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Kommentar

„Papa – was passiert, wenn eine Atombombe auf unsere Stadt fällt?“



Foto: Julian Aicher
Friedensfahne am Leutkircher Rathaus.

6. August 1945: Hiroshima wird von einer Atombombe getroffen. Heute vor 79 Jahren starben binnen weniger Minuten zehntausende Menschen. Wir wollen ihrer gedenken. Der Gedenktag mahnt. Ziehen wir Lehren daraus?

Am 6. August 1945 explodierte die erste Atombombe in einem Krieg. Und zwar in der japanischen Stadt Hiroshima. Drei Tage später wurde eine Atombombe auf Nagasaki geworfen. Folge: Insgesamt 100.000 Tote –  plus mindestens 130.000 an Spätfolgen Verstorbene. „Papa – was passiert, wenn eine Atombombe auf unsere Stadt fällt”, fragte kürzlich eine 14-Jährige ihren Vater in Bad Waldsee.

„Wir müssen kriegstüchtig werden.” Soweit Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) 2023. Kriege werden mit Waffen geführt. Auf der Erde lagern 12.000 Atomwaffen. Etwa 5500 davon in Russland. Aus Moskauer Regierungskreisen wurde seit 2022 hin und wieder der Einsatz von Atomwaffen genannt. Dass Atombomben einmal tatsächlich ihren wirklichen Schrecken verbreiten, erfuhr die Menschheit am 6.  und 9 August 1945. Beim Abwurf der Bomben durch die USA.

„Ein einziger Atombombenabwurf kann hunderttausende Menschen töten.“ So schreibt es Greenpeace. Die Bombenexplosion verbreitet starke Hitze. Es folgen Brände und die Druckwelle beschädigt und zerstört Gebäude.” Damit nicht genug. „Hinzu kommt die radioaktive Strahlung, die direkt tödlich oder schwer verletzend wirkt, sich später, in abgeschwächtem Zustand, über Partikel als Fallout in der Atmosphäre verbreitet, die Umgebung verseuchen und schwerwiegende gesundheitliche Folgen hervorrufen kann.” Nach 1945 sollen es in Nagasaki und Hiroshima nochmals 130.000 Tote deswegen gewesen sein.

Kriegsgefahr? UNO-Generalsekretär António Guterres bezeichnete sie 2023 als „so hoch wie seit Jahrzehnten nicht” (wie die „Berliner Zeitung“ am 6. Februar 2023 berichtete). Derzeit beginnt sich eine neue Rüstungsspirale zu drehen. 2026 sollen neue US-Raketen von Deutschland aus gegen Russland gerichtet werden. So verkündete es Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). In Teilen der SPD gibt es Bedenken dagegen. Die CDU wünscht eine Bundestagsdebatte dazu.

Rückblick: Als die NATO 1979 beschlossen hatte, atomare US-Mittelstreckenraketen Richtung Russland aufzustellen, protestierten in Deutschland Hunderttausende dagegen. Wo sind die Friedensdemonstranten heute?

Wer Raketen aufstellt, gerät ins Visier des Gegners. Wer droht, wird bedroht.

Was würde eine russische Atomrakete anrichten, die das NATO-Kommando in der Ulmer Wihelmsburg-Kaserne oder Rüstungsfirmen am Bodensee träfe? Wer Orte in diesem Bereich etwa unter „nuclearmap” im Internet angibt und dabei die russische Topol-Rakete mit nennt, kann da lesen: Im Umkreis von 6,53 Kilometern „stürzen die meisten Wohngebäude ein“.  Damit nicht genug, komme es in einem Radius von 11,1 Kilometer um den Bombeneinschlag zu „Verbrennungen dritten Grades”. Wenig Phantasie braucht, wer daran denkt, wie sich die Bevölkerung wohl auch außerhalb dieser Umkreise auf solch einen Raketeneinschlag verhalten dürfte. Mit Angst? Mit Panik? Mit lähmendem Entsetzen?

Der 6. August – ein Tag der Erinnerung. Aber auch ein Tag, der eine friedliche Zukunft anmahnt. Eine ohne Atomkrieg. Eine friedens-tüchtige.
Julian Aicher




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