BLIX Banner1

Heuneburg - Der Schauplatz war und ist unverbaubar. Die Übersicht über das Donautal mit Blick auf den Bussen im Osten und bei guter Sicht bis zu den Alpen im Süden war prädestiniert für „Wohnen mit Aussicht“ und Schutz vor Angriffen. Das war wichtig vor über 2500 Jahren, als die ersten Siedler sich auf der Plateaunase über der Donau zwischen dem heutigen Hundersingen und Binzwangen niederließen. Es war die Geburt einer Stadt und nach Meinung römischer Gelehrten die erste nördlich der Alpen. Sie nannten sie Pyrene und ihre Bewohner Kelten, die Kühnen, was nicht bedeutete, dass sie in den Augen der Römer nicht auch Barbaren waren. Was aber auch nichts daran ändert, dass die Heuneburg, wie die Siedlung heute profan genannt wird, nach Meinung von Historikern die „bedeutendste keltische Akropolis Europas“ war. In der Hallstattzeit im 6. Jahrhundert v. Chr. erreichte die keltische Stadt an der Donau ihre Blütezeit und war mit über 5000 Bewohnern weithin Siedlungs-, Wirtschafts- und Machtzentrum. Ein Fürstensitz. Der richtige Ort für das jährliche große Sommerinterview mit Roland Roth, schließlich braucht der Wettermann den freien Blick zum Himmel und die Freiheit der Gedanken. Die Fotografin Barbara Bucher hat ihn dabei als Kelte in Szene gesetzt.

 

DSC 8596

Es war ein herrlicher Sommerabend, der wie geschaffen war für das Fotoshooting mit Roland Roth auf der Heuneburg, wohin sich der Wetterexperte nicht per Pferd, aber per Drahtesel auf den Weg gemacht hatte. Foto: Barbara Bucher

 

Herr Roth, ich nehme an, Sie schweben immer noch auf ‚Wolke 7‘, egal wie’s Wetter ist: Ihre Eintracht macht’s möglich! Was ist los in Frankfurt? Ihr Urteil als Ultra-Fan.

Also, wenn sogar das hochwohllöbliche BLIX-Magazin in der Juni-Ausgabe erstmals ausführlicher über ‚meine‘ Eintracht berichtet, dann muss Außergewöhnliches passiert sein. Der erste internationale Titel seit 42 Jahren, Champions-League, in Lostopf A, am 10.  August der Supercup-Knaller gegen Real Madrid und Meister der Herzen. Noch ‚ne Frage?

 

Haben Sie den Frankfurter Höhenflug bisher unbeschadet an Geist und Seele überstanden?

Ich konnte das Spiel nicht vollständig anschauen. Während mein Freundeskreis im Garten der Wetterzentrale gefeiert und mitgefiebert hat, habe ich nach dem Gegentor in der 57. Minute mit einem kleinen Bier in der Hand Reißaus genommen und mich auf eine Bank am Waldrand gesetzt und dabei immer wieder mal aufs Smartphone geschaut. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich ja nicht, dass es in die Verlängerung und ins Elfmeterschießen geht. Durch das Geschrei meiner Gäste war ich aber eigentlich auch stets bestens informiert. Völlig dehydriert  und abgekämpft bin ich nach dem Schlusspfiff zurückgekehrt und habe mir bei einer Flasche Sekt das Spiel in der Nacht noch zweimal angeschaut. Um zehn Uhr morgens ging‘s dann erschöpft, jedoch mega glücklich ins Bett, in einen schwarz-weiß-roten Traum.

 

Und es geht gleich munter wieder los. Am ersten Spieltag der Bundesliga, am 5. August, kommen die Lederhosen aus München nach Frankfurt. Ein Auftakt, der in die Hosen gehen könnte – für wen?

Franzl Beckenbauer würde sagen: Schau‘n mer mal. Und zur Information, Herr Reck, werter Fußballlaie, die Frankfurter Eintracht hat neben dem BVB aus Dortmund die beste Bilanz gegen den Abo-Meister. In den 70er Jahren sind die Bayern mit vollen Hosen nach Frankfurt gefahren. Wir waren und sind mittlerweile wieder deren Angstgegner. Es sei nur an den 19. Mai 2018 erinnert, der Sieg im Pokalfinale oder an die 1:5-Klatsche der Münchner im November 2019 und der anschließenden Entlassung von Nico Kovac, unserem Ex-Trainer. Und im Vorjahr haben wir den ‚Übermächtigen‘ die erste Saisonniederlage beschert, dazu noch in deren Stadion. ‚Eintracht vom Main, nur du ...‘

 

Vielleicht noch ein Wort zu Mario Götze, den die Älteren unter uns ja noch kennen als ‚Zauberer von Rio‘. Wird der Weltmeister nun ‚der Joker vom Main‘, der das Tor zur Champions League aufschießt?

Ja, geht‘s noch, so was wissen Sie? Respekt! Wer ist ihr Whistleblower. Vielleicht die Gattin, die vom Fußball sicher mehr Ahnung hat als der BLIX-Chef. Aber die Frage ist berechtigt. Ich lasse mich mal überraschen. Unser Sportvorstand Markus Krösche und Oli Glasner, mein absoluter Wunschtrainer, wissen schon, was sie machen. Ganz spannend finde ich allerdings die beiden Neuzugänge Lucas Alario und Faride Alidou. Die passen in das von Glasner bevorzugte offensiv ausgerichtete Spielsystem. Und die Mischung aus erfahrenen älteren Spielern und jungen passt bestens.

 

DSC 0490

 

DSC 8631

Ob mit Kelten-Speer oder Eintracht-Schal, der Wettermann Roland Roth gibt immer alles. Fotos: Barbara Bucher

 

Und wenn wir schon so ausführlich über Fußball quatschen, obwohl ich nichts davon verstehe, wie Sie meinen – was fällt Ihnen zur Weltmeisterschaft in der Vorweihnachtszeit in Katar ein? Zuschauen oder nicht? Vor dem Fernseher darf man wenigstens noch sein Bier trinken, was in den Stadien, die mit Ausbeutung gebaut wurden, verboten ist.

Eigentlich nichts mehr. Es ist bereits alles gesagt und vielfach beschrieben. Hier geht es nur noch um Macht und Geld. Die Interessen der Fußballanhänger sind außen vor. Wie meistens bei der UEFA und nicht selten auch beim DFB, von den Menschenrechtsverletzungen in Katar ganz zu schweigen. Ich gebe aber zu, ich schau mir die Spiele der deutschen Nationalmannschaft im  Freundeskreis an. Wir kennen uns seit Jahrzehnten. In meinem Alter ist dieses Gemeinschaftserlebnis ein wahrer Genuss. Zumeist im Freien am Lagerfeuer und vor einer großen Leinwand mit einem frischen Bier und einer gegrillten Roten, Salate, Gemüse und Stockbrot. Dieses Mal halt bei Glühwein und einem Schokoladen-Nikolausi.

So schnell kommt man vom sportlichen Höhenflug zum politischen Absturz, wenn man sich die Weltlage anschaut. Wie meistern Sie den Spagat, ohne trübsinnig zu werden?

Wo anfangen und wo aufhören? Man kann sich dem allen natürlich nicht entziehen, obwohl ich als ausgesprochen politischer Mensch mich öfters dabei ertappe, wie ich die Nachrichten im (Fahrrad-) Radio oder im Fernseher ausschalte, weil es kaum mehr auszuhalten ist. Deshalb ist es gut, dass es auch noch Schönes und Erbauendes gibt: AC/DC, Cumulonimbus, Ronny und die gesammelten Erfolge der Eintracht auf Video.

 

Sie sind fleißig unterwegs, immer mit dem Fahrrad, und halten landauf, landab Vorträge über das Wetter und damit auch immer über das Klima. Denn Wetter ohne Klima gibt es nicht, hab’ ich gelernt. Und dabei wird es immer heißer. Wie reagieren Ihre ZuhörerInnen, wenn Sie auf die Klimakrise zu spreche kommen? Geht es Ihnen wie Kassandra, die nicht gehört wurde, oder wissen die Menschen inzwischen, um was es geht?

Ich habe seit 1982 über 500 Vorträge zum Klimawandel, dessen Auswirkungen und Gefahren gehalten. Bereits vor vierzig Jahren habe ich das, was der Klimarat von ein paar Monaten veröffentlicht hat, in den Grundzügen thematisiert, dokumentiert in zahlreichen Presseveröffentlichungen und Radiobeiträgen. Es macht mich mürbe, wenn ich sehe, dass sich an dem Mobilitätsverhalten, neben Energie und Industrie, Lebensweise und Konsumverhalten, der Ernährung und der Landbewirtschaftung eine der entscheidenden Stellschrauben, so gut wie nichts getan hat. Baden-Württemberg hat im Vorjahr - trotz Corona - die höchste Motorisierungsrate verzeichnet. Dabei lässt uns der Klimawandel definitiv keine Zeit mehr. Es muss sofort und umgehend gehandelt werden. Was den Golfstrom, die Permafrostböden, die Ozeane und deren CO²-Aufnahmepotenzial, das Schmelzen der großen Eiskappen auf Grönland und in der Antarktis anbelangt, sind wir bereits im äußerst kritischen Grenzbereich. Und der Jetstream, der Motor unseres Wettergeschehens hat den Kipppunkt längst überschritten, wie die Trockensommer 2018 und in diesem Jahr, aber auch die Wassermassen im vergangenen Jahr nachdrücklich zeigen. Die Beharrlichkeit der Witterung hat eindeutig zugenommen. Es geht nicht mehr nur um die für alle sichtbaren Wetterextreme wie Sturm, Dürre, Überflutungen, Hagel, verheerende Spätfröste u.v.m., die nachweisbar verbreiteter, stärker und folgenschwerer auftreten als früher, es geht um eine grundlegende Änderung der klimatischen Verhältnisse auf der Erde, um die Verschiebung ganzer Klimazonen. Und die Zeche dafür zahlen wir alle! Der Klimawandel lässt grüßen, selbst die, welche den Ruf nicht hören wollen. Nachhaltig, regional, dezentral und autark sind für mich fundamentale Prämissen, nach denen ich mein Leben ausrichte und die mit Sicherheit die Lebensqualität nicht mindern, ganz im Gegenteil.

 

Heuneburg2

Morgenstimmung über der Heuneburg. Die Kelten hatten gut gewählt: Der Blick nach Osten ging weit über die Donau. Foto: Marion Friemelt

 

Bei unserem letzten Sommerinterview vor einem Jahr haben wir uns nicht träumen lassen, dass ein halbes Jahr später in Europa Krieg herrscht. Der Krieg in der Ukraine und seine Folgen beherrschen die Agenda. Der grüne Wirtschaftsminister Habeck ruft schon mal den Notstand aus, erfüllt er damit endlich auch die Forderungen der Kids von ‚Friday for Future‘ und anderen Klimaschützern oder geht der Klimaschutz im Kriegsgetümmel unter?

Das ist die Lachnummer schlechthin. Habeck fordert die Leute auf, den Duschkopf zu wechseln und das Gefrierfach abzutauen. Dabei schaffen es die derzeit Regierenden und politisch Verantwortlichen noch nicht einmal, ein Tempolimit auf Autobahnen einzuführen, mit dem ein Vielfaches der oben genannten Maßnahmen in Sachen Energieeinsparung und Klimaschutz erreicht werden würde. Wir sind eines der allerletzten Länder dieser Erde - selbst für die autoaffinen US-Amerikaner ist dies kein Problem - ohne eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Autobahnen. Ein Anachronismus, erst recht in Zeiten des Klimawandels. Plötzlich gibt es für die Grünen und die SPD weitaus Wichtigeres, klar: Duschköpfe, Gefrierfächer, Thermostate ...
Die große Politik produziert ohnehin viel heiße Luft. Bestes Beispiel sind die öffentlichkeitswirksam inszenierten Klimakonferenzen, bei denen ein Tross von Abertausenden um die ganze Welt gekarrt wird, um letztendlich  eine Vielzahl von Absichtserklärungen zu verkünden und Besserung zu versprechen. Ökologischer Ablasshandel!

 

Während dieses Interview entsteht, beschert uns ‚Hoch Josef’ heiße Tage. Hochsommer eben oder nicht? Ich habe den Eindruck, dass uns dieser Sommer bisher in Oberschwaben freundlich gesinnt ist, trotzdem gibt es bereits im Landkreis Ravensburg eine eklatante Wasserarmut mit behördlichen Verbotsmaßnahmen. Täuscht mich mein Eindruck oder wie kommt‘s?

Ja, der Eindruck täuscht und zwar gewaltig. Ende Juli war der Pegel des Bodensees nur noch wenige Zentimeter vom historischen Tiefststand für diese Jahreszeit entfernt. Die Gletscher in den Alpen liegen seit Mitte/Ende  
  Juni blank, das heißt, ihnen fehlt die schützende Schneedecke. Die Glaziologen rechnen damit, dass die Alpengletscher allein in diesem Sommer um fünf Prozent ihrer Masse verlieren werden. Und das große Tauen geht weiter. Der Gletscherbruch unterhalb des Marmolatas in den Dolomiten mit elf Todesopfern hat die Gefahrenpotenziale aufgezeigt.
An der gemittelten Summe der Niederschläge hat sich in den letzten 50 Jahren nichts Wesentliches verändert, deren zeitliche Abfolge und Intensität dagegen signifikant. Auf Starkregenereignisse, wie beispielsweise vom 30. Juni auf den 1. Juli, bei denen das Wasser rasch wieder abfließt, folgen ausgeprägte, teils über Monate hinweg anhaltende Trockenperioden, so 1983, 2003, 2008 und 2018 und eben auch in diesem Jahr. Zudem ist die Verdunstungsrate durch die höheren Temperaturen, den zunehmenden Wind und eine verstärkte Sonneneinstrahlung mit geringer Luftfeuchtigkeit deutlich höher als vor zwei, drei Jahrzehnten. Und all diese Parameter, die heuer besonders stark ausgeprägt sind, führten zu der für viele augenscheinlich nicht sofort erkennbaren Gefahr. Die direkt davon Betroffenen sehen dies naturgemäß anders und für nicht wenige davon ist der Wandel des Klimas existenzbedrohend.
Aber in einem muss ich Ihnen recht geben. Im südöstlichen BLIX-Land, so vom westlichen Bodensee, über das südliche Oberschwaben und das Allgäu hinweg bis nach Südschwaben hält sich die Dürre zumeist in Grenzen, auch schon in früheren Jahren, weil hier immer wieder Regenschauer und Gewitter für das dringend benötigte Nass sorgen.

 

DSC 0723

Mit Sicherheit kannten sich die Kelten mit dem Wetter aus. Foto: Barbara Bucher

 

Sie verweisen häufig auf den Verkehr als größte CO2-Schleuder und fordern eine Verkehrswende, um effektiv der Klimakrise entgegen zu steuern. Sie sind beziehungsweise waren Lehrer, und Lehrer wissen bekanntlich alles (besser). Bitte erklären Sie mir, wie es gehen soll, dass eine tragende Säule für die Mobilität der Zukunft ‚grüner Wasserstoff‘ sein soll, wofür man enorm viel Strom UND Wasser benötigt. Strom, den es (noch) nicht gibt, und Wasser, das bereits in Mitteleuropa und weltweit knapp wird. Ist das nicht der nächste geplante Irrsinn?

Verkehrswende heißt für mich, weg vom motorengetriebenen Individualverkehr. Ob mit Strom oder Wasserstoff betrieben, klimafreundlich oder gar klimaneutral ist das nicht. Es sei nur mal an die Produktion der Vehikel erinnert, die ohnehin 95 Prozent ihres Daseins ungenutzt herumstehen und in den Städten viel Platz in Anspruch nehmen, den man weitaus besser nutzen könnte. Von den Belastungen der unmittelbaren Straßenanrainer und dem immensen Flächenverbrauch ganz zu schweigen. 

 

Herr Roth, wie wird’s Wetter – gerne für die nächsten zwei Monate, denn BLIX macht Sommerpause?

Ach, der Herr ist urlaubsreif, man schwächelt. Zu Ihrer Kenntnis: In den vierzehn Tagen um den 27. Juni, den Siebenschläfertag, herum entscheidet sich häufig der weitere Verlauf des Sommers. Und da es in dieser Zeit vorwiegend schwül-warm bis heiß war mit erhöhter Schauer- und Gewitterneigung, kurzzeitig allerdings auch mal frischer, dürfte dies wohl grob gesehen der Fahrplan für die kommenden Wochen sein. Aber Wetter lehrt Demut! Denn Prognosen sind der ab und an vergebliche Versuch, das Unberechenbare vorhersehbar zu machen.

 

Heuneburg1

Wohnen mit Aussicht: Vor sich die Donau, die Verkehrsachse war, und am Horizont der Bussen. Foto: Günther Bayerl

 

INFO: Die Kelten

Zeit der Kelten war die Eisenzeit von 800 v. Chr. bis zur Zeitenwende. Ihren Namen, der „die Tapferen“ oder „die Edlen“ bedeutet, verdanken sie den alten Griechen. Die direkte Tradition der keltischen Kultur endete um 50 v. Chr. nach dem Sieg der von Julius Caesar angeführten römischen Legionen über die den Kelten zugerechneten Gallier. Entsprechend beruht das traditionelle Bild von den Kelten auf Berichten römischer Geschichtsschreiber. Caesar selbst spricht von Feldzügen im „Barbarenland“. Wilde Muskelprotze mit zur dichten Mähne gesträubtem Haar sollen durch fürchterliche Greueltaten bis hin zum Kannibalismus Angst und Schrecken verbreitet haben.
Ein Volk in klassischem Sinn sind die Kelten nie gewesen. Vielmehr muss man sich eine durch gemeinsame Kultur und Sprache vereinte Vielzahl von Stämmen vorstellen. Von England über Mitteleuropa bis nach Anatolien verbreitet, gingen die Kelten um die Zeitenwende unter. Nur auf den peripheren britischen Inseln konnte sich ein Keltenbewusstsein erhalten.
Herodot, antiker griechischer Gelehrter, schrieb im 5. vorchristlichen Jahrhundert von einer Stadt namens Pyrene, die in der Nähe des Donau-Ursprungs im Land der Kelten liege. Damit könnte die Heuneburg gemeint sein. Hierzulande waren die Kelten ein Bauernvolk, lebten vom Ackerbau und als Viehzüchter. In der Landwirtschaft waren sie bahnbrechend, zum Beispiel durch Züchtung des Roggens oder durch die Erfindung der großen eisernen Sense. Überdies waren die Kelten auch fähige Handwerker, was sich auch im Kunsthandwerk wiederfand und wovon die reichhaltigen Grabbeigaben zeugen.
Nach der Zerstörung der Stadt um 470 v. Chr. durch einen verheerenden Brand wurde die Siedlung aufgegeben, wodurch es zu keiner Überbauung und Zerstörung der keltischen Überreste kam. So ist die Heuneburg für Keltenforscher eine reichhaltige Fundgrube. Rund 50 Grabhügel soll es rund um die Heuneburg geben.

 

Heuneburg3

Keltische Frauen bei der Arbeit, die Kelten waren geschickte HandwerkerInnen. Foto: Nadine Bäumler

 

Die Staatlichen Schlösser und Gärten, zuständig für eine Vielzahl an Burgen, Schlösser und Klöster im Land, verantworten seit 2020 auch den Betrieb der Heuneburg, wo Besucher eine Reihe von rekonstruierten Bauten und ein Stück der Außenmauer mit dem Wehrgang besichtigen können. Führungen werden angeboten. Weitere Details der Keltenwelt lassen sich noch im Keltenmuseum im nur wenige Kilometer entfernten Hundersingen finden. Geplant ist die Zusammenführung der beiden Museen zu einer Keltenerlebniswelt bei der historischen Stadt Pyrene. (hh)

www.heuneburg-pyrene.de
www.heuneburg.de
www.verein-keltenwelten.de

 

Autor: Roland Reck

 

Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben!

­