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Landratsamt Ravensburg und Polizeipräsidium Ravensburg

Dritte gemeinsame Sicherheitskonferenz



Foto: LRA RV

Landkreis Ravensburg – Anfang Juni haben sich Vertreterinnen und Vertreter des Landratsamts und Führungskräfte des Polizeipräsidiums Ravensburg zur dritten gemeinsamen Sicherheitskonferenz getroffen, um sich über die aktuelle Sicherheitslage auszutauschen und verbindende Kernthemen zu beraten.

Nach der Begrüßung durch Landrat Harald Sievers stellte Polizeipräsident Uwe Stürmer anhand des kürzlich für den Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ravensburg veröffentlichten Sicherheitsberichts 2024 (abrufbar im Internet unter https://ppravensburg.polizei-bw.de/statistiken/) die Kriminalitätslage im Landkreis Ravensburg dar. Insgesamt ist dabei ein Rückgang der Kriminalität von rund 9 % zu verzeichnen, zugleich kann das Polizeipräsidium Ravensburg die zweithöchste Aufklärungsquote im Land vorweisen.

Diese objektiv gute Sicherheitslage in der Region deckt sich jedoch oft nicht mit dem subjektiven Sicherheitsempfinden der Bevölkerung, das – insbesondere durch einzelne, aber aufsehenerregende schwere Straftaten im öffentlichen Raum – oftmals deutlich negativer belastet ist. Ziel muss sein, hier fortlaufend und faktenbasiert zu informieren, um einer weiteren Beeinträchtigung des Sicherheitsempfindens entgegenzuwirken. Sorge bereitet den Behörden eine zunehmende Aggressivität von Kundinnen und Kunden gegenüber Mitarbeitenden in den verschiedenen Ämtern. Dezernent Reinhard Friedel führte anhand eines Fallbeispiels in die Thematik ein. Neben verbalen Angriffen sind dabei vereinzelt auch Tätlichkeiten zu verzeichnen, die regelmäßig eine Intervention durch die Polizei erfordern. Dies geschehe zwar schnell und unkompliziert und die Aggressoren gelangen entsprechend zur Anzeige, jedoch wird man hier auch die eigenen Betriebsabläufe überprüfen und notwendige Sicherheitsvorkehrungen treffen müssen, um den Beschäftigten hier bestmöglichen Schutz bieten zu können.

Das Referat Prävention des Polizeipräsidiums Ravensburg bietet allen Behörden hier kostenfreie Angebote zur Beratung sowohl in bautechnischer Hinsicht als auch zur Schulung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im deeskalierenden Umgang mit auffälligen Kundinnen und Kunden an. Nach wie vor Thema ist die Vermeidung von Vermisstenfällen bei Demenzkranken. Korrelierend zur Zunahme von Demenzerkrankten in der Gesellschaft nehmen auch entsprechende Fälle zu, in denen orientierungslose Personen abgängig sind. Diese Vermisstenfälle gipfeln regelmäßig in umfangreichen polizeilichen Suchmaßnahmen und erfordern erhebliche personelle und materielle Ressourcen, beispielsweise den Einsatz eines Polizeihubschraubers, notfalls auch zur Nachtzeit.

Der Einsatz von elektronischen Tracking-Systemen, die eine Lokalisierung der Vermissten vereinfachen und in den verschiedensten Ausführungen auch für Privatanwender verfügbar sind, würde hier Entlastung bringen und Demenzkranke vor möglichen Gesundheitsgefahren schützen. Hier soll versucht werden, entsprechende Einrichtungen und auch die Pflegestützpunkte zu schulen und das Thema in die nächste Pflegekonferenz im Herbst einzubringen. Ziel soll sein, zunächst in den Einrichtungen die Thematik zu verankern, um von dort in einem zweiten Schritt auch Privatpersonen beraten und unterstützen zu können.

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Der Umgang mit gefährlichen Personen und die Unterbringung psychisch Kranker erfordert oft behördenübergreifende Maßnahmen und enge Abstimmungen zwischen verschiedenen Beteiligten aufgrund unterschiedlicher Zuständigkeiten. Um hier eine schnelle und gezielte Intervention zu gewährleisten, sollen noch in diesem Jahr im Rahmen eines Runden Tischs mit allen Beteiligten Prozessabläufe festgelegt und somit eine größtmögliche Ausschöpfung des rechtlichen Instrumentariums in derartigen Fällen gewährleistet werden.

Dem im vergangenen Jahr neu gegründeten Verein “Gemeinsam.Sicher.e.V.”, der sich der Unterstützung der kommunalen Kriminalprävention verschrieben hat, sind zwischenzeitlich rund 20 Kommunen des Landkreises beigetreten. Hier werben das Landratsamt und das Polizeipräsidium um weitere Unterstützung und um weitere Mitglieder. Erste Projekte sind bereits umgesetzt worden, so beispielsweise Präventionsprojekte an Schulen in Weingarten und Amtzell oder die Förderung von “Roten Bänken – kein Platz für Gewalt an Frauen”.

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Die bereits zum dritten Mal durchgeführte gemeinsame Sicherheitskonferenz hat sich zwischenzeitlich als fester Bestandteil der behördenübergreifenden Kooperation zwischen dem Landratsamt Ravensburg und dem Polizeipräsidium Ravensburg etabliert und hat erneut bestätigt, dass eine enge Verzahnung und ein gemeinsamer Schulterschluss bei sicherheitsrelevanten Themen unverzichtbar ist.




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