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Aus dem Gemeinderat

Digitales Reservierungssystem für Reisemobilstellplatz



Bad Waldsee – Zusammen mit der Firma Camigo aus Wangen im Allgäu startet die Stadt ein digitales Reservierungssystem für den Reisemobilstellplatz bei der Therme. Damit soll eine bessere Auslastung des Platzes bei geringeren Personalkosten erreicht werden. Das Konzept wurde in der Gemeinderatsitzung am 21. Juli vorgestellt.

Bad Waldsee und seine Therme sind bei Reisemobilisten beliebt. Auf den 39 Stellplätzen verzeichnete die Stadt 2024 insgesamt 8016 Anreisen mit 14.641 Übernachtungsgästen. Die Auslastung des Platzes betrug danach ca. 56 %. Da ist noch viel Luft nach oben, meinte die Kämmerin bei ihrer Zahlenpräsentation. Der Platz wurde 2011 zum Reisemobilstellplatz ausgebaut. Davor diente er als Parkplatz für die Therme. Da seitdem 14 Jahre ins Land gegangen sind, muss der Stellplatz ertüchtigt werden. Stromversorgung der Reisemobile, die Wasser-Ver- und Entsorgung, Spülmöglichkeit für die Chemietoiletten der Reisemobile, Kassenautomat, die komplette Infrastruktur – all das ist in die Jahre gekommen. Das ganze Paket erfordert auch einen hohen Personalaufwand.

Zusammen mit der Firma Camigo will die Stadt in einem Pilotprojekt Bewirtschaftung und Reservierung digitalisieren. Damit würde die Barzahlung am Kassenautomat, die Kassenabrechnung und Bezahlkontrolle entfallen.

Wie Camigo durch eigene Untersuchungen feststellte, kommt in Deutschland auf 13 Wohnmobile nur ein Stellplatz. (Wie Stadtrat Jörg Kirn anmerkte, stehen die anderen zu einem großen Teil auf öffentlichen Flächen herum und blockieren teuren Grund, aber das ist ein anderes Problem.) So geht vor jeder Fahrt die Suche nach einem Stellplatz los. Das Camigo-Reservierungssystem macht dem Reisemobilisten das Finden eines Stellplatzes einfach. Mittels einer App kann man sein Wunschziel eingeben, nachschauen, ob dort noch was frei ist und dann auch spät am Abend noch anreisen, mit der Gewissheit, einen Platz zu bekommen.

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Konsumfreudige Zielgruppe

Dadurch verspricht sich Camigo eine bessere Auslastung des Platzes. Zusammen mit dem örtlichen Gewerbe können auch weitere Angebote gemacht werden, um das wirtschaftliche Potenzial auszuschöpfen. Reisemobilisten sind aufgrund ihres Konsumverhaltens eine äußerst interessante Zielgruppe. Sie geben im Durchschnitt pro Tag runde 100 Euro aus. Runde fünf Euro davon im Durchschnitt für den Stellplatz, der Rest wird vor Ort konsumiert.

Camigo steht noch im Aufbau seiner Digitalisierungsmaßnahmen, so dass Bad Waldsee in einem Pilotprojekt als einer der ersten von der Digitalisierung des Reservierungssystems profitieren könnte. Guido Rasch von Camigo zerstreute die Bedenken und stellte zwischen 10 % bis 30 % bessere Auslastung des Platzes in Aussicht. Die Ausstattung des Stellplatzes mit Säulen, insgesamt werden 20 benötigt, je eine für zwei Stellplätze, kostet einmalig 18.000 Euro, die Software-Wartung inklusive Updates schlägt mit jährlichen Kosten von 600 Euro zu Buche.

Die Gästekarte kann dann ebenfalls digital ausgestellt werden, erfuhr Miriam Weiss, CDU, auf Nachfrage. Jörg Kirn (Die Grünen) äußerte Bedenken hinsichtlich des verstärkten Wettbewerbs, wenn mehrere Stellplatzanbieter um die gleichen Reisenden konkurrieren würden. Er machte auch ein Fragezeichen hinter die genannte Amortisationsdauer von zwei Jahren und stellte die Frage nach der Lebensdauer der Säulen.

Christof Rauhut, FW, erfuhr, dass die App nicht zwingend notwendig wäre, die Buchung könne auch über einen QR-Code erfolgen.

Bis zu fünf Stellplätze können auf privatem Gelände eingerichtet werden, ohne dafür eine besondere Genehmigung einholen zu müssen. Diese Plätze können ebenfalls von Camigo ausgestattet werden, erfuhren Sonja Wild, CDU, und Rita König, SPD.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, das Pilotprojekt auf dem Reisemobilstellplatz zu starten.
Erwin Linder




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