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Für sein Buch „Ein Hof und elf Geschwister – Der stille Abschied vom bäuerlichen Leben“

Prof. Dr. Ewald Frie erhält Friedrich-Schiedel-Literaturpreis 2025



Foto: © Henning Albrecht, Universität Tübingen
Prof. Dr. Ewald Frie, der in Tübingen lehrt, erhält in diesem Jahr den renommierten Frirdrich-Schiedel-Literaturpreis der Stadt Bad Wurzach.

Bad Wurzach – Der mit 10.000 Euro dotierte Friedrich-Schiedel-Literaturpreis wird alle zwei Jahre vergeben. Als diesjährigen Preisträger hat die Jury der Stiftung den deutschen Historiker und Autor Prof. Dr. Ewald Frie von der Universität Tübingen und sein 2023 im Verlag C.H.Beck erschienenes Werk „Ein Hof und elf Geschwister – Der stille Abschied vom bäuerlichen Leben“ ausgewählt. Die Preisverleihung wird am Sonntag, 28. September, um 10:30 Uhr im Bad Wurzacher Kurhaus am Kurpark stattfinden.

Der Friedrich-Schiedel-Literaturpreis zeichnet Werke aus, die Inhalte der Geschichte des deutschsprachigen Raumes seit etwa 1715 einem breiten Leserkreis menschlich bewegend und in würdiger, literarisch wertvoller Form nahebringen. Der Preis verbindet damit Geschichtswissenschaft und Literatur und ist mit dieser Zielsetzung einmalig in Deutschland.

Die mit Literatur- und Geschichtswissenschaftlern sowie Personen des öffentlichen Lebens besetzte Jury unter Vorsitz des in München ansässigen Rechtsanwalts Dietrich von Buttlar hatte sich bei der Auswahl einstimmig für „Ein Hof und elf Geschwister“ entschieden. Das Werk berichtet darüber, wie die frühere stolze bäuerliche Landwirtschaft mit Viehmärkten, Selbstversorgung und harter Knochenarbeit im Laufe der Sechzigerjahre in rasantem Tempo und doch ganz leise verschwindet.

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Die Geschichte der eigenen Familie

Der diesjährige Preisträger erzählt am Beispiel seiner Familie von dieser großen Zäsur. Mit wenigen Strichen, anhand von vielsagenden Szenen und Beispielen zeigt er, wie die Welt der Eltern unterging, die Geschwister anderen Lebensentwürfen folgten und der allgemeine gesellschaftliche Wandel das Land erfasste. „Die Beschreibung dieses historischen Phänomens trifft den Stiftungszweck des Preises gerade auch im Hinblick auf den persönlichen Werdegang des Stifters Senator Friedrich Schiedel sehr gut“, war sich die Jury bei der Auswahl einig. „Frie verbindet die wissenschaftliche Dokumentation und Analyse des Historikers mit der einfühlsamen literarischen Beschreibung der eigenen bäuerlichen Heimat und bietet dem Leser so die Möglichkeit, sich selbst durch seine eigene Vergangenheit in der Gegenwart zu verstehen. Der große Erfolg des Werkes in den Buchläden spricht für sich!“

Der 1962 in Nottuln im Münsterland geborene, promovierte Preisträger hat an der Universität Münster Geschichte studiert und ist nach verschiedenen beruflichen Stationen u.a. am Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen, der Universität Essen oder der Universität Trier zuletzt seit Oktober 2008 an der Universität Tübingen als Professor für Neuere Geschichte tätig. Zu seinen literarischen Werken neben „Ein Hof und elf Geschwister“, das 2023 bereits mit dem Deutschen Sachbuchpreis ausgezeichnet wurde, zählen u.a. verschiedene Monographien wie beispielsweise „Die Geschichte der Welt“ (Verlag C.H.Beck, 2017), „Friedrich II. (Rowohlt-Verlag, 2012) oder „Das Deutsche Kaiserreich“ (Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2004).

Zuletzt Monika Czernin

Seit 1983 wird der Friedrich-Schiedel-Literaturpreis der Stadt Bad Wurzach üblicherweise im zweijährigen Rhythmus verliehen. Er wurde 1982 vom Unternehmer Senator e.h. Friedrich Schiedel seiner Heimatstadt Bad Wurzach gestiftet. Schiedels Anliegen war es, einen Preis für Geschichtsschreibung in literarisch wertvoller Form auszuloben. Prof. Dr. Ewald Frie ist mittlerweile die 22. Preisträger und folgt damit Persönlichkeiten wie Brigitte Hamann, Wibke Bruhns, Gustav Seibt, Günter de Bruyn, Golo Mann, Helmut Schmidt oder der zuletzt ausgezeichneten österreichischen Autorin Monika Czernin.

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