Ravensburg (ots) - "Das schöne Wetter am vergangenen Wochenende, insbesondere am Samstag, hat offensichtlich einige Menschen wieder unvorsichtig werden lassen", teilt Polizeipräsident Uwe Stürmer am Montag mit.

Die Polizei in den Landkreisen Ravensburg, Sigmaringen und im Bodenseekreis, die unterstützt wurde von Beamtinnen und Beamten des Polizeipräsidiums Einsatz, habe bei ihren zahlreichen Corona-Kontrollen einen deutlichen Anstieg der Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz festgestellt und nicht nur zwei Strafverfahren einleiten, sondern auch über 60 Ordnungswidrigkeiten anzeigen müssen.

Von Freitag bis Sonntag überprüften die Polizistinnen und Polizisten insgesamt 963 Personen und 214 Fahrzeuge. Wie schon in den Tagen zuvor stellten die Einsatzkräfte zumeist Gruppen im öffentlichen Raum fest, die sich nicht an den Mindestabstand oder die zulässige Anzahl von Menschen hielten und gegen die deswegen 132 Bußgeldverfahren angestrengt werden.

Zwei Gruppen überspannten den Bogen allerdings derart, dass Strafverfahren eingeleitet wurden. In einem Fall feierten am Samstagabend 15 Personen in Langenargen in einer Wohnung eine Party und verwehrten bei der Polizeikontrolle den Beamten sogar das Betreten der Räume. Erst auf Anordnung der Staatsanwaltschaft konnte die Polizei die Wohnung schließlich betreten und die insgesamt 15 Personen feststellen, von denen sich einige zuvor versteckt hatten. Auch 17 Angehörige eines Betriebs in Pfullendorf waren der Meinung, am Freitagabend kollektiv gegen die Corona-Verordnung verstoßen zu müssen, indem sie zusammen ein Grillfest veranstalteten.

"Es steht außer Frage, dass dieses Verhalten bei der vorherrschenden Corona-Krise völlig inakzeptabel ist, gegen geltendes Recht verstößt", so der Polizeichef. Er erneuerte deshalb noch einmal seinen Appell an die Bevölkerung, zuhause zu bleiben, und damit beizutragen, die Infektionsraten zu senken und so letztlich Menschenleben zu retten.

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Ravensburg

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