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Zum Jahreswechsel

Vor allem Jüngere und Familien mit Kindern brennen Feuerwerk ab



Foto: TÜV

Berlin – Nur gut jede:r fünfte Bundesbürger:in (22 Prozent) will zum Jahreswechsel privates Feuerwerk zünden. Dagegen wollen drei Viertel (74 Prozent) zu Silvester auf pyrotechnische Artikel wie Raketen, Fontänen oder Böller verzichten und 4 Prozent wissen es noch nicht oder machen keine Angabe.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des TÜV-Verbands unter 2.500 Personen ab 18 Jahren. „Es ist eine Minderheit, die zu Silvester privat böllert, Raketen abschießt oder andere Feuerwerkskörper zündet“, sagt Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands, zum Verkaufsstart von Silvester-Feuerwerk. Laut Umfrage sind es vor allem jüngere Menschen, die an Silvester Feuerwerk abbrennen: 43 Prozent der 18- bis 29-Jährigen und 39 Prozent der 30- bis 39-Jährigen.

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Unter den 40- bis 49-Jährigen sind es 29 Prozent, unter den 50- bis 64-Jährigen 21 Prozent und in der Generation 65-Plus nur noch 10 Prozent. Bemerkenswert: Kaum Unterschiede gibt es zwischen Männern (23 Prozent) und Frauen (21 Prozent). Besonders beliebt ist Feuerwerk bei Familien mit Kindern. Fast jede:r zweite Befragte mit Kindern im Haushalt (47 Prozent) will Feuerwerkskörper zünden. „Bunte Lichteffekte, lautes Knallen oder Zischen faszinieren viele Kinder zu Silvester“, sagt Bühler. Unter Aufsicht Erwachsener könnten auch Kinder mit Knallteufeln, Pfennigschwärmern oder Wunderkerzen umgehen. Der TÜV-Verband weist aber explizit auf die Gefahren von Feuerwerk insbesondere für Kinder hin und gibt Hinweise für den richtigen Umgang. 

Raketen und Batterien sind beliebt – viele verzichten ganz

Wer Feuerwerk zündet, setzt vor allem auf visuelle Effekte: Jeweils 18 Prozent aller Befragten verwenden Raketen und/oder Feuerwerksbatterien. Dahinter folgen Wunderkerzen (17 Prozent), Fontänen (12 Prozent) und Tischfeuerwerk (8 Prozent). Weniger verbreitet sind Böller (7 Prozent), Sonnenräder (7 Prozent) und Knallerbsen (6 Prozent). „Statt lauter Explosionen bevorzugen die Menschen eher Licht- und Showeffekte“, sagt Bühler. Die visuelle Wirkung von Feuerwerk ist ein zentraler Reiz: Knapp jede:r zweite Befragte (49 Prozent) erfreut sich am Anblick der Lichteffekte. Und 38 Prozent sagen, dass Feuerwerk für sie zu Silvester dazugehört. Dagegen finden es lediglich 10 Prozent „toll, wenn es richtig laut knallt“.

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Feuerwerk belastet die Umwelt und beeinflusst das Sicherheitsempfinden

Auf der anderen Seite sehen sehr viele Befragte Silvester-Feuerwerk kritisch. 56 Prozent stört die enorme Menge Feuerwerksmüll, der an den Tagen nach dem Jahreswechsel von Privatleuten und kommunalen Reinigungsbetrieben entfernt werden muss. Gut jede:r Dritte (37 Prozent) hält Feuerwerk grundsätzlich für zu umweltschädlich. Laut Umweltbundesamt verursacht das Abbrennen von Feuerwerk rund um Silvester gut 2.000 Tonnen Feinstaub, der als gefährlich für die Gesundheit gilt. Die Menge entspricht etwa einem Prozent der jährlichen Feinstaubbelastung in Deutschland. Feuerwerk hat auch Einfluss auf das Sicherheitsempfinden vieler Menschen. 42 Prozent geben an, dass sie selbst oder jemand in ihrem Umfeld Angst vor Silvesterfeuerwerk hat. Bei 52 Prozent ist das nicht der Fall und 6 Prozent machen keine Angabe. Jede:r fünfte Befragte (20 Prozent) gibt an, selbst Angst zu haben: 29 Prozent der Frauen und 12 Prozent der Männer. Bei 10 Prozent ist es der Partner oder die Partnerin, die Angst haben, bei 7 Prozent die Kinder und bei 5 Prozent ein Mitbewohner. Auf lautes Knallen reagieren auch Haustiere wie Hunde oder Katzen. Gut jede:r Vierte (27 Prozent) gibt an, dass ein Haustier Angst vor Feuerwerk hat.

Mehrheit für ein Verbot von privatem Feuerwerk

Fast jede:r Dritte (32 Prozent) fühlt sich durch Böller im öffentlichen Raum generell unsicher. Das betrifft vor allem Frauen. Fast jede zweite Frau (45 Prozent) fühlt sich wegen der Böllerei draußen unsicher. Und gut jede:r fünfte Befragte (22 Prozent) gibt an, am Silvestertag nicht vor die Tür zu gehen, 30 Prozent der Frauen und 15 Prozent der Männer. Trotz der Freude an der Ästhetik befürwortet eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung Einschränkungen von privatem Feuerwerk. Insgesamt sprechen sich knapp zwei Drittel der Bevölkerung (65 Prozent) für ein vollständiges oder teilweises Verbot aus: 43 Prozent befürworten ein vollständiges Verbot von privatem Silvesterfeuerwerk mit Ausnahme von Kleinstfeuerwerk wie Wunderkerzen oder Tischfeuerwerk. Und gut jede:r Fünfte (22 Prozent) plädiert für ein Verbot von Böllern und Knallkörpern. Jede:r Dritte (33 Prozent) lehnt jegliche Verbote ab. Insbesondere größere Böller verursachen Jahr für Jahr schwere Verletzungen wie Knalltraumata, Verbrennungen oder abgerissene Körperteile, insbesondere von Fingern oder ganzen Händen. Im vergangenen Jahr hatten illegale Kugelbomben zwei Todesopfer und zahlreiche Schwerverletzte gefordert. Nicht zugelassene Feuerwerkskörper werden vor allem aus Polen, Tschechien und den Niederlanden nach Deutschland geschmuggelt. Bühler: „Insbesondere illegales Feuerwerk stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Die Politik sollte prüfen, welche Maßnahmen geeignet sind, um den Einsatz nicht zugelassener Pyrotechnik wirksam zu unterbinden. Dazu gehört auch die Frage, ob ein Böllerverbot ein sinnvolles Instrument ist, um die Durchsetzung bestehender Regeln zu erleichtern und die Gefahren durch illegales Feuerwerk spürbar zu reduzieren.“

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Eltern zünden Feuerwerk – und haben am meisten Angst

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen: Feuerwerk ist besonders bei Familien beliebt. Fast jede:r zweite Befragte mit Kindern im Haushalt (47 Prozent) plant, an Silvester Feuerwerk zu zünden. Auffällig ist jedoch auch: Bei Personen mit Kindern ist die Angst vor Verletzungen am stärksten verbreitet. Während insgesamt nur 16 Prozent angeben, dass sie Angst haben, sich an Feuerwerk zu Verletzten, sind es bei Eltern 63 Prozent. „In Haushalten mit Kindern wird häufiger als im Schnitt Feuerwerk gezündet. Umso wichtiger ist ein bewusster und sicherer Umgang“, sagt Bühler. „Feuerwerkskörper sind kein Spielzeug. Sie können schwere Verletzungen verursachen, vor allem dann, wenn sie unsachgemäß verwendet oder illegal bezogen werden.“ 

Tipps für eine sichere Silvesternacht mit Kindern

Der TÜV-Verband empfiehlt, beim Umgang mit Feuerwerk und Kindern folgende Hinweise zu beachten: Nur altersgerechte Produkte verwenden: Kleinstfeuerwerk der Kategorie F1 (z. B. Wunderkerzen, Knallerbsen) darf von Kindern ab 12 Jahren gezündet werden. Für Kleinkinder sind auch diese Produkte tabu. Kinder nie unbeaufsichtigt böllern lassen: Erwachsene sollten jederzeit eingreifen können – und selbst nüchtern bleiben, um im Notfall schnell reagieren zu können. Schutzkleidung beachten: Mütze, geschlossene Jacke und festes Schuhwerk schützen empfindliche Körperstellen. Auf Handschuhe beim Zünden verzichten – stattdessen auf lange Streichhölzer zurückgreifen. Gehör schützen: Knallkörper können über 130 Dezibel laut sein – das übersteigt die Schmerzgrenze. Kinder sollten geeigneten Gehörschutz tragen und ausreichend Abstand halten. Feuerwerk nie in der Hand zünden: Raketen nur aus standsicheren Flaschen (z. B. in Getränkekisten) auf ebenem Boden starten. Niemals auf Menschen oder Tiere zielen. Nur zugelassene Produkte verwenden: Sichere Feuerwerkskörper tragen das CE-Zeichen und eine BAM-Prüfnummer. Illegale, manipulierte oder selbstgebaute Raketen und Böller sind lebensgefährlich. Nicht andere Personen oder die Umwelt gefährden: Feuerwerk niemals auf andere Menschen, Autos, Gebäude oder potenzielle Brandlasten, zum Beispiel Büsche, richten. Es besteht akute Brandgefahr.  Eine Präsentation mit den vollständigen Ergebnissen und Fragen ist abrufbar unter: www.tuev-verband.de/pressemitteilungen/knalliges-silvester-nur-gut-jeder-fuenfte-will-feuerwerk-zuenden Methodik-Hinweis: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands unter 2.500 Personen ab 18 Jahren. Befragungszeitraum war 9. bis 10. Dezember 2025. Über den TÜV-Verband: Als TÜV-Verband e.V. vertreten wir die politischen Interessen der TÜV-Prüforganisationen und fördern den fachlichen Austausch unserer Mitglieder. Wir setzen uns für die technische und digitale Sicherheit sowie die Nachhaltigkeit von Fahrzeugen, Produkten, Anlagen und Dienstleistungen ein. Grundlage dafür sind allgemeingültige Standards, unabhängige Prüfungen und qualifizierte Weiterbildung. Unser Ziel ist es, das hohe Niveau der technischen Sicherheit zu wahren, Vertrauen in die digitale Welt zu schaffen und unsere Lebensgrundlagen zu erhalten. Dafür sind wir im regelmäßigen Austausch mit Politik, Behörden, Medien, Unternehmen und Vereinen.

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