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Ravensburg Towerstars

Towerstars lassen gegen Landshut nur wenige Wünsche offen



Foto: Kim Enderle
Nach der Vertragsverlängerung unterstrich Mark Rassell mit dem 4:1 seine Qualitäten.

Ravensburg – Die Ravensburg Towerstars haben am Freitagabend den ewigen Rivalen EV Landshut klar in die Schranken gewiesen. Das Team von Headcoach Bo Subr siegte mit 6:3 und entschädigte die Zuschauer für eine deutlich verlängerte Spielzeit aufgrund einer erforderlichen Eisreparatur hinter dem Gästetor.

Mit 2.981 Zuschauern war die CHG Arena ordentlich gefüllt, die Stimmung schon vor dem Spiel bestens. Dafür sorgte freilich die beim Einlauf des Teams vermeldete Botschaft, dass Top-Torjäger Mark Rassell seinen Vertrag vorzeitig um eine weitere Saison verlängert hatte. Zusammen mit den Kollegen der ersten Sturmreihe wirbelte der 28-jährige Kanadier auch von Beginn an mächtig los und Philipp Dietl im Gästetor war schon in der Startminute gefordert. Auch die Folgeminuten gehörten klar den Towerstars, die schnell und selbstbewusst die neutrale Zone durchspielten und sofort den Abschluss suchten. Dazwischen gab es aber auch durchaus gute Einschussmöglichkeiten der Niederbayern.

Nach acht Minuten brachten die Towerstars ihre optischen Vorteile endlich auch auf die Anzeigetafel. Florin Ketterer schickte Odeen Tufto mit einem weiten Pass auf die Reise und der US-amerikanische Stürmer brachte das Spielgerät letztlich im Nachschuss zum 1:0 unter. Auch danach gaben die Towerstars insgesamt den Ton an. Das 2:0, 59 Sekunden vor der ersten Pause, war da längst überfällig. Wieder war es Odeen Tufto, der nach einem übersichtlichen Pass von Nick Latta trocken aus der Halbdistanz einnetzte.

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Auch zum zweiten Spielabschnitt kamen die Towerstars mit Schwung aus der Kabine. Landshuts Trainer Uwe Krupp hatte seinen Schützlingen in der Pause offensichtlich entschlossenere Defensivarbeit und konsequenteres Vorchecking auferlegt. Einmal in der gegnerischen Zone festgesetzt, waren die Oberschwaben allerdings schwer zu bremsen. Nach knapp vier Minuten durfte sich Robbie Czarnik über das 3:0 freuen, nachdem der EVL-Keeper den Puck über die Stockhand unglücklich selbst über die Linie gelenkt hatte.

Die Gäste nutzten zweieinhalb Minuten später durch Jakob Mayenschein jedoch eine nicht konsequente Abwehrarbeit der Towerstars zum 3:1-Anschlusstreffer – es sollte für die Towerstars eine Mahnung sein. Keine vier Minuten später merzte Mark Rassell mit dem 4:1 den Lapsus prompt wieder aus. Am linken Pfosten postiert, lenkte er den starken Pass von Robbie Czarnik in den rechten Torwinkel.

Kurze Zeit später, konkret in der 33. Minute, wurde das Spiel jedoch jäh unterbrochen. Hinter dem Tor von Ilya Sharipov klaffte am Bandenumlauf ein großes Loch. Nach ersten Reparaturversuchen entschieden die Hauptschiedsrichter nach Absprache mit den Teams, die Drittelpause vorzuziehen. Nach knapp 35 Minuten konnte das Spiel dann fortgesetzt werden. In der noch ausstehenden Zeit des zweiten Spieldrittels ging es hin und her, man merkte den Spielern beider Teams jedoch an, dass der Rhythmus erst wieder gefunden werden musste.

Weitere Treffer blieben somit aus, dafür gab es schon nach 28 Sekunden im nun offiziell laufenden Schlussdrittel erneut Grund zum Jubel. Einen Distanzschuss von Denis Pfaffengut lenkte EVL-Keeper Philipp Dietl mit der Stockhand im hohen Bogen ab, und den wieder herunterfallenden Puck bugsierte Alexander Dersch mit dem Schienbein ins eigene Tor.

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Als der Ingolstädter Förderlizenzstürmer Nicolas Schindler knapp zwei Minuten später den Puck nach einem sehenswerten Sololauf im Fallen zum 6:1 über die Linie schob, war die Stimmung auf den Rängen definitiv auf dem Höhepunkt. Dass Landshut noch zwei weitere Treffer zur 6:3-Ergebniskosmetik erzielen konnte und die Towerstars in der Schlussphase in Unterzahl wieder etwas härter arbeiten mussten, war letztlich nur ein Schönheitsfehler eines ansonsten perfekten Abends.

„Wir sind selbstbewusst aus der Kabine gekommen und die Chancen, die uns Landshut gegeben hat, konnten wir zur Führung und anschließend zum Ausbau nutzen. Am Ende waren wir bei der hohen Führung etwas schlampig, aber dennoch haben die Jungs ein gutes Spiel gemacht“, sagte Towerstars-Coach Bo Subr. Dank der drei Punkte haben die Towerstars ihre Ambitionen auf Platz vier gewahrt und sind nun wieder punktgleich mit dem Tabellenvierten Bietigheim. Am Sonntag um 17 Uhr wartet jedoch bereits das nächste wichtige Spiel beim Tabellennachbarn Regensburg.

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