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Ravensburg Towerstars

Towerstars können sich für offensive Überlegenheit nicht belohnen



Foto: Frank Enderle
Eine der zahlreichen Torchancen der ersten Sturmreihe

Ravensburg – Chancen gab es im gesamten Spielverlauf zuhauf, doch am Ende mussten sich die Ravensburg Towerstars den Eisbären Regensburg geschlagen geben. Das Team von Coach Bo Subr steht weiterhin in der direkten Viertelfinalzone, verpasste aber erneut die große Chance, alleiniger Tabellenvierter zu werden.

Die Oberschwaben traten beim Gastspiel in Regensburg mit derselben Aufstellung an wie zwei Tage zuvor gegen Landshut, erwischten allerdings einen wenig erquicklichen Start in die Partie. Erst 27 Sekunden waren von der Uhr getickt, als Bryce Kindopp einen folgenschweren Abstimmungsfehler zum 1:0 für die Hausherren nutzte. Auch in den folgenden Wechseln wirkten die Towerstars nervös und Torhüter Ilya Sharipov musste mehrfach retten. Allmählich schüttelten die Oberschwaben das schnelle Gegentor ab und kamen verstärkt zu Druckphasen in der gegnerischen Zone. Nach fünfeinhalb Minuten erzielten die Towerstars den 1:1-Ausgleichstreffer. Nach einem gewonnenen Bully in der Eisbären-Zone kam der Puck zu Niklas Hübner, der mit einem Handgelenkschuss aus der Halbdistanz platziert zum 1:1 ins lange Eck traf.

Fortan übernahmen die Towerstars deutlich das Kommando, ließen die Scheibe schnell laufen und erspielten sich hochkarätige Chancen. So auch in der 13. Minute, als Robbie Czarnik gemeinsam mit Mark Rassell auf das gegnerische Tor zog, der Puck beim letzten Pass jedoch einen Tick zu scharf kam. In der Schlussphase folgten weitere starke Szenen, allerdings agierte die Ravensburger Defensive teils auch zu fahrlässig. Keeper Ilya Sharipov musste so einen Alleingang von Alex Berardinelli entschärfen. Auf der Gegenseite scheiterte 68 Sekunden vor der ersten Pause Mark Rassell am Eisbären-Torhüter Jonas Neffin – es blieb beim 1:1.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts mussten die Towerstars zunächst eine numerische Unterzahl überstehen, dann hatten Erik Karlsson und Robbie Czarnik die Führung auf dem Schläger. Sie fuhren ein 2-gegen-0-Break, brachten den Puck allerdings nicht im gegnerischen Gehäuse unter. In den Folgeminuten stand die Ravensburger Defensive erneut im Brennpunkt. Zunächst setzte es eine Strafzeit gegen Florin Ketterer, fünf Minuten später traf es Alec Ahlroth. Das Penaltykilling war jedoch effektiv und verhinderte den Gegentreffer.

In der Schlussphase des zweiten Drittels hatten die Towerstars dann definitiv ihre beste Phase des Spiels. 35 Minuten waren gespielt, als Robbie Czarnik die Hartgummischeibe zum 1:2 in die Maschen drosch. Damit war auch eine längere Phase ohne Überzahltreffer endlich beendet. 50 Sekunden vor der Pause jubelten die Towerstars zum dritten Mal – wenn auch verhalten. Nach einem Schuss steckte die Scheibe unter der Beinschiene von Neffin, die verdächtig weit hinter die Torlinie gerutscht war. Die erste Entscheidung der Unparteiischen lautete jedoch „kein Tor“. Da der Puck im Videobeweis unter der Torhüterschiene nicht zu sehen war, konnte die Entscheidung nicht revidiert werden – bitter für die Towerstars, die statt mit einer 1:3-Führung nur mit dem 1:2 in die zweite Pause gingen.

Es war klar, dass im Schlussabschnitt für die Oberschwaben alles passen musste, um die Führung über die Zeit zu bringen. Der Wunsch – auch der mitgereisten Fans – erfüllte sich allerdings nicht. In der 45. Minute setzte es gegen Marvin Schmid eine Strafzeit wegen Hakens. Knapp zur Halbzeit der Unterzahl kam David Morley zum Direktschuss und der Puck schlug zum 2:2 im rechten Eck ein. Regensburg war wieder im Spiel und auch die lange Zeit ziemlich still gewordene Atmosphäre der Regensburger Zuschauer war nun wieder da.

Die Partie wog hin und her und es war klar, dass individuelle Fehler das Zünglein an der Waage spielen würden. Zum Leidwesen der Towerstars kam es dann auch so. Fünf Minuten vor dem Ende enteilte David Morley der Ravensburger Abwehr, Niklas Hübner musste die Notbremse ziehen und es gab Penalty. Diesen verwandelte der Eisbären-Topstürmer eiskalt zum 3:2. In der Schlussphase ging Towerstars-Trainer Bo Subr volles Risiko, zog den Torhüter vom Eis und versuchte, in den letzten zwei Minuten bei 6 gegen 5 zum Ausgleich zu kommen. Dieser wollte allerdings nicht fallen, stattdessen trafen die Hausherren noch zweimal ins leere Ravensburger Tor zum 5:2-Endstand.

„Natürlich sind wir enttäuscht, weil wir die Chancen zum Ausbau der Führung nicht genutzt haben. So gaben wir das Spiel im Schlussdrittel durch individuelle Fehler her“, sagte Coach Bo Subr.


 

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