Unheilige Allianz
Zur Diskussion über das Aus für das Biosphärengebiet hat uns nachstehende Zuschrift erreicht:
Liebe Bürgerinnen und Bürger aus dem Biosphärengebiet Oberschwaben,
fürs Erste hat die Allianz für Oberschwaben durch erfolgreiche Lobbyarbeit bei den CDU-Gemeinderäten ein Biosphärengebiet Oberschwaben vereitelt. Damit haben sie eine Jahrhundert-Chance für eine erfolgversprechende Regionalentwickklung verspielt, fußend auf einem umfassenden Ansatz aus Ökologie, Ökonomie und sozialem Miteinander. Wer’s etwas konkreter braucht: Macht einen Ausflug ins Biosphärengebiet Schwäbische Alb und schaut, was dort für die Menschen, für die Natur und für die Wirtschaft in den letzten 17 Jahren entwickelt wurde!
Doch zurück zum unheiligen Wirken der Allianz in unseren Sphären: Mit ihren Bannern auf den Äckern und ihrem Wirken in den Hinterzimmern der Politik hat sie uns allen, allen Bürgerinnen und Bürgern im Biosphärengebiet Oberschwaben, überdeutlich gezeigt, wie groß die Einflussnahme des Adels auf die Politik hierzulande (noch) ist. Sie hat uns gezeigt, was dieser von demokratischen Prozessen hält. Und sie hat uns schonungslos offengelegt, wie wenig die Allianz aus Großgrundbesitzern und Landnutzern an einer nachhaltigen, umfassenden Entwicklung unserer Region interessiert ist. Das ist ein Armutszeugnis, aber ganz sicher kein Sieg!
Also, Bürgerinnen und Bürger aus der Biosphäre Oberschwaben: Lasst Euch die Werkzeuge für eine positive Zukunftsgestaltung nicht aus der Hand nehmen! Wir alle, die wir an diesem so wichtigen Prozess für unsere Region bislang nicht zu Wort gekommen sind, wir alle haben ein Anrecht auf Stimme und Gestaltung!
Barbara Reck-Irmler, Bürgerin aus dem Biosphärengebiet, wohnhaft in Aulendorf
Anm. d. DBSZ-Red.: Leserbriefe sind Meinungsäußerungen. Die Redaktion der Bildschirmzeitung akzeptiert ein breites Spektrum an Meinungen. Nicht veröffentlich werden extremistische, persönlichkeitsverletzende oder offensichtlich wahrheitswidrige Äußerungen.
Bevorzugt veröffentlichen wir Leserbriefe / Offene Briefe / Stellungnahmen zu lokalen und regionalen Themen. Aber auch Meinungsäußerungen zu allgemeinen Themen, die die hiesige Leserschaft bewegen, werden gerne entgegengenommen.
Zum Aus für das Biosphärengebiet hat die Bildschirmzeitung bisher folgende Meinungsbeiträge veröffentlicht:
„Entscheidung gegen Biosphärengebiet ist ein Erfolg kommunaler Selbstbestimmung“
Die Gegner müssen nun konkret werden
Dann fehlt die regionale Bündelung
Die Behauptungen der Allianz eins zu eins übernommen
Auf neuer Basis gute Projekte entwickeln
Die Allianz steht jetzt in der Verantwortung
Die Bürger wurden nicht ausreichend gehört
„Eine vertane Chance für unsere Region“
„Ich bedauere es sehr”
„Den Prüfprozess Biosphärengebiet beenden!”
Das Nein verpflichtet




