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Das Juli-Blatt von Bernd Mauchs Alt-Kißlegg-Kalender

Das Strandbad am Obersee in Kißlegg gibt es seit weit über 100 Jahren



Foto: BM
Das Strandbad am Kißlegger Obersee vor Alpenkulisse. Ansicht von 1960.

Kißlegg – Das Juli-Blatt Juli seines Alt-Kißlegg-Kalenders widmet Ortsheimatpfleger  Bernd Mauch dem Strandbad am Obersee. Er schreibt:

Das Strandbad 1926.

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Um 1934.

1942.

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1942. Der Krieg war im Sommer 42 sehr weit weg.

Das DLRG-Rettungsboot 1958.

Das neuerbaute Warmbad im Jahr 1970.

Das Warmbad 1973.

Temperaturanzeige 1974. Emailletafel mit Anschreibfläche.

Der Obersee – 25 Hektar groß – entstand vor rund 16.000 Jahren gegen Ende der Würmeiszeit. Er wird seit Jahrhunderten als Angelgewässer, in neuerer Zeit aber hauptsächlich auch als Badesee genutzt.

Begünstigt durch die flache Randlage und ein großflächiges Rasengrundstück als Liegewiese wird er über die warme Jahreszeit, also von Mitte Mai bis Mitte September, alljährlich von vielen Tausend Besuchern frequentiert. Schon Ende 19. Jahrhundert wurden für die Badegäste große hölzerne Badehütten mit Umkleidekabinen errichtet, denen bald darauf auch ein Kiosk folgte. Auf dem Gelände wurden Sportgeräte und Sandkästen für die Kinder gebaut; in den See ragte eine lange Rampe, die als Sprungturm genutzt wurde.

Im hinteren Teil des Geländes wurde ein Anlegeplatz für Ruderboote errichtet. Die Ruderboote konnte man dann stundenweise mieten, um über den See zu fahren. Weiter draußen auf dem See waren einzelne Holzfloße zu finden, auf denen sich müde gewordene Schwimmer ausruhen konnten. Das Strandbad bot Freizeitvergnügen pur und Familien und Kinder verbrachten ganze Tage am See.

In der Zeit um 1948 wurde 50 Meter im See ein moderner Sprungturm mit 1-Meter-Brett und 3-Meter-Brett errichtet und etwa zeitgleich war dann eine Betreuung durch Bademeister vor Ort; die Aufsicht wurde ab 1956 von der DLRG-Ortsgruppe Kißlegg mit ihren Mitgliedern unterstützt, die mit  einem Rettungsboot vor Ort war.

Die hölzernen Badehütten wichen modernen Umkleidekabinen mit Duschen und WCs, der Bademeister bekam einen schönen Kiosk, aus dem heraus er Eintritt verlangte und Eis und Süßigkeiten verkaufte. Außen am Kiosk war eine Emailtafel von Nivea angebracht, auf der die Wassertemperatur des Obersees (und später auch des Warmbeckens) angeschrieben war.

Das Becken wurde 1969 gebaut

1969 wurde ein beheiztes 25-Meter-Warmbecken angelegt. In den folgenden Jahren wurde auch ein Strandcafé erbaut, das allerdings nach einem Brand in den 80er-Jahren nie mehr aufgebaut wurde. An dessen Stelle steht heute ein großer Kiosk mit Pavillon. 2010 wurde neben dem Kiosk ein großes Kinderbecken angelegt, um auch den Kleinsten ein besonderes Badevergnügen zu bieten.

Das Badevergnügen im Kißlegger Strandbad ist bis heute ungebrochen und das Strandbad wird alljährlich von 40.000 bis 50000 Gästen aus nah und fern besucht. 

Das Kalenderblatt Juli 2025. Restposten des Kalenders können direkt bei Bernd Mauch (Albert-Schweitzer-Weg 1, 88353 Kißlegg, Tel. 07563 / 31 51) bezogen werden.

Text: Bernd Mauch

Alle Bilder entstammen dem Archiv von Bernd Mauch




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