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Baienfurt - Eltern sind besorgt, für ihre Kinder gilt seit neuestem Maskenpflicht ab der 5. Klassse während des Unterrichts begleitet von einem Lüftungskonzept, das für gut gelüftete Klassenzimmer sorgen soll. Erst jüngst demonstrierten deswegen Eltern mit Kindern, Lehrern und Senioren in Baienfurt gegen die jüngsten Maßgaben, während die verantwortliche Kultusministerin Susanne Eisenmann vor örtlichen Wirtschaftsvertretern referierte.

Während die Ministerin auf Wahlkampftour ist, macht sich auch bei Schulleitungen Unmut breit, weil täglich mit neuen Verordnungen aus Stuttgart zu rechnen sei. Was gestern noch Gültigkeit hatte, sei heute schon wieder Makulatur, und ein ordentlicher Schulbetrieb so kaum möglich. Mit öffentlichem Klagen und offener Kritik halten sich die Schulleiter aber zurück.
Nicht so Manfred Scharpf, der Künstler und Vater einer Tochter, die in Bad Wurzach Schülerin am Salvatorkolleg ist, tat in einem offenen Brief an die Ministerin seine Beweggründe kund, warum seine Tochter vorerst nicht mehr zur Schule gehen wird: „Ich möchte hiermit gegen die neuerlichen und verschärften Maßnahmen, besonders gegen einen maskierten Unterricht bei offenen Fenstern und Türen in dieser Jahreszeit protestieren.“ Der Künstler und seine Frau fordern ein Ende „der menschenverachtenden und sogar verbrecherischen Maßnahmen“. Die Konsequenz: seine Tochter wird in nächster Zeit die Schule nicht besuchen. Möglich ist das durch die Aufhebung der Präsenzpflicht. Laut Susanne Eisenmann, Kultusministerin in Baden-Württemberg, benötigen Eltern, die ihr Kind zu Hause lassen wollen, kein Attest. Aber ohne ärztliches Attest, darf kein Kind in der Schule ab der 5. Klasse auf den Nasen-Mund-Schutz verzichten.

 

manfred

Künstler Manfred Scharpf übt scharfe Kritik an der Maskenpflicht.

 

Der Obmann der Kinder- und Jugendärzte im Raum Oberschwaben-Bodensee Frank Kirchner erklärte in einem Statement gegenüber der Schwäbischen Zeitung, die Sorgen der Eltern wegen möglichem Sauerstoffmangel und Hirnschädigungen ihrer Kinder durch das Tragen der Gesichtsmasken seien „ungerechtfertigte Bedenken, die jeder medizinischen Grundlage entbehren“. Aber alle Kinder, die auf der Demonstration in Baienfurt sprechen durften, klagten über körperliche Symptome nach einem Schultag mit Maske. Auffallend dabei: je jünger ein schulpflichtiges Kind war, desto mehr berichtete es von der anstrengenden Atmung unter der Gesichtsbedeckung. Folglich steht für die Organisatorin der Demo Doreen Schneider fest, dass die Maskenpflicht eine massive Gesundheitsgefährdung der Kinder darstelle und deshalb sofort abgeschafft gehöre.

 

Autorin: Christine Hofer-Runst 

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