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Ausweis der Bürgerkultur des 19. Jahrhunderts

Historische Portraits ergänzen Sammlung des Museums im Bock



Foto: Stadt Leutkirch
Bei der Übergabe der zwei Gemälde: Kunsthistorikerin Dr. Alexandra Fesseler, Stadtarchivarin Nicola Siegloch, Prof. Dr. Susanne Renner und OB Hans-Jörg Henle (von links nach rechts) freuen sich über die Bereicherung der Sammlung im Heimatmuseum.

Leutkirch – Zwei bedeutende Porträts des Stuttgarter Malers Franz Seraph Stirnbrand bereichern künftig das Museum im Bock. Ein Stück Bürgerkultur des 19. Jahrhunderts kehrt damit heim.

Schenkung von Prof. Dr. Susanne Renner

Ein kunst- und heimatgeschichtlich wertvolles Geschenk hat die emeritierte Münchner Botanik-Professorin Dr. Susanne Renner dem Museum im Bock gemacht. Sie überlässt der Stadt Leutkirch zwei wertvolle Portraits von Franz Seraph Stirnbrand (um 1788 – 1882). Sie zeigen den Leutkircher Bürger Andreas Uhland (1814 bis 1857) und seine Ehefrau Sophie Wilhelmine geb. Hörner (1808-1846).

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Eigens aus USA angereist

Dr. Susanne Renner, zu diesem Anlass eigens aus ihrem Wohnsitz in St. Louis/USA angereist, übergab die beiden Portraits bei einer Feierstunde im kleinen Kreis im Museum im Bock an die Stadt Leutkirch. Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle bedankte sich bei Dr. Renner. Die beiden Portraits seien eine wertvolle Bereicherung für das Leutkircher Museum mit engem Bezug zur Geschichte der Stadt. Dr. Renner barg die beiden Portraits aus dem Nachlass ihrer Eltern. Sie gab sie zu einer Restauratorin. Die Mäzenin beteiligte sich an der Reinigung und Restaurierung der Bilder und schenkte sie nun der Stadt Leutkirch. „Die Bilder gehören hierher“, sagte sie.

Erläuterungen von Dr. Alexandra Fesseler

Als „Zeugnisse gelebter Bürgerlichkeit in Leutkirch im 19. Jahrhundert“ bezeichnete Kunsthistorikerin Dr. Alexandra Fesseler die Gemälde und würdigte den Maler: „Stirnbrand war im 19. Jahrhundert über 40 Jahre lang der bedeutendste Portraitmaler in Stuttgart. Die Karriere von Franz Seraph Stirnbrand (um 1788 – 1882) nehme sich umso erstaunlicher aus, wenn man bedenkt, dass er als Findelkind in einer Pflegefamilie aufwuchs und das Zeichnen und Malen autodidaktisch lernte. Stirnbrand genoss keine akademische Ausbildung, er absolvierte aber eine Lehre als Zimmer- und Dekorationsmaler. Als Künstler mit Geschäftssinn erkannte er, dass es in Stuttgart einen großen Bedarf an Portraits gab. Mehr als 1000 Arbeiten sind im Werkverzeichnis aufgeführt, darunter auch die Portraits des Leutkircher Goldschmieds Andreas Uhland und seiner Frau Sophie Wilhelmine. Dr. Fesseler bezeichnete Stirnbrand als einen „Künstler, der noch heute eine große Wertschätzung genießt, nicht nur in bürgerlichen Sammlerkreisen, sondern vor allem beim Adel“. Ein Lebemann und eine charismatische Persönlichkeit muss er wohl auch gewesen sein. Er genoss sein Leben im weitgehend protestantischen Stuttgarter Großbürgertum, das ihm die Anerkennung nicht verweigerte. Und das, obwohl er mit österreichischem Akzent sprach und auch noch katholisch war.

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Erstaunlich: Ein Auftrag aus Leutkirch

Umso erstaunlicher, dass ein Bürger aus dem abgelegenen Leutkirch den berühmten Portraitisten beauftragte. Die Bilder von Andreas Uhland und seiner Frau Wilhelmine entstanden wohl 1838 aus Anlass ihrer Vermählung, hat Stadtarchivarin Nicola Siegloch recherchiert. Sie stellte den portraitierten Geschäftsmann und seine Familie vor. Andreas Uhland war von Beruf Goldschmied. 1834 erbte er von seinem Großvater, dem Stadtpfleger Abraham Wagenseil, „ein dreistöckiges Wohnhaus mit Scheuer und Anbau in der oberen Vorstadt an der Landstraße zwischen Caspar Keller, Messerschmid und dem Eschach Fluss“ In diesem Gebäude Nr. 220 (Wangener Str. 2/4) lebte und arbeitete Andreas Uhland ab 1835. Andreas Uhland hatte mit Sophie Wilhelmine Hörner insgesamt sieben Kinder, wobei drei Kinder bei der Geburt oder kurz danach starben. Kurz nach der Tot-Geburt des siebten Kindes starb im November 1846 auch Sophie Wilhelmine. Sie war 38 Jahre alt.

Eine alte Leutkircher Familie: die Uhlands

Der Stammbaum der Familie Uhland reicht in Leutkirch bis in die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts zurück, berichtete Stadtarchivarin Nicola Siegloch. Noch heute leben in Leutkirch Nachfahren der Familie. Eine von ihnen ist Hannelore Cariot. Sie erfreute sich gemeinsam mit ihrem Bruder bei der Übergabe der Bilder an dem frisch renovierten Portrait ihres Ur-Urgroßvaters Andreas Uhland.

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