll der Blödsinn?
Es geht um die neuste Erwerbung vom Schwäbischen Verlag, erfährt der geneigte Leser aus der „Erfolgsstory“ ohne Autor. Das Bläddle „aus dem Hause der Biberacher Verlagsdruckerei“ gehört von nun an zum Monopol und plustert sich auf. Es ist kaum der Rede wert und dennoch bemerkenswert, dass nach dem Tod der Verlegerin der Biberacher Verlagsdruckerei, Hildegard Diederich, das Ravensburger Medienhaus sich mit dem „kibizz“ einen weiteren Mosaikstein in sein Monopol einfügt. Man sollte es wenigstens wissen, wenn man sich Gedanken über die oberschwäbische Medienlandschaft macht und sich die Frage stellt, wie Demokratie funktioniert, wenn ein Medienhaus die Berichterstattung monopolisiert. 

 

Autor: Roland Reck

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