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Elternprotest

Eine Mutter beklagt die Verschlechterung einer Busverbindung für Grundschüler



Isny – Montagabend, 15. Dezember. Der Gemeinderat kommt im Sitzungssaal des Rathauses Isny zusammen. Einer der ersten Tagesordnungspunkte: die Bürgerfragestunde. Dabei beklagte Sabrina de Kruyff schlechtere Busverbindungen für Schulkinder seit Montag, 15. Dezember. Die Mutter zweier Grundschulkinder spreche da „für viele Eltern”.

Sabrina de Kruyff (Bild) lebt im Neubaugebiet Mittelösch. „Wie immer mehr Eltern”, sagt de Kruyff. Spätestens seit Montag, 15. Dezember, wirke der Omnisbusverkehr für ihre sechsjährige Tochter zur Grundschule kaum noch zumutbar. Seitdem fahre nämlich die Kreisbuslinie S 95 (Leutkirch-Isny) nicht mehr vom Mittelösch zur Grundschule.

Doch auch schon zuvor sei der Busverkehr für ihre Tochter nicht immer zuverlässig gewesen, sagt de Kruyff. Einmal habe das Gefährt einen veränderten Weg gewählt. Das Kind sei dann an der falschen Haltestelle gelandet. Die Polizei sei um Mithilfe bei der Suche des Mädchens gebeten worden.

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„Ich habe das Gefühl, dass da niemand Verantwortung übernimmt”

Als kaum noch zumutbar erweise sich das Ganze jetzt aber. Wegen keiner Linie S 95 des Kreis-Busverkehrs zwischen dem Mittelösch und der Grundschule. Sabrina de Kruyff: „Seitdem haben wir den Salat.” Sie habe sich deswegen zuerst bei der Stadt Isny erkundigt. Von dort sei sie ans Landratsamt Ravensburg verwiesen worden. Dort habe sie wiederum erfahren, dass der zuständige Sachbearbeiter „erst nächstes Jahr” wieder ansprechbar sei. 

Es bestehe kein Anspruch auf Bustransport, hörte die Mutter bei der Stadt Isny. Die Kinder könnten auch zu Fuß zur Schule gehen. Im Fall de Kruyff 2,7 Kilometer. Sabrina de Kruyff: „Ich habe das Gefühl, dass da niemand Verantwortung übernimmt.” So der Eindruck der jungen Mutter auf Nachfrage der Bildschirmzeitung.

Bürgermeister Rainer Magenreuter bekannte am Montagabend im Gemeinderat: „Die aktuellen Probleme, die kenne ich erst seit heute.” Marion Kolb, Sachbearbeiterin Kinder, Jugend, Familie bei der Stadt Isny und dort auch “Mobilitätszentrale und DB-Agentur Isny: „Wir hatten größte Probleme, überhaupt Busse zu finden.” Nicht zuletzt für das neue S-95-Angebot der Kreisbuslinien „hätten wir gerne eine bessere Lösung”. Bürgermeister Magenreuter betonte am Montagabend: „Wir bedauern das sehr.”

Auf Anfrage der Bildschirmzeitung teilte Landratsamtspressesprecherin Selina Zembrodt am Dienstagnachmittag (17. Dezember) mit: „Die Beförderung von Schülern innerhalb der Stadt ist grundsätzlich die Aufgabe der Stadt Isny. Für die uns betreffende Regionalbuslinie S95 kann ich Ihnen folgendes mitteilen: Die S95 hat die Aufgabe eine schnelle, direkte und attraktive Verbindung für Pendler zwischen Isny und Leutkirch zu schaffen. Durch die Umorganisation konnte eine zusätzliche Verbindung von Isny nach Leutkirch um 8.20 Uhr erreicht werden. Fahrgäste haben hier auch die Möglichkeit, Zuganschlüsse zu erreichen. Leider ist jetzt die zusätzliche Fahrt zur Grundschule nicht mehr möglich, da der Bus den Fahrplan sonst nicht mehr einhalten kann. Diese Fahrt war sowieso nur temporär vorgesehen, bis die genannte Verbindung von Isny nach Leutkirch eingerichtet werden konnte. Die Stadt Isny war über diesen Umstand informiert.”

Grundschülerin-Mutter Sabrina de Kruyff aus Isny hält derweil fest: „Wir glauben nicht, dass wir da zu viel verlangen.”. Denn zu Fuß wirke der Weg für die kleinen Kinder sehr weit. Und Fahrradfahren sei in Isny eher gefährlich. Ein verlässlicher Busverkehr für (Grund-)Schülerinnen und Schüler sollte daher „kein Hexenwerk sein”.
Text und Foto: Julian Aicher




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