Skip to main content
Timo Egger: Verordnung zum Biosphärengebiet steht

Kommunen erhalten pragmatische, rechtssichere Grundlage



Foto: Protessteam Biosphärengebiet
Sehen in einem Biosphärengebiet in Oberschwaben viel Potenzial: die Bürgermeister Michael Reichle (Illmensee), Dr. Jochen Currle (Guggenhausen und Unterwaldhausen), Achim Deinet (Bad Schussenried), Peter Diesch (Bad Buchau), Matthias Burth (Aulendorf), Matthias Henne (Bad Waldsee), Timo Egger (Fleischwangen); von links. Die Aufnahme entstand in Bad Waldsee am Stadtsee.

Region – Die Bürgermeister, die das geplante Biosphärengebiet Oberschwaben unterstützen, begrüßen den mit dem Land vereinbarten Verordnungsentwurf. Er stellt nach ihrer Einschätzung ein Novum im Vergleich zu bestehenden Biosphärengebietsverordnungen dar und ist bewusst pragmatisch gehalten. Das schreibt Timo Egger, Sprecher des Prozessvorstands und Vorsitzender der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Biosphärengebiet, im Hauptberuf Bürgermeister von Fleischwangen. Nachstehend seine Pressemitteilung im Wortlaut:

Ziel war es, die vielfach geäußerten Sorgen von Landeigentümerinnen und Landeigentümern sowie Interessenvertretungen ernst zu nehmen und die Teilnahme für Kommunen in einer Gebietskulisse ohne relevantes Risiko zu ermöglichen. Zu den zentralen Verhandlungserfolgen zählen ein fristloses Kündigungsrecht aus wichtigem Grund, das bei maßgeblichen gesetzlichen Veränderungen einen sofortigen Austritt erlaubt, sowie eine reguläre Kündigungsfrist. Die Geschäftsstelle wird als Regionalentwicklungsteam organisatorisch direkt bei einem Landratsamt angesiedelt und inmitten der potentiellen Kulisse räumlich verortet. Im Lenkungskreis ist der kommunale Anteil überproportional, damit Entscheidungen in der Region und aus kommunaler Verantwortung heraus getroffen werden können.

“Flexible Kündigungsregelung”

„Mit dieser Verordnung schaffen wir verlässliche Leitplanken, die Handlungsspielräume eröffnen, statt neue Hürden aufzubauen“, erklären die Bürgermeister. „Die Kombination aus flexibler Kündigungsregelung, klarer kommunaler Steuerung und einer praxisnahen Geschäftsstelle als Dienstleister und Kümmerer vor Ort sorgt dafür, dass Kommunen mit verlässlichen Rahmenbedingungen und großer Gestaltungsfreiheit mitwirken können.“

Neben den kritischen Stimmen sehen die Kommunen erhebliche Chancen für die regionale Entwicklung. Das Biosphärengebiet wird als Plattform verstanden, um Wertschöpfungsketten zu stärken, Fördermittel wirksam in die Region zu holen, interkommunale Projekte zu bündeln und die Profilierung des Standorts voranzutreiben. Die Bürgermeister halten daher an der bereits gestarteten Planung fest und wollen den Prozess geordnet zu Ende bringen. Besonders betont wird der Nutzen der bisherigen Zusammenarbeit. In den Arbeitskreisen haben bereits mehr als 500 Personen aus der Region aus vielen unterschiedlichen Fachrichtungen mit viel Engagement mitgewirkt und tolle Ideen eingebracht. Die Ergebnisse und Netzwerke sollen unabhängig vom finalen Votum der Kommunen erhalten bleiben. Ziel muss sein, die erarbeiteten Konzepte in der Region weiterzuverwenden und, wo sinnvoll, auch umzusetzen.

“Die Region profitiert”

„Wir haben eine tragfähige, praxistaugliche Grundlage verhandelt. Jetzt geht es darum, die Beteiligung geordnet abzuschließen und auf dieser Basis informierte Entscheidungen zu treffen. Die Region profitiert in jedem Fall, weil Strukturen, Wissen und Partnerschaften bleiben“, heißt es abschließend im Statement der überzeugten Bürgermeister.
Für das Prozessteam Biosphärengebiet: Timo Egger

Sie befürworten ein Biosphärengebiet in Oberschwaben: die Bürgermeister Achim Deinet (Bad Schussenried), Michael Reichle (Illmensee), Matthias Burth (Aulendorf), Peter Diesch (Bad Buchau), Matthias Henne (Bad Waldsee), Dr. Jochen Currle (Guggenhausen und Unterwaldhausen) und Timo Egger (Fleischwangen); von links. Die Aufnahme entstand vor dem Neuen Rathaus in Bad Waldsee. Foto: Prozessteam

Anm. d. DBSZ-Red.: Stellungnahmen von Akteuren mit zielgerichteter Interessenslage – wie im vorliegenden Fall – enthalten in aller Regel Meinungsbestandteile. Die Redaktion der Bildschirmzeitung akzeptiert ein breites Spektrum an Meinungen. Nicht veröffentlich werden extremistische, persönlichkeitsverletzende oder offensichtlich wahrheitswidrige Äußerungen.

Bevorzugt veröffentlichen wir Leserbriefe / Offene Briefe / Stellungnahmen zu lokalen und regionalen Themen. Aber auch Meinungsäußerungen zu allgemeinen Themen, die die hiesige Leserschaft bewegen, werden gerne entgegengenommen.

Die Zwischentitel und die Bildunterschriften wurde von der Redaktion der Bildschirmzeitung gesetzt.




NEUESTE BEITRÄGE

Seminar Genuss aus dem Garten vom 7. bis 8. April

Selbstversorgen mit Gemüse leichtgemacht an der Bauernschule Bad Waldsee

Bad Waldsee – Gemüse im eigenen Garten anbauen, die regionale Lebensmittelproduktion neu verstehen und Wertschätzung für heimische Produkte erlebbar machen: Die Bauernschule bietet mit der GenussRegion Bad Waldsee ein Seminar an, das praktische Tipps der Selbstversorgung mit dem Anbau von Gemüse verbindet. Ziel der GenussRegion ist es, die regionale Landwirtschaft mit ihren Produkten sichtbar und erlebbar zu machen.
Am 7. März Veranstaltung in Leutkirch

Elternselbsthilfegruppe Suchtgefährdung besteht seit 25 Jahren

Leutkirch (dbsz) – Am 9. Februar 2026 waren es genau 25 Jahre seit dem 1. Treffen der Elternselbsthilfegruppe Suchtgefährdung. Aus dem “Elternkreis Leutkirch” wurde inzwischen die Elternselbsthilfe Allgäu-Oberschwaben, der Zusatz Suchtgefährdeter und Suchtkranker ist geblieben. “Wir sind der Meinung, dieses Jubiläum ist ein Grund zum Feiern”, schreibt uns Beate Stör, die Initiatorin von damals. Und verweist auf ein umfängliches Programm, das die Elternselbsthilfe Allgäu-OberschwabenI am 7. Mä…
Verkaufsoffener Sonntag am 8. März

42. Wangener Ostereiermarkt am 7. und 8. März

Wangen – Der 42. Wangener Ostereiermarkt findet am Samstag, 7. und Sonntag, 8. März statt. Zudem öffnen die Geschäfte in der malerischen Altstadt beim verkaufsoffenen Sonntag (8.3.) von 13.00 bis 17.00 Uhr ihre Türen. Herzliche Einladung also, nicht nur die schönen Eierkunstwerke anzuschauen und zu kaufen, sondern auch die neue Frühjahrsmode und Ostergeschenke auszusuchen.
Festspiele Wangen

Heuer „Venedig im Schnee“ und „Die Bremer Stadtmusikanten“

Wangen (rei) – Seit 2011 gibt es die Festspiele Wangen. Im malerischen Zunftwinkel wird anspruchsvolles Freilichttheater geboten. Es gibt stets zwei Inszenierungen: ein Abendstück und ein Familienstück. Heute (5.3.) wurde gegenüber der Presse die Saison 2026 vorgestellt. Vom 29. Juli bis 23. August werden die Stücke „Venedig im Schnee“ und „Die Bremer Stadtmusikanten“ gezeigt. Unser Reporter Herbert Eichhorn war bei der Vorstellung des Konzeptes für 2026 dabei. Sein Bericht mit vielen Einzelh…
Gewerkschaft NGG mit nächtlicher Aktion vor Lactalis/OMIRA in Ravensburg

Mit Kreide Tarifbindung angemahnt

Ravensburg (NGG / rei) – Die Botschaft war unübersehbar, bunt und direkt vor der Haustür des angesprochenen Unternehmens angebracht: Kreidebotschaften auf der Straße mit der Forderung nach fairer Entlohnung bei OMIRA, die zum französischen Konzern Lactalis gehört. Aufgemalt hatten es Aktivisten der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in der Nacht zum 5. März auf dem Gelände vor der OMIRA und dem öffentlichen Fußgängerweg. Die Schriftzüge sind wohl im Laufe des Tages abgegangen oder …

MEISTGELESEN

Ausführlicher Bericht

Bad Wurzach lehnt Biosphärengebiet ab

Bad Wurzach (dbsz) – Bad Wurzach steigt aus dem Prüfprozess zur Schaffung eines Biosphärengebietes in Oberschwaben aus. Mit 17 zu 4 Stimmen wurde am Montagabend (13.10.) in der Gemeinderatssitzung der Antrag der CDU-Fraktion angenommen. Ein Antrag der zweiköpfigen Fraktion der Grünen auf Vertagung einer Beschlussfassung wurde mit derselben Mehrheit abgelehnt. Die Entscheidung Bad Wurzachs gilt als schwerer Rückschlag für den Prozess, verfügt die Stadt doch mit dem Wurzacher Ried über ein Herz…
Landesmeisterschaft

Fünfacher Triumph für die Haarwerkstatt aus Kißlegg

Kißlegg – Großer Jubel bei der Landesmeisterschaft 2026 des Fachverbands für Friseure und Kosmetik Baden-Württemberg: Ramona Egger aus der Haarwerkstatt in Kißlegg sicherte sich gleich dreimal Gold – und darf sich nun dreifache Landessiegerin nennen.
mit Bildergalerie
veröffentlicht am 5. März 2026
Argenbühl

Landwirt durch Bullen schwer verletzt

Argenbühl – Zu einem unglücklichen Arbeitsunfall kam es am Freitag (27.2.) um 17.25 Uhr, als auf einem Rinderhof in Ratzenried ein Landwirt bei Stallarbeiten durch einen Bullen gegen eine Metallbrüstung gedrückt und dabei schwer verletzt wurde.
Ab jetzt kann man abstimmen

Bad Wurzach im Rennen um Deutschlands schönsten Wanderweg 2026

Bad Wurzach – Seit dem 2. März läuft die bundesweite Publikumswahl um den Titel „Deutschlands schönster Wanderweg 2026“. Der „Moor-Weg – Ried pur erleben“ in Bad Wurzach ist offiziell nominiert und zählt zu den zehn besten Tagestouren Deutschlands.
Landtagswahl

Bundeskanzler Merz am 6. März in Ravensburg 

Ravensburg – Bundeskanzler Friedrich Merz kommt am 6. März nach Ravensburg. Hier die Mitteilung von Seiten der CDU:
von Christian Natterer, CDU
veröffentlicht am 24. Februar 2026

TOP-THEMEN

Friedrichshafen – Im Januar verstarb Lilo Rademacher. Die Gewerkschafterin wurde 77 Jahre alt. Ein Leben lang kämpfte…
Bad Wurzach – Seit dem 2. März läuft die bundesweite Publikumswahl um den Titel „Deutschlands schönster Wanderweg 202…
Ulm / Bad Waldsee – Mehr Zeit für die Bildung der neuen Groß-Pfarreien war eine Forderung beim Austausch zum diözesan…

VERANSTALTUNGEN