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Die Seerosenblüte beginnt Ende Juni, wenn der Sommer Fahrt aufnimmt. Dann lässt sich auf oberschwäbischen Teichen und Seen ein Blütenmeer aus Teich- und Seerosen beobachten.

Die gelbblühende Teichrose ist eine Seerose mit kleineren gelben, rundlichen Blüten, die leicht aus dem Wasser heraus ragen und die gesamte Seenoberfläche bedecken können. Die Blätter reichen in tieferen Teichen und Seen bis zur Wasseroberfläche und sind leicht gewellt. Die geschützten Teichrosen wachsen am liebsten in stehenden oder leicht fließenden Gewässern in etwa einem Meter Tiefe. Wenn sie erblühen, wirkt der See wie ein Blütenfeld voller kugeliger Dotterblumen. Der Volksmund nennt die Blüten auch Mummel. Rundliche, meterlange Stängel dienen der Pflanze als eine Art Schnorchel, um den Wurzelstock mit Sauerstoff zu versorgen. Die Blüten werden auch bei leichten Wellen stets über Wasser gehalten, um die Insekten anzulocken. Teichrosen verströmen einen intensiven Duft und sind für Insekten wie Fliegen und Käfer sehr anziehend. Sie laben sich am eiweißreichen Nektar und bestäuben dabei die Blüten. Die anfänglich grünen Samenkapseln lösen sich nach ihrer Reife vom Stängel und treiben halbkreisförmig wie kleine Boote so lange auf der Wasseroberfläche, bis ihnen die Luft ausgeht und sie zum Grund sinken. 

Die blühenden Teichrosen lassen sich überall gut beobachten. Manche Naturliebhaber bestücken sogar ihre Gartenteiche mit den kleinen Schönheiten. So sorgen sie für die Insekten, aber auch. Großlibellen sind regelmäßige Gäste und schwirren von Blüte zu Blüte. Bei Sonnenauf- und untergang ergibt sich somit eine schöne Stimmung. 

 

Text und Foto: Bettina Fieber

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