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Trend-Mobilität

Sicher unterwegs mit der Pedelec-Kampagne „E im Griff“



Region – Pedelecs liegen voll im Trend: Im Jahr 2024 wurden nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV) in Deutschland mehr als zwei Millionen Fahrräder mit elektrischer Tretunterstützung verkauft. Die Verkaufszahlen von Pedelecs sind in den letzten Jahren stark gestiegen, gleiches gilt leider auch für die Unfallzahlen. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) sind im Jahr 2023 fast 24.000 Menschen verunglückt, die mit einem Pedelec unterwegs waren. Darunter sind immer häufiger auch jüngere Pedelec-Fahrende: 2023 war knapp ein Drittel (31 Prozent) der Verunglückten auf Pedelecs jünger als 45 Jahre.

Die neue Kampagne „E im Griff“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) klärt über die Gefahren und Herausforderungen bei der Nutzung des Elektrofahrrads auf. Bereits 2023 hatte der DVR eine Pedelec-Kampagne gestartet, mit der vornehmlich ältere Menschen angesprochen wurden. Mit einem Video-Spot, Social-Media-Inhalten und Audio-Spots wird nun der Fokus auch auf Fahrende im berufstätigen Alter erweitert. Die Kampagne wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) unterstützt.

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Sichere Handhabung

Zentrale Inhalte sind das sichere Anfahren und Bremsen, das Tuning von Pedelecs sowie die sichere Kinderbeförderung mit dem Elektro-Lastenrad. Die Kampagne spricht aber auch Pkw-Fahrende an, um mit konkreten Handlungsaufforderungen auf die Sicherheit der Pedelec-Fahrenden hinzuweisen und ein respektvolles Miteinander im Straßenverkehr zu fördern. Die Präventionskampagne informiert unter anderem über die sichere Handhabung eines Pedelecs. „Oftmals werden die Unterschiede zu konventionellen Fahrrädern unterschätzt. Pedelecs sind bis zu zehn Kilogramm schwerer als herkömmliche Fahrräder. Beim Anfahren und Anhalten kann es zu Balanceproblemen kommen. An die unerwartet starke Beschleunigung muss man sich gewöhnen“, erläutert der DVR-Hauptgeschäftsführer Stefan Grieger. „Aufgrund des höheren Gewichts in Kombination mit einer höheren Geschwindigkeit ergibt sich beim Fahren eines Pedelecs auch ein längerer Bremsweg. Viele Elektrofahrräder haben daher Bremsen mit einer hohen Bremswirkung. Fahrende sind oft überrascht über die starke Bremskraft“, ergänzt er.

Umfrageergebnisse

Eine repräsentative Befragung im Auftrag des DVR hat ergeben, dass rund 50 Prozent der Befragten im Vergleich zum herkömmlichen Fahrrad mit dem Pedelec längere Strecken zurücklegen. 40 Prozent geben an, die Fahrten mit dem Pedelec mehr zu genießen als mit dem normalen Fahrrad. Vor allem Männer und Personen im Alter von 30 bis 40 Jahren in urbanen Gebieten berichten von einer intensiveren Nutzung des Elektrofahrrads. Jede fünfte befragte Person stellt dabei eine Verbesserung oder einen Ausbau der Fahrradinfrastruktur fest.

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Zudem geben rund sieben Prozent an, in den letzten Monaten eine gefährliche Situation oder einen Unfall mit dem Pedelec ohne Beteiligung Dritter erlebt zu haben. Als Auslöser für einen Alleinunfall wird vor allem der schlechte Zustand der Straße oder des Radweges genannt (40 Prozent). Etwa jede fünfte befragte Person nennt als Grund für eine gefährliche Situation das Überfahren von Bordsteinkanten oder Straßenbahnschienen sowie einen Gleichgewichtsverlust beim Auf- oder Absteigen. Acht Prozent geben an, eine gefährliche Situation oder einen Unfall mit anderen Verkehrsteilnehmenden erlebt zu haben. Die Schuld an einem Unfall mit Fremdbeteiligung wird von den Befragten mehrheitlich beim anderen Unfallbeteiligten gesehen (75 Prozent).


Weiterführende Informationen:

>> Kampagne “E im Griff”

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