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Nachtschattengewächse

Moor-Momente: Süße Träume



Foto: NAZ
Der Bittersüße Nachtschatten macht durch seine wunderschönen Blüten aktuell im Ried auf sich aufmerksam.

Bad Wurzach – Kennen Sie die Nachtschattengewächse? Diese Pflanzenfamilie ist vor allem durch verschiedene Nahrungspflanzen bekannt, wie die Kartoffel, Paprika oder Aubergine. Es gibt aber auch zahlreiche Wildpflanzen in dieser Familie und eine davon blüht derzeit wunderschön im Wurzacher Ried – der Bittersüße Nachtschatten.

Durch seine ungewöhnliche Blüte fällt die Pflanze sofort auf: Die violetten Blütenblätter sind an der Basis verwachsen und biegen sich im oberen Bereich mit fünf Spitzen weit auseinander. Die leuchtend sonnengelben Staubblätter in der Blütenmitte bilden eine Röhre, aus der die Narbe herausragt. Ein Blütenstand kann bis zu 40 Einzelblüten haben, von denen aber immer nur wenige gleichzeitig geöffnet sind. Die Blütezeit ist von Juni bis August. Danach bilden sich leuchtend rote Beeren, die eine runde oder elliptische Form aufweisen.

Als Rankenpflanze hangelt sich der Bittersüße Nachtschatten an anderen Pflanzen empor. Da er gerne an feuchten Standorten wächst, trägt er lokal auch den Namen Wasserranke. Wie viele andere Nachtschattengewächse ist auch der Bittersüße Nachtschatten giftig. Alle Pflanzenteile enthalten Alkaloide und Saponine. In unreifen Beeren ist der Giftgehalt wohl am höchsten und eine gewisse Menge kann für Kinder durchaus tödlich sein. In passender Dosierung werden Extrakte aus den Pflanzenstängeln aber arzneilich bei chronischen Hautleiden wie Ekzemen oder Neurodermitis eingesetzt. In der Volksheilkunde kam die Pflanze zur Blutreinigung bei Rheuma, chronischer Bronchitis oder Asthma zum Einsatz, in der Homöopathie zudem bei fiebrigen Infekten, Erkrankungen der Atmungsorgane, des Magen-Darm-Traktes, der Harnwege, der Gelenke und der Haut.

Der ungewöhnliche Name der Pflanze deutet aber schon an, dass von einem Verzehr oder einer Selbstmedikation dringend abzuraten ist. Die Beeren schmecken zunächst bitter, später süß. Im schlimmsten Fall kann es durch die halluzinogene Wirkung zu einem Nachtschaden, sprich einem Alptraum kommen, doch bezieht sich diese Eigenschaft wohl eher auf die Tollkirsche, einen anderen Vertreter aus der Familie der Nachtschattengewächse. Eine weitere Beschreibung sieht den Ursprung des Namens in den starken Kopfschmerzen (Schaden), die die nachts stark duftenden Blüten der Pflanzen verursachen.

Kleinsäuger, Vögel und Schnecken können die Früchte unbeschadet verzehren und tragen, indem sie die Samen unverdaut wieder ausscheiden, zur Verbreitung der Pflanze bei. So kann man sie im Wurzacher Ried vielerorts an feuchten Stellen mit Gebüschen oder im Uferbereich der Wassergräben entdecken und die schönen Blüten bewundern. Aber riechen Sie gegen Abend besser nicht an ihnen – in diesem Sinne: süße Träume!
www.wurzacher-ried.de, www.moorextrem.de

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