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Eröffnung: Sonntag, 14. Dezember, 17.00 Uhr

Werke von Christa Näher in Bad Saulgau



Foto: Renate Brandt
Portrait Christa Näher

Bad Saulgau – Erstmals ermöglicht die Malerin und Trägerin des Hans-Thoma-Preises von 2019 der Städtischen Galerie Fähre in Bad Saulgau eine große Einzelausstellung.

Eröffnung: Sonntag, 14. Dezember 2025, 17 Uhr; Dauer: Dienstag, 16. Dezember bis Sonntag, 8. März 2026.

Die Schau umfasst rund 40, teils großformatige Gemälde aus allen Schaffensperioden, dazu Zeichnungen und Texte, die von der Künstlerin eigens für die älteste städtische Galerie Oberschwabens in ihrem Atelier in Wolfegg zusammengestellt worden sind, unter anderem das große „Rossballett“ im Kreuzgang. NIEMANDSLAND, der von Christa Näher gewählte Titel der Ausstellung, markiert ahnungsvoll jenen Raum oder Ort, von dem aus die Künstlerin, die als erste Frau zwischen 1987 und 2013 die Professur für Malerei an der renommierten Städelschule in Frankfurt innehatte, zum aktuellen Zeitpunkt ihr umfassendes künstlerisches Schaffen betrachtet und reflektiert.

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Galerie-Leiterin Alexandra Karabelas: „Wir empfinden es als eine große Ehre, Werke von Christa Näher erstmals umfassend in der „Fähre“ in Bad Saulgau zeigen und sie in die Erfahrung unseres Publikums bringen zu dürfen. Christa Näher verbindet meisterhafte Kunst mit tiefem Sehen. Wir sind dankbar für dieses Fest einer Malerei, die zeitliche Grenzen sprengt, denn Christa Nähers Bilder erzählen von jener Weite zwischen allen Zeiten, vom Gestern und Morgen, von Leben und Frieden, Krieg, Tod und Hoffnung“.

Christa Nähers Darstellungen, Räume und Landschaften lassen unmittelbar ein großes Spektrum verschiedenster Emotionen und Zustände fühlen. Sie spiegeln Urängste, Albträume und tiefes Wissen. Das von ihr Gezeigte gründet dabei in ihrem rein subjektiven Erfahren und in einem intuitiven und von ihr auszuhaltenden inneren Sehen. Sie sind mit Nähers Seelenleben verwoben und Ausdruck von deren Seelenwanderung durch die Zeiten. Auf elektrisierende Weise ereignen sich so ihre Bilder als in die Welt gebrachte Welt auf mehreren Zeit-Ebenen gleichzeitig. Sie zeigen das Helle und das Dunkle, das Vergangene und das Vorausschauende.

Wiederkehrende Motive in ihren Bildern sind zeit ihres Lebens ausdrucksstarke, in die Welt gesetzte, sich mitteilende Mischwesen aus Tier und Mensch, Werwölfe und Zentauren, Pferde und Insekten. „Ich muss ein Bild fühlen“, sagt Christa Näher, die zeit ihres Lebens von der Malerei eher berufen worden war als dass sie diese selbst gewählt hätte. „Christa Näher reicht mit ihren vielschichtigen und rätselhaften Bildwelten tief in das kollektive Bewusstsein unserer Zeit hinein“, schreibt der Kunsthistoriker Johannes Honeck von den Museen Aschaffenburg. Am Ende schließen Nähers Bilder jedes erzählbare Narrativ aus und treffen den Betrachtenden dort, wo er anfängt, ohne zu sprechen zu sehen und zu verstehen.

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Christa Näher

Geboren wurde Christa Näher 1947 in Lindau, wo sie mit ihren Eltern und ihrer Schwester in der bekannten Villa Engel aufwuchs. Als junge Erwachsene nahm sie an der Hochschule der bildenden Künste in Berlin ihr Studium auf, das sie als Meisterschülerin des syrisch-deutschen Professors Marwan Kassab-Bachi (1934 – 2016) vollendete. 1987 wurde sie als erste Künstlerin zur Professorin für Malerei an die renommierte Städel-Schule in Frankfurt berufen. 1992 nahm sie an der Documenta IX in Kassel teil. Christa Näher wirkte bis 2013 in Frankfurt. Nach ihrer Emeritierung kehrte sie dauerhaft nach Süddeutschland zurück. 2019 erhielt sie den Hans-Thoma-Preis.

Christa Näher hat in über 50 Jahren ein umfassendes Werk aus über 1.000 Gemälden und Zeichnungen geschaffen, zudem knapp 100 Fotografien und Objekte.

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Mit der Ausstellung „Niemandsland. Christa Näher“ setzt die städtische Galerie „Fähre“ ihr Programm „Im neuen Fahrwasser: LISTEN TO YOUR EYES – Öffnung und neue Horizonte für die „Fähre“ in Bad Saulgau“ fort. Es wird von der Baden-Württemberg-Stiftung („Wir stiften Zukunft“), der Firma Reisch, dem Kunstverein Bad Saulgau gefördert und zudem im Bereich der Kunstvermittlung mit Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des ELER und mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Kunstverein Bad Saulgau e.V. finanziert.

Ausstellungseröffnung: Sonntag, 14. Dezember 2025, 17 Uhr, mit Stefanie Bürkle, Landrätin; Raphael Osmakowski-Miller, Bürgermeister; Johannes Honeck, Museen Aschaffenburg; Alexandra Karabelas, Leitung Städtische Galerie Fähre; Dirk Konnerth (Tenor), Raphael Besse (Tanz) und Utako Washio (Begleitung) vom Theater Pforzheim.

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Öffnungszeiten
Di – So sowie an Feiertagen, jeweils 14-17 Uhr, freier Eintritt am 1. Sonntag im Monat.

Begleitprogramm

Öffentliche Führungen finden jeden Sonntag um 15 Uhr statt: 21.12., 28.12.2025 sowie am 4., 11., 18., 25.1., 1., 8., 15., 22.2. und 8.3.2026.

Dauer: 60 min, Kosten: 4 € zzgl. Eintritt.

Über Niemandsland. Im Gespräch mit Christa Näher

Mit Johannes Honeck und Alexandra Karabelas

Sonntag, 25. Januar 2026, 14.30 Uhr

Literarische Lesung mit Musik: Christoph Klimke. Eine Partitur aus Fährten. Es spielt das Camping Orchester.

Donnerstag, 29.1.2026, 19.30 Uhr

Dauer: 90 min, Kosten: 14 € VVK, AK 16 €

Familienralley: Für Groß und! Klein

Sonntag, 15. Februar 2025, 14.15 Uhr

Dauer: 60 min, Kosten: 2 € für Erwachsene

Themenführung mit Kaffee: Werk im Kontext – Entbergung des Innen in Poesie & Kunst mit Catharina V. Wittig

Sonntag, 22. Februar 2026, 11 Uhr

Dauer: 90 min, Kosten: 8 € inkl. Kaffee zzgl. Eintritt

Sein und Zeit – Philosophieren mit Kunstwerken

mit Catharina V. Wittig

Sonntag, 8. März 2025, 11 Uhr

Dauer: 90 min, Kosten: 7 € zzgl. Eintritt

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