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Regierungspräsidium stellte Überlegungen im Gemeinderat vor

Bahnunterführung könnte 2031 kommen



Foto: Julian Aicher
Die Beseitigung des Bahnübergangs war Thema der Gemeinderatssitzung am 12. November.

Kißlegg – Mittwochabend, 12. November, ab 17.00 Uhr. Im Esthersaal des Neuen Schlosses Kißlegg hört der Gemeinderat rund zwei Stunden den Ausführungen des Regierungspräsidiums Tübingen zu. Thema: die geplante Unterquerung der Bahnstrecke an der Schlossstraße Richtung Immenried.

Am Verwaltungs-Tisch (und drumrum) hatten mehrere Leute Platz genommen. Alle als fachliche Begleitung von Bettina Wöhrmann vom Regierungspräsidium Tübingen.

„Wir warten schon lange”, fasste CDU-Fraktionsvorsitzender Christoph Dürr gegen Ende der ausführlichen Schilderungen zusammen. Bürgermeister Krattenmacher bekannte, „dass das Ganze elend lang dauert.”  Das liege etwa daran, „dass wir in einer komplizierten Welt leben”. Also einer, in der zum Beispiel das Fronleichnamshochwasser 2024 Änderungen an der Planung nahelegte.

„Bauwerke und Brücken sind ein heißes Thema.” So Bettina Wöhrmann vom Regierungspräsidium. Es gehe nicht darum, „dass wir einfach eine Brücke bauen”. Unter anderem dann nicht, wenn ein Abwassersammler unter dem geplanten Brückenbereich zu berücksichtigen sei. Oder vergleichsweise hoch stehendes Grundwasser oder Hochwasser. 20 Meter tief müssten deshalb Pfähle in den feuchten Untergrund gerammt werden. So seien „die Planungen noch einmal überprüft” worden, berichtet Wöhrmann.

Laut Planung dürften dann „Grundwasserwannen” unter dem ganzen Bereich dafür sorgen, dass das Nass im und auf dem Erdreich die Neubauten nicht wirklich bedroht. Nach langen Gesprächen und Überlegungen sei man übereingekommen, die Fahrstraßen dort mit 2,50 Meter breiten sogenannten „radfahrerfreien” Gehwegen zu ergänzen. „Die sind breit genug”, betonte Straßenplaner Harald Scheuer vom beratenden Ingenieurbüro, dass dort auch geradelt werden kann. Bürgermeister Dieter Krattenmacher erläuterte den Begriff „radfahrerfrei“; wer dort radle, müsse rücksichtsvoll vorsichtig vorankommen – oder für schnelles Flitzen die gewöhnliche Fahrstraße nutzen.

Wie viele Autos und LKW sind zu erwarten? Diplomingenieurin Heike Merkle wies auf „14 Knotenpunkte im Gemeindegebiet” hin. Dort habe ihr Ingenieurbüro Verkehrszählungen durchgeführt. Ergebnis: 505 Fahrzeuge rollen zwischen 7.00 und 8.00 Uhr in Richtung Ortsmitte Kißlegg. Abends von 17.00 bis 18.00 Uhr seien dann 563 unterwegs.

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Für 2028 wird der Baufestellungsbeschluss erwartet

Für das ganze Vorhaben wird „2028 ein rechtskräftiger Baufestellungsbeschluss” erwartet, erklärte Bettina Wöhrmann vom Regierungspräsidium. Dann dürften etwa dreieinhalb Jahre Bauzeit folgen. Der Verkehr werde dabei unter anderem über den Bereich Rinninger und die Emmelhofer Straße umgeleitet.

„Sehr gut, Frau Wöhrmann”, lobte CDU-Fraktionschef Dürr. Markus Salger (SPD) wissen, ob ein beachtlicher Teil des Verkehrs aus Richtung Wolfegg (und dorthin) während der Bauzeit auf die Nebenstraße über St. Anna ausweiche. Worauf Bürgermeister Krattenmacher versicherte: „Den Gehweg dort hätten wir schon gern bis dahin.” Zu schützen sei auch das „wirklich großartige” Aufkommen an Kreuzottern im vorgesehenen Baustellenbereich. Denn: „Das ist wirklich ein Reichtum.” Daniel Kant (CDU) sprach wohl vielen aus dem Herzen, als er in Richtung Verwaltungstisch appellierte: „Jetzt machet was Gscheits.”
Julian Aicher




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