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Bad Wurzach – Nachdem das ganze Augenmerk derzeit auf dem PCR-Test liegt, ist er positiv oder doch negativ?, häufen sich die Meldungen, dass offensichtlich mehr „Falschpositive“ registriert sind, als allgemein angenommen. Mit der Häufung von fehlerhaften Corona-Tests häufen sich die Zweifel an den richtigen Entscheidungsgrundlagen.

Bereits am 13. Oktober sprach Ruth Waldmann (SPD), Vorsitzende des Arbeitskreis Gesundheit und Pflege im bayerischen Landtag, in einem Interview des Bayerischen Rundfunks davon, dass Tests „gebündelt“ ausgewertet werden. Sie sprach von einer angenommenen Bündelung von etwa 100 Tests, die gemeinsam untersucht werden und wenn dann ein Positiver darunter sei, könne man diesen aufgrund der Gensequenz zuordnen. Ob es nun in dieser Bündelung zu Kontaminierung negativer Abstriche kommen kann, ließ Frau Waldmann unbeantwortet.

Eine weitere Testpanne stellte sich bei Proben heraus, die vom OSK Klinikum Wangen eingesandt wurden. Zuerst wurden neun Patienten des Krankenhauses positiv getestet, in zwei Nachtestungen wurde das Ergebnis korrigiert, denn alle weiteren Untersuchungen ergaben keinen Nachweis für SARS-CoV-2 Viren.

 

Gar als eine Posse bezeichnete der Norddeutsche Rundfunk das Test-Chaos, das beim Fußballverein aus Heidenheim geschah. Auf der Videotexttafel beschrieb der NDR das Szenario wie folgt: Zuerst wurde ein Spieler der Mannschaft positiv getestet, beim 2. Versuch war er negativ, dafür aber andere fünf Spieler positiv, im dritten Versuch waren dagegen alle negativ. Nun haben Profifußballer das Recht und die Möglichkeit, einen weiteren Test einzufordern, was dem Normalbürger in der Regel verwehrt wird. Für diesen bleibt dann nur der Gang in die häusliche Quarantäne von zwei Wochen und die Registrierung als Corona-Positiver im Zahlenwerk des Robert-Koch-Institutes.

Am 28. Oktober wurde bekannt, dass in dem renommierten MVZ Labor Augsburg eine Falschpositivenrate von 97 % aufgedeckt wurde. Von insgesamt 60 verkündeten, positiven Patienten, blieben schlussendlich noch zwei übrig. Bei einer Nachprüfung durch ein Klinikum in Taufkirchen/Vils ist die Panne bekannt geworden. Das Labor war bereits im April 2020 dahingehend aufgefallen, dass es ausschließlich nur noch auf das unspezifische E-Gen testen wolle, wie es seinerzeit ankündigte. Zitat: „Das ORF1-Gen ist dabei für SARS-CoV-2 spezifisch, während das E-Gen auch in anderen Coronaviren vorkommt.“ Weiteres Zitat: „…folgen wir ab sofort der WHO-Empfehlung und geben ein Ergebnis dann bereits als „positiv“ heraus, wenn nur das E-Gen amplifiziert wurde.“ (Die Zitate stammen von der betreffenden Laborseite und sind vom 3. April 2020)

 

Nun ist es so, dass diesem Laborverbund „MVZ“ auch ein großes und renommiertes Labor im Kreis Ravensburg angeschlossen ist. Insgesamt wird die Gesamtzahl der Mitarbeiter im Verbund mit rund 1.500 angegeben. Die Testpannen entstünden unter anderem auch dadurch, dass die Labore Schwierigkeiten haben, wegen Personalmangel und fehlender Reagenzien, Tests in gewohnter Qualität auszuwerten. Bei dem Labor in Augsburg wurde bekannt, dass eine Reagenzie fehlte, dafür eine andere benutzt wurde und es so zu fehlerhaften Ergebnissen kam. Ungewöhnlich erscheint in diesem Zusammenhang auch die Aufforderung eines MVZ-Labors, Zitat: „das MVZ bittet darum auf PCR Anforderungen (Covid 19 Abstriche) einen Vermerk einzufügen, wenn zuvor eine positive Testung auf Covid 19 mittels Antigenschnelltest erfolgt ist.“ Wozu genau soll dieser Vermerk dienen, wenn doch ordentlich, neutral und sorgfältig getestet wird?

Es ist mittlerweile hinlänglich bekannt, dass diese Testungen die Grundlage für die täglichen Fallzahlen des Robert-Koch-Institutes darstellen und weiterhin als Argument der Bundes- und Landespolitiker für den neuesten Lockdown dienten. Wenn nun die offizielle Fehlerquote des verfügbaren PCR-Tests ohnehin bei ca. 1,4 % liegt und in den Laboren offensichtlich nicht 100 % genau und korrekt gearbeitet wird, bleibt die Frage nach Wert und Wertung der daraus folgenden Ergebnisse. Die Konsequenzen der hohen Anzahl an „Positiv-Getesteten“ wurden von Frau Merkel verkündet und mit weitreichenden Maßnahmen belegt. Ob die „Fallzahlen“ objektiv und richtig sind, blieb in ihren Ausführungen unbeantwortet, denn mit einer derartigen Form der Testung können beliebig hohe Fallzahlen generiert und beliebig viele Lockdowns produziert werden.

 

Bericht: Christine Hofer-Runst

Quellennachweis:
Bayerischer Rundfunk
Norddeutscher Rundfunk
Offizielle Homepage des MVZ Augsburg
Die Aufforderung des MVZ bezüglich Vermerk liegt in Schriftform vor

 

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