Skip to main content
ANZEIGE
Die Kirchenwahl in der Evangelischen Landeskirche

Isabelle Nägele, Matthias Pfizenmaier,  Eva Militz und Philipp Jägle sind Synodale



Stuttgart / Ravensburg – Die Kirchenwahl 2025 in Württemberg ist gelaufen. Sie brachte Überraschungen, Enttäuschungen, Erkenntnisse. Gewählt wurden für sechs Jahre 7000 Kirchengemeinderäte sowie 90 Mitglieder der Landessynode. Aus dem Wahlkreis Biberach/Ravensburg wurden in die Landessynode bei den Laien gewählt: Isabelle Nägele (Offene Kirche), 7264 Stimmen; Matthias Pfizenmaier (Lebendige Gemeinde), 6296 Stimmen;  Eva Militz (Offene Kirche), 5587 Stimmen. Gewählt bei den Theologen: Philipp Jägle (Evangelium und Kirche) 5540 Stimmen.

Die Synodale des Wahlbezirks Biberach/Ravensburg:

Laien

Isabelle Nägele. Foto: Die Kavallerie, Tübingen

Matthias Pfizenmaier. Foto: Campaigners Network GmbH

Eva Militz. Foto: Die Kavallerie, Tübingen

Theologe

Philipp Jägle. Foto: Photoart Hund

Große Wahlkreise – geringere Wahlbeteiligung

Die Wahlbeteiligung lag landeskirchenweit bei 22,4 Prozent (2019: 22,9 Prozent). Die höchste Wahlbeteiligung erreichte Schwäbisch Hall mit 27,24 Prozent, die rote Laterne trägt der Wahlkreis 10, der Kirchenbezirk Ravensburg/Biberach, mit 16,47 Prozent (2019: 17,3). Bei der Wahl 2019 war der Wahlkreis Tuttlingen/Balingen Schlusslicht gewesen mit 15,8 Prozent.

Nun zählten die Evangelischen im oberschwäbischen Wahlkreis 10 traditionell nicht zu den eifrigsten Wählern. Vor sechs Jahren war die Wahlbeteiligung mit 17,3 Prozent nur etwas höher. Der eine oder andere Prozentpunkt ging dieses Mal durch die fehlerhafte Stimmabgabe bei den Briefwahlen verloren. Zwar wurde das Angebot gerne angenommen, aber nicht selten vergaßen die Wähler die Wahlbenachrichtigung in den Umschlag zu stecken. Dies beklagte zum Beispiel in Leutkirch Hansjörg Baur, Vorsitzender des Ortswahlausschusses. Dort hätte das Ergebnis rund zwei Prozentpunkte höher gelegen, wären alle Briefwahlunterlagen richtig abgegeben worden.

Wahlanalyse durch Dekan Hauff

Bei der Wahl der Kirchengemeinderäte gab es in manchen Gemeinden nur die notwendige Anzahl von Kandidierenden für die bestehenden Sitze, in manchen wurde sogar die Anzahl der Sitze reduziert, weil es nicht genügend Kandidierende gab. Ein Grund für die Zurückhaltung der Bewerber könnte laut Dekan Dr. Hauff in der langen Amtsperiode von sechs Jahren liegen. Würden Mitarbeitende für Projekte gesucht – wie etwa die Vesperkirche – dann engagierten sich viele. Doch eine Verpflichtung über Jahre hinweg scheue so mancher, was ein allgemeiner Trend sei. Allerdings, so räumt Hauff ein, brauche es auch seine Zeit, bis sich jemand in die Struktur Kirchengemeinderat eingearbeitet habe. Deshalb hält er eine Verkürzung der Amtszeit nicht für sinnvoll. Er legt den Leitenden lieber ans Herz, auf die Sitzungskultur zu achten, zum Beispiel spätestens gegen 22.00 Uhr die Tagung zu beenden. Wichtig sei auch, Gemeinschaft zu pflegen, damit die KGR-Mitglieder gerne zusammenkommen.  Und es bestehe schließlich die Möglichkeit, das Gremium zu verlassen, wenn aus biografischen Gründen die KGR-Mitarbeit nicht mehr leistbar sei.

Bei den Wahlen zur Landessynode ist nach Meinung des Dekans die Größe des Wahlkreises durchaus ein Problem. Ein Blick auf die Karte und das Wahlverhalten macht auch deutlich: Je größer der Wahlkreis, umso geringer die Beteiligung. Neben Biberach/Ravensburg kamen die nächst größeren Wahlkreise Rottweil/Zollernalb auf 17,43 Prozent und Ostalb/Heidenheim auf 19,21 Prozent. Abgesehen vom flächenmäßig kleinen Wahlkreis Stuttgart mit 19, 81 Prozent lagen alle weiteren und kleineren Kreise über der 20-Prozent-Marke.

Durch die großen Entfernungen bedeutete es zum Beispiel für die Kandidierenden der Landessynode im Wahlkreis Biberach/Ravensburg einen sehr hohen zeitlichen Einsatz, sich von der Alb bis zum Bodensee persönlich vorzustellen. Immerhin gab es vier Abende, an denen sich das Wahlvolk über Personen und Programm der vier Gesprächskreise informieren konnte. Dr. Hauff bedankte sich in persönlichen Schreiben bei den Kandidierenden für ihren Einsatz.

Das Abschneiden der einzelnen Gesprächskreise

Aus der Wahl geht eindeutig als Sieger der Gesprächskreis „Kirche für morgen“ hervor. Er gewann sechs Sitze hinzu, während der Gesprächskreis „Evangelium und Kirche“ sechs Sitze verlor. In welche Richtung sich die „Kirche für morgen“ entwickle, bleibe nach Meinung von Dr. Hauff abzuwarten. Schade findet er persönlich aber, dass der Gesprächskreis der Mitte „Evangelium und Kirche“ Sitze verloren habe. Ausgerechnet jene Gruppe, die theologisch sehr reflektiert arbeite und zugleich kompromissbereit Brücken bauen wolle zwischen den verschiedenen Positionen, sei geschrumpft. Mit jeweils 31 Sitzen hielten sowohl „Offene Kirche“ als auch „Lebendige Gemeinde“ ihre Position. 

Die Sitzverteilung

Von den 90 zu wählende Synodalen entfallen auf die
Offene Kirche: 31 Sitze
Lebendige Gemeinde: 31 Sitze
Kirche für morgen: 18 Sitze
Evangelium und Kirche: 10 Sitze
ergänzt um einen Vertreter der Ev.-Theol. Fakultät Tübingen
Barbara Waldvogel




NEUESTE BEITRÄGE

Bauzaunbanner sollen für Aufmerksamkeit sorgen

Polizeipräsidium Ravensburg führt Prävention gegen Telefonbetrug fort

Ravensburg – Auch im Jahr 2026 unternimmt das Polizeipräsidium Ravensburg große Anstrengungen, um zusammen mit weiteren Partnern den Kampf gegen die perfiden Betrugsmaschen zum Nachteil insbesondere älterer Menschen fortzuführen.
best wood SCHNEIDER ehrt zahlreiche Jubilare bei stimmungsvoller Weihnachtsfeier

best wood Schneider ehrte langjährige Mitarbeitende

Eberhardzell-Kappel – In Zeiten, in denen viele Unternehmen der Baubranche mit Unsicherheiten zu kämpfen haben, setzt best wood SCHNEIDER ein starkes Zeichen für Kontinuität, Zusammenhalt und Arbeitgeberattraktivität. Bei der Weihnachtsfeier des Unternehmens am 20. Dezember 2025, in der bis auf den letzten Platz gefüllten Turn- und Festhalle Eberhardzell, standen jene im Mittelpunkt, die den Erfolg des Holzverarbeiters seit vielen Jahren mitprägen: langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Betroffen: Aichstetten, Aitrach, Bad Wurzach, Kißlegg, Leutkirch, Isny, Wangen, Wolfegg und weitere Gemeinden

Verzögerungen bei der Müllabfuhr im östlichen Teil des Landkreises  

Landkreis – Aktuell kommt es im östlichen Teil des Landkreises Ravensburg zu Ausfällen und Verzögerungen bei der Müllabfuhr. Grund hierfür ist ein Dienstleisterwechsel sowie erschwerte Anfahrten durch die momentane Witterung. Betroffen sind insbesondere die Gemeinden Aichstetten, Aitrach, Amtzell, Argenbühl, Bad Wurzach, Kißlegg, Leutkirch, Isny, Wangen, Vogt und Wolfegg. Das Landratsamt bittet darum, Nichtleerungen zu melden und sich über die kostenlose Abfall-App über Verzögerungen ode…
Großes Tischtennisturnier in Blitzenreute

2. Bezirksrangliste für alle Aktiven aus dem Raum Allgäu-Bodensee

Bad Wurzach – Zum Auftakt der Rückrunde sind alle Damen und Herren des Tischtennisbezirkes Allgäu-Bodensee am Sonntag den 25. Januar 2026 in die Biegenburg-Halle in der Bauhofstrasse 41 nach Blitzenreute zur 2. Bezirksrangliste der Saison 2025/26, in allen Klassen, eingeladen. Der Durchführer des Turnieres, der SV Blitzenreute, Abteilung Tischtennis, erwartet bis zu 120 Teilnehmer aus dem gesamten Bodenseeraum und dem Allgäu.
Das Januar-Blatt von Bernd Mauchs Alt-Kißlegg-Kalender

Schloßstraße 46 in Kißlegg – ein Haus mit bewegter Geschichte

Kißlegg – Ortsheimatpfleger Bernd Mauch hat auch für das Jahr 2026 einen Kalender mit Ansichten zu Alt-Kißlegg herausgebracht. Letzte Exemplare des Kalenders sind zum Preis von 10,- Euro bei Eisenwaren-Martin (St. Anna-Straße 8) erhältlich. Im Januar-Blatt befasst sich Bernd Mauch mit dem Gebäude Schloss-Straße 46 (früher Bahnhofsstraße). Er schreibt:

MEISTGELESEN

Rettung des Reutener Pfarrhauses

Der Rat des Christian Skrodzki

Reute / Bärenweiler / Urlau – Christian Skrodzki ist in Sachen Altbau-Rettung ein Schwergewicht. Er war die Lokomotive beim Vorzeigeprojekt „Bürgerbahnhof Leutkirch“, der von einer Genossenschaft getragen ist. Die Genossenschaftsidee hat der Leutkircher Altbau-Entwickler auch bei der Genuss-Manufaktur in Urlau eingebracht. Seine ganze Kraft wendet er seit einigen Jahren dem Projekt „Heimat Bärenweiler“ zu, einem einst Waldburg-Zeil’schen Weiler bei Kißlegg, der über Jahrhunderte als Alterssit…
Ausführlicher Bericht

Bad Wurzach lehnt Biosphärengebiet ab

Bad Wurzach (dbsz) – Bad Wurzach steigt aus dem Prüfprozess zur Schaffung eines Biosphärengebietes in Oberschwaben aus. Mit 17 zu 4 Stimmen wurde am Montagabend (13.10.) in der Gemeinderatssitzung der Antrag der CDU-Fraktion angenommen. Ein Antrag der zweiköpfigen Fraktion der Grünen auf Vertagung einer Beschlussfassung wurde mit derselben Mehrheit abgelehnt. Die Entscheidung Bad Wurzachs gilt als schwerer Rückschlag für den Prozess, verfügt die Stadt doch mit dem Wurzacher Ried über ein Herz…
Seminare im Februar

Bauernschule Bad Waldsee

Bad Waldsee – Folgende Seminare bietet die Bauernschule Bad Waldsee im Februar an:
Chlorgas-Austritt

300 Menschen aus Therme in Bad Saulgau evakuiert

Bad Saulgau – Am Freitagabend (9.1.) ist es in der Therme Bad Saulgau zu einem Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst gekommen. Kurz nach 17.00 Uhr wurde ein Chlorgasaustritt festgestellt, woraufhin die Anlage vorsorglich geräumt und der Bereich durch die Feuerwehr und die Polizei weiträumig abgesperrt wurde. Rund 300 Badegäste und Mitarbeiter mussten das Gebäude verlassen. Das meldete der Informationsdienst SWD am 9. Januar um 20.07 Uhr. “Zu keinem Zeitpunkt bestand eine Gefahr für die Bes…
Bei der Autobahnkapelle

Autofahrer nach filmreifer Flucht vorläufig festgenommen

Leutkirch – Eine Strafanzeige unter anderem wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens und Fahrens ohne Fahrerlaubnis kommen auf einen 45-Jährigen zu, der sich am Mittwochvormittag (7.1.) an einer filmreifen Flucht vor einer Polizeikontrolle versucht hatte.

TOP-THEMEN

Karsee (dbsz) – Der Winter ist gekommen, in Karsee ist der Ski-Lift in Betrieb. Der Skilift Karsee bietet Bügelschlep…
Leutkirch (rei) – Dem brandneuen Leutkircher vhs-Programm – erstmals verantwortet vom neuen vhs-Leiter Stephan Wandin…

VERANSTALTUNGEN