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Bericht von Julian Aicher

Der große Leutkirch-Abend



Foto: Julian Aicher
Regierungspräsident Klaus Tappeser würdigte am Freitag die Diepoldshofer Künstlerin Dorothea Schrade.

Leutkirch – Am vergangenen Freitag feierte sich die Große Kreisstadt Leutkirch quasi selbst. Ein erfolgreicher Oberbürgermeister wurde für seine dritte Amtsperiode verpflichtet, eine weit über Leutkirch hinaus bekannte Künstlerin wurde vom eigens von Tübingen gekommenen Regierungspräsidenten mit der hochrangigen Staufer-Medaille dekoriert, der neue Leutkircher Finanzbürgermeister wurde vereidigt und ein verdienstvoller Ortsvorsteher, eine verdienstvolle Ortsvorsteherin wurden verabschiedet. Dazu gab es die Klänge der Leutkircher Stadtkapelle, die am Schluss den „Leutkircher Festmarsch“ intonierte, komponiert von Franz Watz. Die Bildschirmzeitung hat rasch Bilder von dem großen Fest eingestellt (Link zur Bildergalerie am Ende dieses Artikels). Hier Teil 1 der Berichterstattung unseres Reporters Julian Aicher; die Verabschiedung von Alois Peter (Ortsvorsteher von Herlazhofen) und Renate Falter (Ortsvorsteherin von Reichenhofen) ist in einem separaten Artikel beschrieben.

„Am Gelingen orientiert”

Freitagabend, 27. September, kurz nach 20.00 Uhr in der Festhalle Leutkirch. Öffentliche Feierstunde zur amtlich-offiziellen Verpflichtung von Hans-Jörg Henle für weitere acht Jahre als Oberbürgermeister von Leutkirch. Anschließend hielt das frisch bestellte Stadtoberhaupt eine Rede.

Nach städtischem Kalender war der Freitagabend in der Festhalle zunächst eine Gemeinderatssitzung. Mit allerhand Musikkönnern auf der Bühne. Henle betonte, es sei eher außergewöhnlich, „dass die Stadtkapelle bei einer Gemeinderatssitzung spielt”.  Nach seiner feierlichen Verpflichtung durch Tübingens Regierungspräsident Klaus Tappeser legte Henle dann einige Grundsätze seines (kommunal-)politischen Denkens und Handelns dar.

Ein weites Blickfeld. Als einer, der im Kreistag zur CDU-Fraktion gehört, überraschte Leutkirchs Oberbürgermeister mit den Worten eines Denkers, den vor allem „linke” politische Kräfte erwähnt hatten: Jean-Paul Sartre. Von diesem französischen Philosophen stammt der Satz: „Wenn ihr eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen, werdet ihr sie brauchen, um zu weinen.” Aus vielen Rathäusern sei die Bundesregierung lange angemahnt worden, genauer hinzusehen auf die Belastungen durch Aufnahme von Flüchtlingen vor Ort. Da habe man in Berlin zu lange weggeschaut. Weshalb heute nicht wenige ihre Augen trockenreiben, wenn sie an jüngste Wahlergebnisse in Ostdeutschland denken.

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Henle zeigt sich als Optimist

Anderseits stellte Hans-Jörg Henle klar: „Ich bin sehr optimistisch, dass wir gemeinsam wieder vieles erreichen werden.” Sei es doch in den letzten Jahren in Leutkirch gelungen, die Zahl der Arbeitsplätze um 50 Prozent zu steigern, die Gewerbesteuer-Einnahmen zu verdreifachen, die Kindergärten erkennbar stark auszubauen und „Beachtliches” beim Klimaschutz zu leisten. Stichwort: Fernwärme.

Seinen Optimismus begründete Leutkirchs alter und neuer OB dann auch wissenschaftlich. So habe der Nobelpreisträger und Wirtschaftswissenschaftler Daniel Kahnemann entdeckt: „Glückliche Menschen erzeugen eine Kultur, in der Produktivität und Wohlstand steigen und damit die Lebenszufriedenheit des Einzelnen.” Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle empfahl deshalb in seiner Rede am Freitagabend in der Festhalle, „Optimismus und Zuversicht zur Grundlage unserer Arbeit (zu) machen”. Denn: “Glück bedeutet oft nur, dass man sich für Glück entscheidet.” Dann sei vieles „am Gelingen orientiert”. Nach langem Applaus für diese Ansprache verneigte sich Henle vor dem Publikum – und trank erkennbar glücklich einen Schluck Wasser.

Staufermedaille für Dorothea Schrade

Ein weiterer zentraler Punkt in der festlichen Gemeinderatssitzung war die Würdigung der in Diepoldshofen ansässigen Künstlerin Dorothea Schrade. Regierungspräsident Klaus Tappeser (Tübingen) lobte das, was sie alles erschaffen hat, als „ein wirklich tolles Werk”. Da mache es „einfach Spaß”, einer so vielseitigen Frau die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg zu überreichen. In seiner Lobesrede auf Dorothea Schrade zeichnete  der Regierungspräsident den Lebens- und Berufsweg der 80-jährigen Künstlerin und Galeristin nach, die zuerst eine Ausbildung als Hauswirtschafterin, dann als Schreinerin gemacht hat. Künstlerische Ausbildungs- und Studien-Stationen folgten; heute ist sie eine anerkannte Malerin. Über Mochental und Uigendorf nahe der Oberen Donau zog sie über Kißlegg und Wangen nach Diepoldshofen. Diesen Ort bereichert sie seither mit ihrer Galerie, ihrer gastfreundlichen Wohnung und ihrem Mal-Atelier.

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„Wie die Bundesjugendspiele”

Damit nicht genug machte sich die umtriebige Netzwerkerin für viele Künstlerinnen stark. Auch mit ihren europäischen (Sommer-)Akademien in Diepoldshofen. Und als Galeristin in Mochental, Uigendorf und schließlich Diepoldshofen. Die so geehrte Dorothea Schrade nahm’s am Freitagabend sowohl sichtlich gerührt als auch humorvoll. Sie sagte dabei, die Verleihungsurkunde zur Staufermedaille erinnere sie an die Teilnahmebestätigung für die „Bundesjugendspiele”. Da hatte Schrade die Lacher in der Halle auf ihrer Seite. Und dann langen Applaus. 

Klaus Tappeser hat übrigens schlagfertig geantwortet: “Das ist eine Ehrenurkunde.”

„Optimales Rüstzeug”

Letzter Punkt in der feierlichen Sitzung war die Verpflichtung von Professor Daniel Gallasch als Ersten Beigeordneten der Großen Kreisstadt Leutkirch. Gallasch wacht ab jetzt über die Gelder im Rathaus. Als ehemaliger Kämmerer der Stadt Weingarten und als Professor für Kommunales Wirtschaft- und Abgabenrecht an der Hochschule Ludwigsburg bringe Gallasch dafür das optimale Rüstzeug für diese wichtige Aufgabe mit. So OB Henle.

Kurz und klar: Über Daniel Gallasch in Leutkirch berichten zu wollen bedeutet „Eulen nach Athen tragen“. Die Bildschirmzeitung hat’s schon öfters getan. Zum Beispiel hier: 

https://www.diebildschirmzeitung.de/allgaeu-oberschwaben/leutkirch/100-prozent-fuer-daniel-gallasch-69587/

https://www.diebildschirmzeitung.de/allgaeu-oberschwaben/leutkirch/ein-gluecksgriff-69727/

Viele Informationen zu Daniel Gallasch also schon bis jetzt in der Bildschirmzeitung.
Julian Aicher

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Bericht über die Verabschiedung von Alois Peter und Renate Falter separat (siehe Link)

Unter „Lesen Sie hierzu auch …“ finden Sie viele Bilder zum großen Leutkirch-Abend.

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