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Vogelfütterung – wichtige Fragen und NABU-Antworten

Damit die zwitschernde Vielfalt satt wird



Foto: Jutta Trentz
Rotkehlchen an Futtertasse.

Stuttgart – Knusper, knusper, weg. Gartenvögel wie Meisen und Spatzen sind weltmeisterlich schnell darin, die leckersten Körner der Umgebung zu finden und aufzufuttern. Soll man immer für volle Futtersäulen sorgen? Wo finde ich gutes Vogelfutter? Und hilft füttern überhaupt den Vögeln, die Hilfe brauchen? NABU-Ornithologe Stefan Bosch beantwortet die wichtigsten Fragen.

Vogelfütterung durch die Natur und am Futterhaus

Das Vogelfüttern schafft eine tolle Gelegenheit, die Vogelwelt aus nächster Nähe zu erleben, auch für kleine Vogelfans. Wer dauerhaft Vögel beobachten und erleben will, sollte regelmäßig das Futterhaus auffüllen – da Vögel mobil sind, fliegen sie stets die attraktivste Futterquelle an. Ist mal Leerlauf am Futterhaus, ist das nicht schlimm und die Vögel kommen wieder, wenn aufgefüllt ist. Klar ist aber: Vögel zu füttern kann die Menge und Qualität natürlicher Ressourcen nie ersetzen. „Für den Schutz unserer artenreichen Vogelwelt brauchen wir in ganz Baden-Württemberg flächendeckend natürliche Futterangebote auf Brachflächen in der Feldflur, in naturnahen Gärten und mit einer vogelfreundlichen Waldbewirtschaftung“, stellt Ornithologe Bosch klar. „Je vielfältiger, desto besser. Nur dann findet die ganze Zwitschervielfalt das Futter, das die Vögel brauchen“, ist Bosch überzeugt.

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Zusätzlich zu einem Futterplatz als Vogel-Erlebnis-Spot sollten Gärten unbedingt vogel- und insektenfreundlich gestaltet sein, dort suchen sich Vögel ihr Futter – wie Insekten, Würmer, Beeren oder Sämereien – selbst. Beerensträucher, Blühpflanzen für Insekten, wilde Ecken und Laub unter Hecken helfen dabei. Grundsätzlich nutzen nur etwa zehn bis 15 häufige Arten das angebotene Futterhaus-Buffet, in der Regel erreicht man dabei keine gefährdeten Arten.

Von November bis Ende Februar Sonnenblumenkerne servieren

Am besten füttert man dann, wenn es wirklich kalt ist und Frost sowie Schnee die Futtersuche erschweren. Wenn Felder abgeerntet und Wiesen gemäht sind, finden Vögel weniger Futter in der Natur und sparen Energie, wenn zugefüttert wird. „Klassischerweise ist etwa zwischen November und Ende Februar die Futterstelle geöffnet“, so Bosch. Sonnenblumenkerne sind ein gutes Basisfutter und bei vielen Arten beliebt. Wer kein Schalenchaos haben möchte, kauft geschälte Kerne. Freiland-Futtermischungen für Körnerfresser wie Finken, Sperlinge und Meisen enthalten weitere Samen verschiedener Größe. Meisenknödel bestehen aus Samen und Fett. Sie können direkt in einem extra Halter aus Metall angeboten werden, statt im Plastiknetz – das spart Plastik und die Tiere können sich nicht verheddern. Äpfel, Rosinen und Haferflocken oder Weichfuttermischungen lieben Amseln und Rotkehlchen.

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Auf qualitätsvolles Vogelfutter achten

Wer das Vogelfutter nicht im Fachmarkt, sondern im Bau- oder Gartenmarkt kauft, sollte auf eine Empfehlung der Naturschutzverbände achten sowie möglichst „Bio“ und regional kaufen. Die Körner müssen ambrosiafrei sein. Qualitätsfutter bietet einen guten Nährwert, der zum Bedürfnis von Wildvögeln passt. Als Futter geeignet sind auch Körner und Flocken aus der Müsliecke, aufgeschnittene Apfelhälften oder Rosinen.

Im Silo bleibt das Futter sauber

Ein klassisches Vogelhäuschen muss regelmäßig gereinigt werden: täglich mit dem Besen von Futter- und Kotresten befreien und alle ein bis zwei Wochen mit heißem Wasser reinigen. So haben Krankheitskeime keine Chance, sich unter den gefiederten Gästen auszubreiten. Eine saubere Sache ist ein Silofutterspender. Die Körner sind vor Kot, Wind und Wetter besser geschützt. Den Futterspender hängt man, unerreichbar für Katzen, in der Nähe von Bäumen oder Büschen als Rückzugsmöglichkeit auf. Am besten wettergeschützt unterm Dach mit ausreichend Abstand zu Glasscheiben, damit diese nicht zu tödlichen Fallen werden. Damit sich unter dem Spender kein Futter und Kot sammeln, wechselt man ab und zu den Standort.

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Hintergrund:

Radio O-Töne zum Download:

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Stefan Bosch, NABU-Fachbeauftragter für Vogelschutz, beantwortet drei Fragen:




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