BLIX Banner1

Was den meisten Schnittblumen abgeht, kann der Rosenliebhaber in seinem Garten hemmungslos genießen: den betörenden Duft.

Viele der 30.000 derzeit registrierten Rosensorten basieren auf Kreationen aus dem 19. Jahrhundert, der Blütezeit der Rosenzucht. Doch die allermeisten verloren den Duft der Elterngeneration, manche riechen mittlerweile ganz anders. Die Duft-Eigenschaft vererbt sich durch die Veredelung nur sehr schwer. Käufern ist oft wichtiger, dass die Rosen länger und häufiger blühen oder kräftigere Farben haben. Die meisten Wildarten und alte Sorten duften. Doch Züchter winterharter Sorten verzichteten beim Einkreuzen von unempfindlichen, aber nicht duftenden Wildarten oft darauf. Es galt, die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. Bei Schnittrosen verzichtet man auf den Duft zugunsten widerstandsfähigerer Blätter. Klar, Sie müssen ja den weiten Weg aus Äthiopien oder Ecuador unbeschadet überstehen. 

rose gelb rot

Schnittrosen haben häufig keinen Duft, im heimischen Garten muss man nicht darauf verzichten. 

Im Garten muss man nicht auf duftende Rosen verzichten, hier ist die Auswahl riesig. Die typische blumige Rosennote verströmen meistens die roten und rosafarbenen Rosen. Weiße, gelbe oder apricotfarbene Blüten erinnern im Duft manchmal an Noten von Früchten, Gewürzen oder Kräutern. Allgemein kann man aber sagen, dass jeder Rosenduft fruchtige Anteile (Zitrone, Apfel, Quitte, Ananas, Himbeere), blumenähnliche Gerüche (Hyazinthe, Maiglöckchen, Veilchen), gewürzähnliche Noten wie Vanille, Zimt, Pfeffer, Anis oder Weihrauch  und Anteile wie Farn, Moos, frisch gemähtes Gras oder Petersilie in sich vereint. Der Duft der Rosen  besteht aus flüchtigen ätherischen Ölen, die in winzigen Drüsen an der Oberseite der Blütenblätter in der Nähe des Blütenbodens gebildet werden. Als der Rosenduft schlechthin gilt der Duft der Rosa x damascena. Er wird auch für natürliches Rosenöl verwendet und ist fester Bestandteil der Parfumindustrie. Der schwere Duft besteht aus mehr als 400 verschiedenen Einzelstoffen. Manchmal reicht schon eine Rosenblüte, um einen ganzen Raum zu beduften. Wer einmal im Mai im marokkanischen Dadès Tal unterwegs war, wo man diese Rose kultiviert, wird sich Jahre später an diesen intensiven, köstlichen Duft erinnern. 

 

Text und Fotos: Andrea Reck

Pin It

1000 Buchstaben übrig


­