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Bad Waldsee - Daniel Steinhauser sammelt mit seiner Rekordfahrt auf die Grabener Höhe 8874 Euro für drei gute Zwecke.

Wer schon selbst auf dem Rennrad seine Trainingskilometer runtergerissen hat, weiß, dass die Beine von alleine treten und der Kopf Zeit hat, auf gedankliche Wanderschaft zu gehen.

Und so lief bei mir ein Kopfkino ab, als Daniel Steinhauser bei der Spendenübergabe ein bisschen aus dem Nähkästchen plauderte, wie es überhaupt zum Everesting auf der Grabener Höhe kam.

– Ein paar Rennradler auf der Trainingsstrecke. Sagt er eine, du könntest doch auch mal so ne Everesting-Geschichte machen. Ist doch ein Klacks für dich. Sagt der andere, einfach so für nix 8000 Höhenmeter machen, ne keine Lust. Macht eigentlich keinen Sinn –

Aber im Kopf blieb doch was hängen. Dann traf man sich mit den Radlern von der LG Möhre, spann das Garn weiter. Und schon drei Tage später kam Daniel Steinhauser aus der Nummer nicht mehr aus.

Eine Strecke war auch schnell gefunden. Die „Alpe d’Huez“ der Waldseer Radlergemeinde. Ein Trailer gedreht. Auf Youtube nachzusehen. „Everesting @Grabenerhöhe“. Und jetzt ging es um einen guten Zweck. Und nicht mehr um zwecklos just for Show einen Rekord aufzustellen. Das war das Ding für Daniel Steinhauser. Mit dem Video ging’s auf Sponsorensuche.

Und Unterstützung von der Stadt gab’s obendrein. Eine Kehrmaschine fegte allen Kies und Dreck von der Strecke. „Haben Sie das überhaupt gewusst, Herr Henne“ fragt er schelmisch den Büürgermeister.

Daniel Steinhauser war natürlich wieder mit seinem Rennrad da. „Kommt mir vor, als wäre der Berg heute steiler geworden“ Und erzählt von seinem Flow, von dem Gefühl, in die Nacht zu fahren, von den Sternschnuppen, die er sah. Von der Konzentration des Fahrens: Schnell rauf und langsam runter. Auch beim Fahren stand der Sicherheitsgedanke ganz oben an. Dafür kamen auch alle ohne Blessuren durch.

Das Resultat kann sich sehen lassen: Die Höhenmeter des Mount Everest kamen an Euro zusammen. Und darüber dürfen sich die Empfänger jetzt freuen.

Glückwünsche und viel Anerkennung zur tollen Leistung kam auch von Matthias Henne. Der an diesem Tag die Grabener Höhe zum ersten Mal besuchte und sich vom Panorama ganz begeistert zeigte.

 

Text und Bild Erwin Linder

 

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