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In der Kirche St. Martin/Eintürnenberg

Brass-Band A7 spielte wieder ein umjubeltes Weihnachtskonzert



Foto: Ulrich Gresser
Die Brassband A7 bei der Zugabe beim Kirchenkonzert in der Kirche St. Martin in Eintürnenberg.

Eintürnen – Das diesjährige Weihnachts-Konzert der Brass Band A7 in der Pfarrkirche St. Martin in Eintürnenberg am Sonntag, 21. Dezember, stand unter dem Motto „To The Moon and back“.

Dirigent Thomas Wolf hatte wieder ein abwechslungsreiches Programm mit seinen zumeist in der Region Kempten/Leutkirch beheimateten Musikern einstudiert. Die Brass-Band A7 zählt mittlerweile zu den erfolgreichsten und bekanntesten Brass-Bands Deutschlands und ist regelmäßig auf Wettbewerben erfolgreich.

Die Komposition Osterfjorden, mit der die Musiker ihr Konzert eröffneten, war von Thomas Wolf mit Bedacht ausgewählt worden: denn das Konzert fand am 33. Geburtstag des jungen Komponisten Stijn Aertgeerts statt. Dieser hatte das abwechslungsreiche Eröffnungsstück für Brassbands mit recht jungen Jahren bereits 2015 veröffentlicht. „All I ask of you“ ist ein Stück aus dem wohl erfolgreichsten und meistgespielten Andrew Lloyd Webber-Musical „Phantom der Oper“. In der Brass-Band-Bearbeitung von Alan Fernie konnten sich mit Bernd Kempter am Euphonium und A7 -Urgestein Andreas Drews mit dem Cornet als Solisten auszeichnen.

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Chris Ekkelboom hieß der Solist der Brass-Band A7, der bei der wunderschönen Melodie von „Share my Yoke“, komponiert von Major Joy Webb für die Heilsarmee und für Brass-Band bearbeitet von Ivor Bosanko, die vielen Besucher in der Pfarrkirche St. Martin mit seinem Cornet verzauberte.

Mit „Cantus Lacrimosus“, dem 2. Satz aus der Suite „Stabat Mater“ von Karl Jenkins steuerte Thomas Wolf trotz weihnachtlicher Allgemein-Stimmung ein Stück bei, um beim Jahresrückblick über die unruhige Weltlage nachzudenken.

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The Witch of the Westmerlands ist eine Komposition von Archie Fisher, die Philip Harper für das Brass in Concert-Programm der Leyland Band 2010 arrangiert hat. Der schottische Folk-Singer-Songwriter Archie Fischer hatte das Lied 1976 auf einem seiner Alben veröffentlicht. Es erzählt die Geschichte eines alten Ritters, der in der Schlacht verwundet wird und auf dem Schlachtfeld im Sterben liegt. Aber dann von einer mysteriösen alten Dame (the witch) geheilt wird, die von jenseits der Moore erscheint und danach schnell wieder verschwindet. „Nordic Polska“ von Anders Edenroth und Matti Kallio ist eine Kombination aus traditionellen schwedischen und finnischen Volksliedern, deren Motive immer wieder durchscheinen.

Das titelgebende Stück „The Dark Side of the Moon“ von Paul Lovatt-Cooper, hatten sich Thomas Wolf und seine Musiker bis zum Schluss aufgehoben . Und es hatte nichts mit dem gleichnamigen Album von Pink Floyd aus dem Jahre 1973 zu tun. Sondern tatsächlich mit der musikalischen Erforschung der Rückseite des Erdmondes zu tun, der nur eine Lichtsekunde von der Erde entfernt im Weltraum unterwegs ist. „In der Astronomie, wo die Maßeinheit Lichtjahre sind, kommt der Mensch rasch an die Grenze des Fassbaren,“ kommentierte Thomas Wolf, der selbst durch das Programm führte, diese Tatsache. Die hochdramatischen Klänge, bei deren Komposition sich der Autor die Königin der Instrumente, die Orgel, zum Vorbild für das Brass-Orchester genommen hatte, wiesen zahlreiche Tempiwechsel auf. Und sie ließen die weltberühmten Bilder der aufgehenden Erde aus der Perspektive der Astronauten wieder vor dem geistigen Auge erscheinen.

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Mit solcher Dramatik wollte Wolf die Menschen an diesem Sonntagabend nicht nach Hause entlassen, zumal die Straßenverhältnisse erstmals in diesem Winter als wirklich winterlich bezeichnet werden konnten. Deswegen gab es als Zugabe „A Christmas Night“ von Marc Jeanbourquin, in dem der Arrangeur mit Adeste Fideles, Joy to the world, Jingle Bells und I wish you a merry Christmas mehrere Weihnachts &-Pop-Klassiker in einem Medley zusammengefasst hat. Dass es damit nicht getan war, war Wolf schon von vornherein klar, weswegen die Brass-Band A7 noch mit „Hark! The Herald Angels Sing,“ von Felix Mendelsohn Bartholdy noch eine weitere Zugabe folgen ließ.

Was sich als perfektes Timing erwies: Denn wie könnte man ein Kirchenkonzert schöner abschließen als mit dem durchaus wohlklingenden Geläut der Kirche St. Martin auf dem Eintürnenberg?
Bericht und Bilder: Uli Gresser

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Fotos: Ulrich Gresser

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