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Aus dem Gemeinderat

Bad Waldsee kritisiert geplante Windkraftflächen im Regionalplan Donau-Iller



Foto: Regionalverband Donau-Iller
Mit gelbkariert sind hier die jenseits der Bad Waldseer Gemeindegrenze geplanten Windkraft-Vorranggebiete markiert. Entnommen der Webseite des Regionalverbandes Donau-Iller.

Bad Waldsee – Die Stadt Bad Waldsee hat eine umfangreiche Stellungnahme zum Entwurf des Regionalverbands Donau-Iller abgegeben. Darin fordert sie eine deutliche Reduzierung der dort vorgesehenen neuen Vorrangflächen für Windenergieanlagen in Grenznähe zu ihrem Gemeindegebiet. Bereits heute trägt Bad Waldsee nach eigenen Angaben überdurchschnittlich viel zur Energiewende bei: Auf dem Gebiet des angrenzenden Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben sind bereits 493 Hektar Vorrangfläche für Windkraft ausgewiesen – das entspricht 4,54 Prozent der gesamten Waldseer Gemarkung und liegt damit deutlich über dem Landesziel von 1,8 Prozent.

Gelbkariert mit schwarz gestrichelten Grenzen sind die Windkraftgebiete diesseits der Waldseer Gemarkungsgrenze – also im Bereich des Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben – bezeichnet. Oben in der Mitte, links der rot markierten B30 erkennt man zwei WKA-Gebiete bei Michelwinnaden. In der rechten Bildhälfte ist das durch eine Hochspannungsleitung geteilte große WKA-Gebiet bei Osterhofen eingezeichnet. Südlich von Bad Waldsee sieht man das WKA-Gebiet “Oberurbach”. In der linken Bildhälfte sind drei WKA-Gebiete östlich von Aulendorf markiert. Im Südwesten sieht man das WKA-Gebiet “Röschenwald” bei Zollenreute. In Kombinatíon mit der Karte oben wird die starke Belastung Bad Waldsees deutlich. Karte: RVBO

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Belastungen für Bevölkerung und Landschaft

Die Stadt spricht sich in ihrer Stellungnahme dafür aus, besonders sensible Flächen im Donau-Iller-Gebiet zu streichen. Dabei geht es vor allem um die Bereiche Eberhardzell-Bannäcker, Eberhardzell-Achrain und Eberhardzell-Reisenwald. Für alle drei Gebiete sieht Bad Waldsee erhebliche ökologische und siedlungsstrukturelle Probleme. Dazu zählen unter anderem Risiken für das Grundwasser durch die Lage im Wasserschutzgebiet Zone III sowie potenzielle Altlasten im Bereich einer ehemaligen Deponie. Auch die Nähe zum europaweit bedeutenden Wurzacher Ried wird als kritisch bewertet. Die Stadt befürchtet hier negative Auswirkungen auf das Natur- und Landschaftsschutzgebiet.

Sorge vor „Umzingelung“ der Ortschaften

Besonders betont Bad Waldsee die Belastung für mehrere angrenzende Ortschaften. Nach bisherigen Planungen beider Regionalverbände könnten die Orte Haisterkirch, Hittelkofen und Osterhofen in einer Art Windkraft-„Korridor“ liegen. Die Stadt spricht von einer drohenden „Umzingelung“ und warnt vor einer erheblichen psychologischen und optischen Beeinträchtigung für die Einwohner. Die geplanten Anlagen würden aufgrund der Topografie besonders dominant wirken und die freie Sicht in die Landschaft vollständig verändern.

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Bad Waldsee plädiert für kleinere, abgestimmte Lösungen

Gänzlich gegen Windkraft ist Bad Waldsee allerdings nicht: Für zwei Flächen – Ingoldingen-Wallholzäcker und Eberhardzell-Osterholz  – signalisiert die Stadt Zustimmung. Zusammen würden diese Gebiete 25 Hektar umfassen und könnten nach Ansicht der Verwaltung eine ausgewogene Lösung darstellen. Wichtig sei jedoch eine bessere Abstimmung zwischen den Regionalverbänden Bodensee-Oberschwaben und Donau-Iller, um eine Konzentration belastender Standorte direkt an der Verbandsgrenze zu vermeiden.

Gemeinderat unterstützt Stellungnahme

Der Gemeinderat Bad Waldsee hat die Stellungnahme am 1. Dezember 2025 offiziell beschlossen (bei drei Gegenstimmen von der Fraktion der Grünen). Zuvor hatten die Ortschaftsräte Michelwinnaden und Haisterkirch über das Thema beraten. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Argumente der Stadt fristgerecht an den Regionalverband Donau-Iller zu übermitteln.
Erwin Linder

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von Carmen Pöhl
veröffentlicht am 11. Januar 2026

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