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Das Warten hat ein Ende. Die Wiedereröffnung der Kinos kann man hierzulande mit dem Biopic "Marie Curie - Elemente des Lebens" feiern. Der bereits preisgekrönte Film mit Rosamund Pike in der Titelrolle startet bundesweit am 16. Juli in den deutschen Kinos und sorgt somit für das erste emotionale Highlight im Kinosommer 2020. 

Sie veränderte die Welt: Marie Curie, visionäre Wissenschaftlerin und zweifache Nobelpreisträgerin, entdeckte die Radioaktivität und ebnete den Weg zur Moderne. In den vergangenen sieben Jahren gab es vier Filme über Marie Curie: einen Fernsehfilm, einen Dokumentarfilm, 2016 den Kinofilm "Marie Curie" und nun folgt "Marie Curie – Elemente eines Lebens". Eine psychologische Studie über die bedeutende Wissenschaftlerin mit einer berühmten Ehe und einer berüchtigten Liebschaft. Sie war die erste Frau und die erste Professorin, die an der Sorbonne lehrte. Als sich Marie Curie 1911 um einen Sitz in der Academie Des Sciences bewarb und im selben Jahr ihr Verhältnis mit Paul Langevin bekannt wurde, erschienen in der Boulevardpresse Artikel, in denen sie persönlich angegriffen und als Fremde, Intellektuelle, Jüdin und sonderbare Frau bezeichnet wurde.

Paris, Ende des 19. Jahrhunderts: In der akademischen Männerwelt der Universität Sorbonne hat Marie Skłodowska (Rosamund Pike) als Frau und auf Grund ihrer kompromisslosen Persönlichkeit einen schweren Stand. Allein der Wissenschaftler Pierre Curie (Sam Riley) ist fasziniert von ihrer Leiderschaft und Intelligenz und erkennt ihr Potential. Er wird nicht nur Maries Forschungspartner sondern auch ihr Ehemann und die Liebe ihres Lebens. Für ihre bahnbrechenden Entdeckungen erhält Marie Curie als erste Frau 1903 gemeinsam mit Pierre den Nobelpreis für Physik. Sein plötzlicher Tod erschüttert sie zutiefst, aber Marie gibt nicht auf. Sie kämpft für ein selbstbestimmtes Leben und für ihre Forschung, deren ungeheure Auswirkungen sie nur erahnen kann und die das 20. Jahrhundert entscheidend prägen werden.

Szene Marie Curie DBZ

 

Neben Rosamund Pike in der Rolle von Marie Curie spielt Sam Riley Pierre Curie und Anya Taylor-Joy ihre Tochter, die später unter dem Namen Irène Joliot-Curie selbst mit dem Chemienobelpreis ausgezeichnet wurde. Die Dreharbeiten fanden unter anderem in der ungarischen Hauptstadt Budapest statt. Als Kameramann fungierte der Engländer Anthony Dod Mantle und er sorgt hier für exzellente Lichtsetzung. Mantle hat bereits für "Slumdog Millionaire" einen Oscar für die beste Kamera erhalten.

In ihrer ausgeprägten Handschrift inszenierte die Oscar-nominierte Regisseurin Marjane Satrapi das Biopic als historisches Drama, das mit dem Fokus auf die Nachwirkungen von Curies Entdeckungen aktueller gar nicht sein könnte. Eine faszinierende Reise durch die Lebens- und Wirkungsgeschichte von Marie Curie – die als eine von zwei Personen überhaupt je einen Nobelpreis in zwei unterschiedlichen Fachgebieten erhielt und dennoch in einer Männerdomäne zeitlebens um Anerkennung ringen musste. Allen voran Rosamund Pike gilt als Oscar-Kandidatin für ihre facettenreiche Darstellung der Titel-Heldin.

 

Autor: Christian Oita

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