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Der “Johanniter” vom Martinsberg

Ein exzellenter Jahrgang



Foto: Stadt Weingarten
Weinprobe im Klostergarten: Katrin Degenkolb (Agentur d-werk, zuständig fürs Design der Etiketten), Wolfgang Reck (Kirchengemeinde St. Martin), Günter Staud (Weinbergfreunde), Sylvia Burg (städtische Verwaltungsdirektorin), Gerhard Wirbel (Weinbergfreunde), Nadine Balzer (Stadt Weingarten), Uwe Stürmer (Weinbergfreunde) sowie Oberbürgermeister Clemens Moll (v. l.). Nicht auf dem Bild ist Weinbergfreund Michael Linse.

Weingarten – Frisch, aromatisch und im Abgang mit feiner, fruchtiger Note: Der neue Wein aus dem städtischen Rebgarten rund um die Basilika schmeckt ausgezeichnet. Abgefüllt in 0.75-Liter-Flaschen, wird der Johanniter nur zu ganz besonderen Anlässen verschenkt. 

Die Weinbergfreunde hatten es bei der Traubenernte Ende September 2023 bereits geahnt: Der neue Jahrgang würde dank dem langen, sonnigen Sommer exzellent werden. Tatsächlich hat der Weißwein bei der Verkostung im Rebhäuschen am 18. Juli überzeugt. „Da passiert was im Gaumen“, schwärmte Polizeipräsident Uwe Stürmer, der seit vielen Jahren zusammen mit anderen Ehrenamtlichen den Weinberg zwischen Klostermauer und Mostgässle hegt und pflegt. „Ein Genuss, ein absoluter Traum“, fand auch Oberbürgermeister Clemens Moll.

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1000 Liter gekeltert

Laut Weinbergdirektor Günter Staud sind aus der Rekordmenge von rund 1.500 Kilo geernteten Trauben knapp 1.000 Liter Wein gereift. Der Jahrgang 2023 hat einen Zuckergehalt von 94 Oechsle – so viel wie nie. Vom Zuckergehalt hängt die Qualität des Weins ab. Die Sorte Johanniter, eine Mischung aus Riesling, Ruländer und Gutedel, kommt ohne konventionelle Pflanzenschutzmittel aus. Die Rebsorte wird für ihre hervorragende Qualität geschätzt, ist resistent gegen Pilze und gut auf klimatische Veränderungen vorbereitet. Sie gilt deshalb als Wein der Zukunft.

Auch Dekan Schmid mundet der Tropfen

Auf die Zukunft freut sich auch die Kirchengemeinde St. Martin um Dekan Ekkehard Schmid, denn auch sie wird bald den besonderen Wein vom Martinsberg verschenken können. Die Weinbergfreunde haben entlang der Klostermauer und versuchsweise im schattigeren Teil des Gartens 100 zusätzliche Jungpflanzen gesetzt, die wunderbar gedeihen. 

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Oberbürgermeister Moll dankte den Weinbergfreunden

Oberbürgermeister Moll dankte allen Ehrenamtlichen, die das gesamte Jahr über Hunderte Stunden Arbeit in den schönen kleinen Weinberg stecken: „Ohne die Weinbergfreunde hätte die Stadt bei vielen Anlässen kein so exklusives Geschenk. Der Wein kommt immer sehr gut an.“

Dank gilt auch den Erntehelfern aus der Bürgerschaft, dem Baubetriebshof, dem Weingut Mathias Dilger aus Bermatingen, wo der Wein jedes Jahr reift, sowie Kirche und Land, die den Pachtzins für das Grundstück traditionell in Form des guten Tropfens erhalten.

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